Ich habe die Weihnachtstage gut überstanden.
Es waren schöne Weihnachtstage:
Am Heiligabend waren wir zuerst in der völlig überfüllten Kirche St. Franziskus in Leverkusen-Steinbüchel. Wirklich unglaublich, dass die Kirche zu Weihnachten nicht groß genug ist, während sie das ganze Jahr über an "normalen" Sonntagen die Kirche nicht zur Hälfte gefüllt ist. Dann haben wir uns unseren Weihnachtsbraten in den Backofen geworfen. Nein, es gab nicht - wie in vielen Familien üblich - Kartoffelsalat mit Würstchen oder Frikadellen. Das gibt´s Silvester bei uns. Dazu gab es Bohnensalat (Brechbohnen) mit der berühmten Sauce von meiner Oma (1/2 Becher Sahne, 1 Eßlöffel Senf, 1/2 Zwiebel in Würfeln, Pfeffer, Salz) und Semmelknödel. Dank Metzgerei Klein Leverkusen hatten wir also für 2 Tage genug zu essen - ohne große Vorbereitung. Der Braten war schon im Bratschlauch und wir mussten ihn nur 1,5 Stunden in den Backofen packen. Mehr nicht! Nach dem Essen und Spülen war dann Bescherung - ganz entgegen meiner Tradition, dass es am ersten Weihnachtstag erst Geschenke gibt. So war das bei uns früher immer - da kam das Christkind über Nacht. Und ich muss zugeben, dass ich nicht schlecht geguckt habe, als ich tatsächlich einen Falk-Autoplan bekommen habe für Ruhrgebiet, Münster und Köln - also alles, wo ich mich die meiste Zeit aufhalte, ist enthalten. Na gut, er hat vorher gesagt, dass ich einen Autoatlas bekomme, aber ich habe fest mit einem Navi gerechnet. Nicht, weil ich der Meinung bin, dass ich das brauche (ich kam ganz gut klar mit meinen Ausdrucken von Mappoint). Patrick war jedoch genervt von meiner Zettelwirtschaft und auch, dass er mir immer sagen musste, wie viele Meter bzw. Kilometer ich genau auf dieser Straße bleiben muss. Tja - meine Beifahrer haben es schwer. Gut, das Navi hab ich dann im zweiten Schritt bekommen; wusste ich doch. Ich hatte ihn schon Wochen vorher durchschaut. Nein, ich habe nicht geschnüffelt.
Am ersten Weihnachtstag hab´ich dann noch Blumen abgeholt in der Blumenvitrine in Leverkusen. Dort habe ich etwas vorbereiten lassen für den Friedhof für das Grab meiner Oma und das Grab meines Großonkels. Mit wenigen Worten muss ich beschreiben, was ich haben möchte und Herr Gierling trifft immer genau meinen Geschmack. Traumhafte Blumensträuße, schön dekorierte Topfblumen mit passenden Übertöpfen, Adventskranz und Türkränze - alles haben wir von dort schon bekommen. Einfach toll und empfehlenswert. Und sogar am ersten und zweiten Weihnachtstag hat er jedes Jahr von 10 - 12 Uhr geöffnet. Ich kann mir vorstellen, dass es gut angenommen wird - ob für Last-Minute-Geschenke oder auch für vorbestellte aufwändigere Blumengeschenke. Wer einen exklusiven Blumenladen mit freundlichem Service sucht, ist hier gut aufgehoben. Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns auf den Weg nach Kamen gemacht zu meiner Patentante, wo wir dann das Grab meines Großonkels besucht haben. Er ist 2006 gestorben, viel zu früh. Er war Pfarrer in Kamen. Anschließend sind wir dann weiter gefahren nach Dortmund nach Patricks Eltern. Dort haben wir Tiramisu-Torte gegessen, die wir einen Tag vorher gebacken haben. Sehr lecker! Aber noch leckerer waren die selbstgebackenen Rum-Kugeln und Pralinen von Patricks Mama. Unglaublich lecker! Nein, ich will nicht wissen, wie viele Kalorien die haben. Abends gab es dann Resteessen von unserem Weihnachtsbraten, der mit Mett und Zwiebeln gefüllt war mit Bohnensalat und dieses Mal Reis. Lecker!
Am 2. Weihnachtstag haben wir dann quasi eine Sauerland-Tour gemacht. Morgens zu meinem Opa nach Elpe, anschließend zum Grab meiner Oma - ebenfalls in Elpe. Dann kurz zu meiner Mama und meinem Bruder in Gevelinghausen, bevor wir uns auf den Weg in meine alte Heimat Arnsberg gemacht haben, wo meine Schwester jetzt wohnt. Genauer gesagt nach Hüsten. Es gab eine Riesenauswahl an Kuchen: Von Stachelbeerbaiser über Rotweinkuchen, Apfelkuchen,Weihnachtsplätzchen, Muffins, Glühweinschnitten, Obstboden, usw. Unglaublich! Ihre zukünftigen Schwiegereltern (also die Eltern von ihrem Freund), die Schwester ihres Freundes, unsere Mama, ihr Freund natürlich und Patrick und ich waren da. Wunderschöne Wohnung; vor Allem die Küche gefällt mir. Ja, meine Schwester hat schon Geschmack, was Möbel, Deko und Farben betrifft. Abends gab es dann noch etwas zu essen - Frikadellen und Feuereintopf. Sehr lecker und reichlich! Davon konnten sie auch am nächsten Tag noch essen.
Es war ein wunderschönes Weihnachtsfest mit den Familien! Und es war auch nicht anstrengend, sondern einfach genau richtig. Danke, Andrea, für´s Organisieren und Vorbereiten. Nächstes Jahr lässt Du Dich verwöhnen - dann seid Ihr bei uns eingeladen.
Und hier noch einmal zusammengefasst, womit wir reich beschenkt wurden: wieder viel zu viel: wie jedes Jahr....
Ich habe eine hautstraffende Gesichtscreme mit Olivenöl von medipharma cosmetics bekommen (sowas darf sich auch nur meine kleine Schwester erlauben). In der Packungsbeilage steht: "Im zunehmenden Alter wird unsere Haut jedoch sensibler..., spezielle Pflege gegen die ersten Zeichen der Hautalterung..., die Kombination aus Olivenöl, Mandelmilch und Vitaminen strafft die Haut und mildert Fältchen". Wenn das mal kein Wink mit dem Zaunpfahl war. :-) Und zusammen bekamen wir Milka-Herzen, eine Flasche Wein, eine Flasche Sekt, Pralinen, 2 Teetassen, einen Ikea-Gutschein und zahlreiche Weihnachtskarten - ob traditionell per Post, per E-Mail, per SMS oder auch persönlich. Gefreut haben wir uns über alles gleichermaßen.
Danke an alle!