Ungefähr vor einem halben Jahr wurde mir empfohlen, eine Basenfastenkur zu machen. Zuerst konnte ich mich mit dem Gedanken nicht anfreunden. Dann habe ich das Buch "Basenfasten" von Sabine Wacker 3 x gelesen und habe schließlich heute damit angefangen.
Wofür ist Basenfasten überhaupt gut?
Hier geht es um die Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes, des Regulierungszentrums unseres Körpers. Wir ernähren uns grundsätzlich zu "sauer", das bedeutet also das wir zu viele säurebildende Nahrungsmittel zu uns nehmen. Idealerweise sollte die Ernährung aus 20 Prozent säurebildenden Lebensmitteln und 80 Prozent basenbildenden Lebensmitteln bestehen. Grundsätzlich heißt das, dass man mehr Obst und Gemüse essen sollte. Zitat aus dem Buch "Basenfasten" von Frau Wacker: <Basenfasten entlastet den Stoffwechsel und ide Verdauungsorgane. Es regt die Säurenausscheidung an, verbessert das Hautbild und entschlackt das Bindegewebe. Nicht zuletzt verbessert es das körperliche und seelische Wohlbefinden.> Ein angenehmer Nebeneffekt ist der Gewichtverlust, der in der ersten Woche erheblich ist. Wenn man sich dann weiterhin nach der 80-20-Prozent-Regel ernährt, kann das auch noch weitergehen.
Was bedeutet Übersäuerung für den Körper?
Ein Beispiel für kurzzeitige Übersäuerung des Körpers ist ein "Kater", der nach der Aufnahme von säurebildendem Alkohol auftritt. Weiterhin sind Anzeichen für eine Übersäuerung Müdigkeit, schlechte Laune, Allergien, Hautunreinheiten, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, und viele mehr. Dieses sind natürlich keine sicheren Anzeichen, jedoch können es Indikatoren für eine Übersäuerung führen. Nicht umsonst heißt eine typische Aussage "Ich bin sauer".
Säurebildner sind aber nicht grundsätzlich schlecht, sondern es gibt auch gute Seiten daran, z. B. Vitamine. Zucker jeglicher Art, Honig, Süßigkeiten, Fastfood, Fertigprodukte, Vollkornprodukte, Fleisch und Fisch, alle Milchprodukte, schwarzer, grüner und Früchtetee, kohlensäurehaltige Getränke (auch Mineralwasser) und vieles mehr sind säurebildend. Es ist jedoch empfehlenswert, für eine Zeit auf diese säurebildenden Lebensmittel zu verzichten, um den Körper zu entsäuern.
Basenbildner sind fast alle Obst- und Gemüsesorten. Es sollten jedoch immer Gemüse der Saison verwendet werden - bestenfalls aus heimischem Anbau. Um ein Müsli für morgens zu erstellen, sind Erdmandelflocken geeignet, die mit Obst gemischt werden können. Als Zwischenmahlzeiten sind z. B. Trockenfrüchte, Mandeln und Oliven geeignet. Zu beachten ist, dass man ab 14 Uhr keine rohen Lebensmittel und ab 18 Uhr am Besten gar nichts mehr essen sollte. Für Berufstätige ist das natürlich nur bedingt machbar.
Ausreichend Bewegung ist ebenfalls wichtig genau wie genügend trinken: am Besten verdünnten Kräutertee und stilles Quellwasser, mindestens 2,5 Liter am Tag.
Ich habe mir vor Beginn der Zeit einige Utensilien, z. B. ein faltbares Sieb für den Kochtopf, um Gemüse zu dünsten, einen Apfelteiler und verschiedene Lebensmittel aus dem Reformhaus wie z. B. eine Gemüsebrühe ohne Geschmacksverstärker, Chufas Nüssli (Erdmandelflocken), Sesamsalz und frisches Gemüse und Früchte.
Vor der Basenfastenwoche sollte auf jeden Fall eine Darmreinigung stattfinden, entweder mit Hilfe von Bittersalz oder Glaubersalz, oder auch mit Hilfe eines Einlaufs.
Das Buch "Basenfasten" von Sabine Wacker kann ich wirklich empfehlen. Es enthält Tipps für Basenfasten in jeder Jahreszeit mit den Lebensmitteln, die für jede Jahreszeit zu empfehlen sind, Rezepte und zahlreiche Tipps. Es gibt zahlreiche Informationen im Internet. Auf der Homepage von Sabine Wacker sind ebenfalls viele hilfreiche Tipps zu finden.
Heute war mein erster Tag der Basenfastenkur. Ich habe zur Darmreinigung Bittersalz genommen. Es schmeckte zwar nicht besonders gut, aber mit dem Saft einer Zitrone in Wasser aufgelöst, war es erträglich. Gegessen habe ich heute 2 Teller der Gemüsebrühe und gedünsteten Blumenkohl. Ok, ein kleines Hungergefühl ist da - aber es ist auszuhalten. Der Körper muss sich erstmal daran gewöhnen an die niedrigeren Mengen. Getrunken habe ich stilles Wasser und Kräutertee, insgesamt ca. 3 Liter.