Sonntag, 11. Januar 2009
Diese Woche war ich das erste Mal beim Dienstabend des Deutschen Roten Kreuzes in Leverkusen. Nachdem vorab per E-Mail meine Fragen beantwortet wurden, bekam ich den Unterrichtsplan für das erste Halbjahr 2009 des Ortsverein Leverkusen zugeschickt. Für die erste Veranstaltung im neuen Jahr stand auf dem Plan "Kartenkunde". Der Dienstabend lief so ab, dass zunächst einige organisatorische Dinge (Seminare und Dienstbesetzungen) geklärt wurden, bevor es dann zum eigentlichen Thema überging. Der Vortrag war gut und interessant gestaltet. Uns wurde erklärt, dass es für jede Stadt ein Kartenblatt gibt, auf dem man mit Hilfe eines Plandreiecks jeden bezeichneten Punkt (Koordinaten) finden kann. Für Leverkusen gilt eine Besonderheit, nämlich dass Leverkusen auf 4 Kartenblätter verteilt ist. Somit arbeiteten wir mit 4 Karten (L4906, L 4908, L5106 und L5108). Eine Koordinate ist so aufgebaut, dass sie aus 6 Zahlen besteht, z. B. 364558. Das bedeutet, dass man auf der Karte, die ebenfalls bezeichnet wird, zunächst von der Linie 36 aus 4 Einheiten des Plandreiecks Richtung Osten geht und anschließend von der Linie 55 aus 8 Einheiten Richtung Norden geht. An dem Punkt, an dem sich die beiden Linien treffen, befindet sich dann das Ziel. Es wurden uns Koordinaten vorgegeben, an denen sich markante Gebäude, Straßenkreuzungen oder Landschaften befinden. Diese wurden dann durch die einzelnen Gruppen notiert und verglichen. Also in der Theorie haben wir das schon mal verstanden. Im Frühjahr wird es dann eine Praxisübung geben, bei denen uns Koordinaten mitgeteilt werden, wo wir hinfahren müssen und bestimmte Dinge erledigen, z. B. etwas mitbringen, etwas notieren oder uns wird dort die nächste Koordinate bekannt gegeben. Das wird dann bestimmt spannend. Mal sehen, wer nachher wirklich am Ziel ankommt. Theorie und Praxis sind ja bekanntlich immer zwei verschiedene Dinge.
Montag, 29. Dezember 2008
Das Jahresende möchte ich zum Anlass nehmen, um noch einmal zurück zu blicken, was dieses Jahr alles so gewesen ist: 11. Januar 2008: - mein Blog ist ins Leben gerufen worden. Danke, Patrick! Februar 2008: - der Auszugstermin kam so plötzlich, obwohl es ja drei Monate vorher feststand :-). Einige Möbel wollten noch untergebracht werden. Glücklicherweise waren meine Geschwister gerade auf der Suche nach neuen Möbeln. Da meine Möbel nicht so alt waren (ich wohnte ja erst etwas über ein Jahr in der Wohnung und habe zum Einzug alles neu gekauft) haben sich Abnehmer gefunden, die die Möbel auch abgebaut haben. Ein herzlicher Dank gilt auch meinem Vermieter, der sich bereit erklärt hat, den Käufern die Tür zu öffnen, da ich zu der Zeit keinen Urlaub nehmen konnte. März 2008: - Endlich... Die Wohnungsschlüssel habe ich Ende Februar abgegeben und im März habe ich mich dann offiziell bei der Stadt Leverkusen angemeldet. Ein schönes Gefühl, endlich mit Patrick zusammen zu wohnen. Es war - obwohl es nur eine kurze Zeit war - nicht immer einfach, mit gepackter Tasche von der eigenen zu Patrick´s Wohnung zu fahren und alles unter einen Hut zu bekommen. Schließlich wollten seine Katzen regelmäßig versorgt werden und meine Blumen wollten gegossen werden, usw. So ist es doch schöner, zusammen in einer Wohnung zu wohnen und zu wissen, wo man hingehört statt immer zu überlegen, für welchen Zeitraum man jetzt Sachen mitnimmt. Da meine Arbeitsstelle in Dortmund war, war es nicht so problematisch, mal eben da vorbei zu fahren. Für Patrick war es hingegen noch komplizierter, wenn er mal bei mir in Dortmund übernachtet hat. Wer die Strecke von Dortmund nach Köln kennt, weiß, dass es mehr Stau als freie Fahrt ist. So kann man schon mal locker von Dortmund nach Köln 3 Stunden brauchen. Da hab´ich es mit einer Stunde Fahrtzeit für 74 km deutlich angenehmer. Das ist planbar und mit einer Stunde komme ich immer aus. Außerdem hat mich über XING eine Studienkollegin angeschrieben im März, die ich ebenfalls heute als Freundin bezeichne. Wir treffen uns mehr oder weniger regelmäßig und sind oft in Kontakt. Danke an dieser Stelle, dass Du mich angeschrieben hast. Das war echt ein Glückstreffer. Hoffentlich bleibt die Freundschaft lange bestehen. April 2008: Im April habe ich den Rettungshelfer-Lehrgang abgeschlossen und die Sanitäter-Prüfung bestanden. Da fiel mir ein Stein vom Herzen, dass ich das geschafft habe. Ich war 2 - 3 mal pro Woche in der DRK-Schule in Dortmund, um mir die Prüfungsinhalte anzueignen. Auf diesem Wege danke an alle, die mich dabei unterstützt haben und mir beim Lernen geholfen haben. Nicht zuletzt an meinen