Viele Personen haben dazu beigetragen, dass unsere kirchliche Trauung ein gelungener Tag wird.
Es war eine spannende, aber auch stressige Zeit der Vorbereitung. Nachdem der Termin gefunden war stand die Entscheidung an, in welcher Kirche geheiratet wird. Unser Plan war, dass wir zum Zeitpunkt der Trauung bereits umgezogen sind. Also sollte es zunächst die Kirche am neuen Wohnort sein: St. Andreas in Schlebusch. Auf den Hinweis unseres Organisten haben wir uns dann doch für die Kirche St. Franziskus in Steinbüchel entschieden, weil sie architektonisch sehr schön ist und weil sie kleiner ist. Dann fühlen sich 100 Gäste darin nicht ganz so verloren. Dann ging es so weiter: Lieder ausgesucht, Fürbitten geschrieben, Lektoren gesucht, Anzug und Hochzeitskleid ausgesucht, verschiedene Locations besichtigt inkl. Test-Essen, nahe gelegenes Hotel gebucht, DJ und Fotograph sowie Videograph gebucht, an zwei Ehevorbereitungskursen teilgenommen, Gespräche mit dem Pfarrer und dem Küster geführt, Einladungen geschrieben und verschickt, Liederhefte drucken lassen (die Erstellung hat uns unser lieber Organist abgenommen), die Sängerin hat auch der Organist fest gemacht (das hatte den Vorteil, dass die beiden unkompliziert zusammen proben konnten), Blumen bestellt, Hochzeitsauto gebucht, Ringe nochmal aufpolieren und gravieren lassen, usw. Ich könnte die Liste endlos verlängern – mir fällt schon gar nicht mehr alles ein, was wir so „nebenbei“ erledigt haben. Und dann kam die letzte Woche, die Nervosität stieg – zumindest bei mir. Patrick war „völlig tiefenentspannt“.
Pfingstmontag hat sich mein Auto verabschiedet, als wir auf dem Weg zum Restaurant waren, um die letzten Details zu besprechen. Öl im Kühlwasser führte dazu, dass es abgeschleppt werden musste. Meine Reaktion: „Na ja – irgendwas muss ja schief gehen. Solange es nichts mit der Hochzeit zu tun hat, geht´s ja noch.“ Ab Dienstag wurde es im Büro nochmal richtig stressig, sodass für die letzten Vorbereitungen nur der späte Abend in Betracht kam. Doch das Adrenalin aufgrund des bevorstehenden positiven Ereignisses machte Schlafen irgendwie überflüssig. Dienstag letztes Treffen mit dem Organisten und der Sängerin (so war es geplant). Wir trafen den Organisten allein in der Kirche an: oh nein – die Sängerin hat Fieber und ist erkältet. Das hat uns gerade noch gefehlt. Wie gut, dass es bis Samstag noch ein paar Tage sind, in denen sie wieder gesund werden kann. Mittwoch war dann letzter Anprobetermin des Kleides: „Wie schön – alles perfekt! Ich fühl mich soooo gut. Warum dauert es noch so lange bis Samstag?“. Meine Schwester und Trauzeugin hatte sich ab Mittwoch bei uns eingenistet. Donnerstag: Endlich Urlaub! Neben den letzten Vorbereitungen stand der Küchenaufbau in der neuen Wohnung an. Eine Sache allein vorzubereiten ist doch viel zu langweilig. ? Der Tag verging wie im Flug: letzte Sachen einkaufen, alles nochmal durchsprechen, Absagen entgegen nehmen (es haben tatsächlich noch einige Leute 2 Tage vorher abgesagt – unglaublich, aber wahr). Abends dann noch ein letztes Treffen im Restaurant mit dem DJ, um den optimalen Ort festzulegen. Die Wetteraussichten waren alles andere als gut. Also musste der DJ drin stehen und nicht wie ursprünglich geplant auf der Terrasse. Aber auch dafür haben