Zum Jahresende bzw. bevorstehenden Jahresanfang stehen wieder die Neujahrsvorsätze an, über die viele Menschen nun nachdenken. Zu Beginn dieses Artikels eine schöne Geschichte, die ich im Gedichte-Garten gefunden habe:
Die Geschichte spielt im alten Persien. Es ist an der Zeit, das Neujahrsfest vorzubereiten. Der König wies seine Leute an: "Ich möchte, dass es ein wirklich königliches Fest wird. Die Gästeliste soll überquellen von illustren Persönlichkeiten. Die Tische sollen sich biegen unter Delikatessen und die Weine sollen nur aus den besten Trauben und den erlesenen Jahrgängen bestehen." Die Mitarbeiter schwärmten Losen und brachten aus allen Landesteilen nur das Köstlichste. Aber der König war nicht zufriedenzustellen. "Im letzten Jahr habe ich ein durch nichts zu überbietendes Fest gegeben. Aber die ganze Stadt sprach nur von dem Fest bei Ramun, dem Maler. Da wurde getrunken und gelacht die ganze Nacht bis zum Nachmittag des nächsten Tages. Im Jahr davor war es dasselbe. Ebenso im Jahr davor und davor. Einmal muss es mir doch gelingen, diesen Wurm zu übertrumpfen, denn ich, ich bin der König." Einer der Mitarbeiter, ein kluger Mann, verneigte sich tief und fragte: "Mein König, habt Ihr je mit dem Maler gesprochen? Es muss doch einen Grund geben, warum die Leute sein Fest so lieben, obwohl sie in schäbiger Hütte ihre mitgebrachten Häppchen und den billigsten Wein trinken müssen." Der König nickte stumm und sagte: "Gut, schafft mir diesen Ramun heran." So geschah es. "Warum lieben die Leute so dein Neujahrsfest?" fragte der König. Worauf der Maler: "Wir sind Freunde und wir brauchen einander - mehr brauchen wir nicht. Deshalb sind wir reich." (Verfasser unbekannt)
Ich habe für den Jahresbeginn dieses Mal keinen Vorsatz. Ich möchte einfach so weitermachen wie bisher, denn es war aus meiner Sicht gut und richtig, was ich im Jahr 2010 angefangen, fortgeführt oder auch bewusst nicht getan habe. Warum sollte ich es dann verändern?
Dazu habe ich noch zwei Zitate im Glücksarchiv gefunden, die es ganz gut treffen:
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. - Søren Kierkegaard (1813 - 1855), Philosoph, Schriftsteller und Theologe
Glück liegt nicht darin, dass man tut, was man mag, sondern mag, was man tut. - Sir James Matthew Barrie (1860 - 1937), Schriftsteller
Ich wünsche Euch allen noch eine schöne verbleibende Zeit im alten Jahr, einen angenehmen Übergang ins neue Jahr und dass Ihr glücklich seid oder werdet. Vorsätze sind nicht das, was man zum Jahreswechsel braucht. Besser ist es, seine persönliche Situation zu beleuchten und das Gute darin zu sehen bzw. zu suchen.
Danke, dass sich unsere Wege in diesem Jahr gekreuzt haben und dass wir ein (kurzes oder langes) Stück zusammen gegangen sind. Ich freue mich, wenn wir zukünftig auch weiterhin Begegnungen haben oder unsere Erfahrungen und Erlebnisse teilen und uns darüber austauschen.