wir eine perfekte Lösung gefunden nach einer Stunde Diskussion. Jeder hat seine Erfahrungen, Wünsche und Erwartungen – da ist es nicht so leicht, einen Kompromiss zu finden. Aber auch das hat dann irgendwann geklappt. Uiuiui – dann der letzte Tag vor der Hochzeit: wieder die Wohnung aufschließen für die Küchenbauer und den Hausmeister, der die Lampen in der neuen Wohnung anbringt. Anschließend Termin zur Fingernagelmodellage und Schminkberatung bei der Kosmetikerin, Brautkleid abholen und ins Hotelzimmer bringen (nein, der Bräutigam darf es doch vorher auf keinen Fall sehen!), Sitzplatzordnung festlegen, nochmal ins Restaurant, um die allerletzten Details abzusprechen, Telefonat mit dem Fotographen, vom Blumenhändler nochmal alles bestätigen lassen, damit alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankommt. Und dann war endlich Ruhe eingekehrt, zumindest bei uns. Wir haben uns am Abend mit meiner Schwester und ihrer Freundin im Havana getroffen, um den Abend bei einem leckeren Cocktail ausklingen zu lassen. Meine Schwester hatte noch keine Ruhe: sie führte Telefonate über Dinge, von denen wir nichts wissen durften. ;-) Abends fielen wir total übermüdet ins Bett und die Nacht war viel zu kurz. Um 6:30 Uhr ging der Wecker.
Und dann war er da – DER GROSSE TAG. 7:45 Uhr: Termin in der Kirche, um die Ringe, die Kerze und die Liederhefte abzugeben. Der Blumenhändler hat den Blumenschmuck angebracht. Es sah toll aus! Im Übrigen: es regnete in Strömen. Was für ein Wetter – so hab ich mir das aber nicht vorgestellt. ? Ach, egal – wird schon klappen. Mein Gedanke: „wenn es morgens regnet, ist es nachmittags trocken.“ Es sah aber gar nicht danach aus, dass es auch nur irgendwann aufhörte. Auf zum Friseur! In der Zwischenzeit rief meine Schwester schon an, weil ich mich um 10 Minuten verspätet hatte. „Mensch, mach doch nicht so’n Stress – die Hochzeit ist doch erst um 14 Uhr.“ Als wir beim Friseur waren, fing es noch extremer an zu regnen. Die Tür flog auf vom Sturm. „Oh je – wie sollen wir hier mit der Frisur nur heile rauskommen und wie soll die Frisur den ganzen Tag halten?“. Aber – als wir den Friseursalon verließen, hatte es aufgehört zu regnen und es schien sogar ein bisschen die Sonne. Welch ein Glück. Wir kamen auch trocken bei der Kosmetikerin an. So viel Glück. . . Geschminkt und gestylt machten wir uns auf ins Hotel. Dort wartete schon meine Cousine, die mir in geballter Zweisamkeit mit meiner Schwester ins Kleid helfen wollte. Aber es war doch noch viel zu früh. Also bezog ich schon mal unser Zimmer. Glücklicherweise war es schon bezugsbereit. Wow – so groß und schön! Kurze Zeit später wurde die Flasche Sekt geliefert zum Anstoßen. Oh – jetzt wird es aber Zeit. Kleid anziehen. Der Anruf von der Rezeption kommt, dass der Fotograph da ist. Jetzt schnell ins Kleid hüpfen. Meine Mutter war auch angekommen in der Zwischenzeit. Sie hatte die ehrenvolle Aufgabe, den Schleier festzustecken. Alles schön fotografieren. Patrick hat ja von dem ganzen Vormittag nichts mitbekommen – dann soll er nachher schön die Bilder sehen können. Dann musste der Fotograph wieder weg, um Patrick die Wartezeit zu verkürzen und ihn in seiner Ungeduld auch noch festzuhalten. Das Auto wartete schon auf uns – schön geschmückt und die Blumensträuße lagen auch schon drin für meine Schwester, meine Cousine und mich! Oh – war das ein Akt, ins Auto zu klettern mit dem Kleid. Der Fahrer kannte die Problematik aber schon und hatte gute Tipps auf Lager. Sobald wir im Auto waren, fing es in Strömen an zu regnen. Aber wirklich sehr extrem! Wie sollte ich nur trocken in die Kirche kommen? Es hörte echt nicht auf. . . bis dass wir vor der Kirche geparkt haben. Dann hörte es wie von Geisterhand auf zu regnen und ich kam trocken in die Kirche. Das war echt schon ein Wunder. Überwältigend – so viele Leute in der Kirche. Auf einen Blick konnte ich gar nicht erkennen, wer alles da war. Es waren sehr viele! Und vorne stand Patrick! Komisch, aber ich kann mich gar nicht mehr richtig erinnern, wie ich da reinging – lief wie im Film an mir vorüber. Angekommen. . . Der Gottesdienst war wunderschön. Der Pfarrer fand genau die richtigen Worte, unsere Familienmitglieder, die die Texte gelesen haben, haben sich wirklich Mühe gegeben und die Sängerin im Zusammenspiel mit dem Organisten war wirklich klasse! Ein sehr gelungener Gottesdienst – so, wie ich ihn mir vorgestellt habe und noch viel schöner.
Hier findet Ihr das Liederheft, so wie es der Organist für uns vorbereitet hatte. Herzlichen Dank an dieser Stelle! Als wir dann aus der Kirche herausgingen, war es sonnig, warm und sogar der Boden war trocken. Die erste Aufgabe als kirchlich getrautes Ehepaar mussten wir bewältigen. Ein Herz aus einem Stück Stoff ausschneiden. Hehe – ich war schneller! Es waren sogar einige Überraschungsgäste in der Kirche, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Meine Freundin aus Köln war in der Kirche – sie war gerade in der Nähe. Hab mich sehr gefreut! Mein Großonkel aus Münster, den ich zwar nicht kannte, aber er mich, hat uns Glück gewünscht und war dabei, weil er ab und zu bei seiner Partnerin in Leverkusen ist. Dann die lange Schlange der Gratulanten, bevor wir dann in Kolonne und mit Hupkonzert zum Restaurant fuhren. Begrüßt mit Sektempfang gab es anschließend Hochzeitstorte! Hmmm – sehr lecker. Es zog sich sehr lange hin, bis alle ein Stück hatten. Glücklicherweise hatten wir professionelle Unterstützung beim Anschneiden – sonst wären wir bis zum Abendessen noch nicht fertig gewesen. Der Nachmittag lief sehr locker ab – alle unterhielten sich nett bei Kaffee und Kuchen. Es regnete draußen. Wann sollten wir nur die Bilder machen? Wir unterhielten uns auch sehr gut und hatten gar keine Lust auf Fotos machen. ? Die ersten Gäste, die sich nur zum Kaffeetrinken angekündigt hatten, gingen schon wieder. Nun wurde es aber Zeit, dass wir Fotos machten. Es war sonnig und trocken – also nix wie los. Schließlich war es schon 18:30 Uhr. Wie die Zeit vergeht. . . Als wir wiederkamen, kleiner Schock: ich hatte meiner Freundin, die unsere Katzen füttern wollte, den falschen Schlüssel gegeben. Schlecht, wenn man Schlüssel von zwei Wohnungen in der Tasche hat. Meine Schwester und meine Cousine mit ihrem Mann haben das Problem gelöst und haben das Füttern übernommen. Danke schön dafür! Der DJ hat in der Zwischenzeit ein Spiel moderiert (Liederraten Frauen gegen Männer), um die Gäste bei Laune zu halten. Als wir zurückkamen, wurden wir dann auf die Probe gestellt. Beim Übereinstimmungsspiel wurde getestet, wie gut wir uns kennen. 7 von 10 Übereinstimmungen sind schon ok, aber ausbaufähig. Bevor wir nun das Buffet eröffneten, hab ich Patrick noch an die Hochzeitsvorbereitungen erinnert. Wir waren einkaufen und ihm fiel eine Karte ins Auge, auf der ein Brautpaar abgebildet war: die Frau mit lachendem Gesicht und der Mann mit traurigem Gesicht. Darüber stand: „Game over“. Ich habe die Karte gekauft und ihm dazu einen Kindheitstraum erfüllt, dass er mal ganz offiziell und mit Erlaubnis „Baggern“ darf. Das Essen war klasse und zog sich ziemlich lange hin, bevor wir dann den Tanz eröffneten zu „You light up my life“. Also ich muss ehrlich sagen, dass es bei den vorherigen Tanzstunden besser lief. Ist was Anderes mit so einem umfangreichen Kleid und vor so vielen Zuschauern. Aber wir haben es überlebt und es war toll. Nach weiteren Unterhaltungen, vielen Tänzen und einer Menge Spaß wurde dann um 24 Uhr der Brautstrauß geworfen. Ich habe den echten Brautstrauß geworfen, nicht einen zweiten, wie es manche machen. Wir wollten sowieso zwei Tage später umziehen. Da kann man Blumensträuße nicht so gut gebrauchen. Und wer hat ihn gefangen? Meine Schwester! Hab mich für sie gefreut. Und falls Ihr jetzt fragt: Nein, ich wusste nicht in welcher Richtung sie steht, denn einen Brautstrauß wirft man bekanntlich rückwärts. Ich bin gespannt, ob sie wirklich die nächste ist, die heiratet? Anschließend musste Patrick das Strumpfband mit den Zähnen von meinem Bein abziehen. Den Brauch kannte ich auch noch nicht. Er hat das Strumpfband dann an alle unverheirateten Männer geworfen. Gefangen hat es unser Freund Olli. Der nächste Tanz stand also fest – meine Schwester mit Olli. Interessant! Dass Olli demnächst heiratet wissen wir ja schon. Aber ist er wirklich der Nächste oder drängt sich noch jemand vor? Die Stimmung war klasse – der Service super – es ließ nichts zu wünschen übrig. Es gab sogar eine Polonäse durch das gesamte Restaurant. Patrick vorne, dazwischen alle Gäste und ich hinten. Er musste mich dann fangen. Sehr lustig. Bis 3 Uhr getanzt – das waren mehr als 12 Stunden reine Feier – dann sind wir (der harte Kern: meine Schwester, ihre Freundin, meine Kollegin, ihr Mann, Patrick und ich) ins Hotel gegangen. Es war wunderschön. Das letzte Lied war „Ne Mann, ich will noch nicht, ich will noch nen bisschen tanzen“. Das traf auch voll und ganz auf die beiden Andrea´s zu. Aber wir waren müde und glücklich über den sehr gelungenen Tag.
Danke an alle, die dazu beigetragen haben:
- Pfarrer Kern aus St. Franziskus Steinbüchel
- Der Küster aus St. Franziskus Steinbüchel
- Die Messdiener
- Unser Organist
- Die Sängerin
- Trauringladen Hubert Kierdorf
- Brautatelier Lilienthal
- Maßschneiderei Kuhn in Düsseldorf
- Mercy vom Friseursalon Brenscheid in Leverkusen
- Blumenvitrine Gierling in Leverkusen
- Tanja Wieczorek von Ringkissen Grazil
- DJ Diddi
- Fotograph Matthias Dollt
- Videograph Daniel Schneider
- Bäckerei Willecke
- Die Inhaber und das Servicepersonal vom „Haus am Park“
- Das Personal vom Lindner Hotel
- Unsere Eltern und Trauzeugen und alle Verwandten
- Alle, die uns mit Glückwünschen , Geschenken und ihrer Anwesenheit viel Freude bereitet haben
Wir können gar nicht oft genug danke sagen. Dieser Tag bleibt uns auf jeden Fall in Erinnerung - dank Euch!