Prüfungspartner, mit dem alles reibungslos geklappt hat. Wir waren ein gutes Team! Ebenfalls im April habe ich angefangen, Wirtschaftswissenschaften an der Fernuni Hagen zu studieren. Ja, ich weiß, was ich mir da vorgenommen habe. Freizeit ist seit dem Zeitpunkt praktisch Geschichte, aber irgendwie muss man ja die Karriereplanung in Angriff nehmen. Und ein Studium wird in vielen Stellenausschreibungen gefragt, sogar im Assistenzbereich in höheren Ebenen. Damit stehen mir dann sicherlich ein paar Wege offen - so stelle ich mir das zumindest vor. Mai 2008: Einen Monat nach Studienbeginn haben wir uns erstmal 10 Tage Urlaub gegönnt - Türkei, Alanya. Es war zwar schön, aber nächstes Mal fliegen wir woanders hin. Wenn man jetzt - nach 7 Monaten - daran zurück denkt, kann man nur sagen: es war schön, aber es gibt bestimmt auch noch andere schönere Urlaubsziele. Außerdem haben unsere Freunde aus dem DRK geheiratet - gerade, als wir aus dem Urlaub kamen. Das hatten wir so geplant, dass wir zur Hochzeit zurück sind. Der Gottesdienst und auch die Feier war schön und hat uns sehr gefallen. Außerdem habe ich im Mai einen Fitnessstudiovertrag abgeschlossen, was ich zugegebenermaßen schon oft bereut habe, weil mir einfach die Konsequenz fehlt. Aber ich arbeite daran und nehme mir für´s neue Jahr vor, mindestens zweimal pro Woche hinzugehen. Ziele müssen ja messbar sein, wie ich in meinen zahlreichen Seminaren, aber auch von erfahrenen Leuten, gelernt habe. Juni 2008: Ja, im Juni - tolle Zeit! Die WM-Erinnerungen kommen zurück. Jeder Zweite fuhr mit Deutschland-Fahne am Auto durch die Gegend. Patrick und ich natürlich auch. Schade, dass wir dann doch nicht Europameister geworden sind. Na ja, dafür werden wir bestimmt Weltmeister beim nächsten Mal. Außerdem war im Juni noch mein Geburtstag - ich bin "schon" 28 geworden. Patrick hat mir einen wunderschönen Tag bereitet - erst Frühstücken, dann Minigolf und am Abend zur Blueman Group nach Oberhausen. Es war ein toller Tag. Danke schön, Patrick, für die tolle Idee und auch an alle Anderen, die mir den Tag mit Überraschungen, Glückwünschen und Geschenken zu einem unvergesslichen Tag gemacht haben. Juli 2008: Der Juli ist der Geburtstags-Monat meiner Familie und gleichzeitig mit meiner Patentante hat auch Patrick´s Schwester Geburtstag. Ansonsten ist nichts Besonderes gewesen im Juli. Ich habe mir das DRK Leverkusen beim Tag der offenen Tür angesehen und mir vorgenommen, mir auch mal den Dienstabend anzusehen. Bis jetzt hat es nicht geklappt. Danke an den stellvertretenden Bereitschaftsleiter Jan Beine, der mir alle meine Fragen (ich gebe zu: es waren nicht wenige) beantwortet hat, und auch die Geduld aufgebracht hat, immer noch mit Verständnis zu reagieren, dass ich noch nicht dort war. Aber der Vorsatz für nächstes Jahr steht. Am 6. Januar ist der erste Dienstabend dort und ich habe mir fest vorgenommen, dabei zu sein. August 2008: Im August haben wir an einem Seminar "Wissenschaftliches Arbeiten" an der Fernuni teilgenommen - in Hagen. Hier habe ich eine ganz liebe Mitstudentin kennen gelernt, von der ich viel gelernt habe, Tipps bekommen habe und die ich gerne wieder sehen möchte. Leider wohnt sie etwas weiter weg. Aber nichts ist unerreichbar ;-) Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und sind auch heute noch in Kontakt. An dieser Stelle liebe Grüße, falls Du es liest. Manchmal muss man einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und trifft einen wichtigen Menschen. Im August habe ich die Mitgliedschaft im DRK Dortmund beendet. Dafür sprachen viele Argumente - Wohnort in Leverkusen, Aussicht auf Arbeitsplatz in Essen, usw. Die Entfernung war einfach auf Dauer nicht machbar und außerdem musste ich mir auch erstmal klar machen, ob es das Richtige für mich ist. Und das geht nur mit Abstand. September 2008: Im September haben wir an der Dartclub-Tour meines ehemaligen Dart-Clubs aus Meschede-Berge teilgenommen. Wenn sie schon mal in der Nähe sind (die Tour ging nach Köln) nutze ich natürlich gerne die Gelegenheit, um sie mal wieder zu sehen. Eine Woche später haben Patrick und ich an den Minigolf-Stadtmeisterschaften teilgenommen. Auch wenn wir nicht unter die ersten 3 Plätze gekommen sind, hat es Spaß gemacht. Die nächsten Meisterschaften kommen bestimmt und vielleicht klappt´s dann. Semesterende - und eigentlich auch Klausurphase. Aufgrund des derzeitigen Wissensstandes in Mathe haben wir entschieden, die Klausur auf das nächste Semester zu verschieben. Die Klausurzulassung hatten wir zu dem Zeitpunkt bereits und die kann uns auch keiner mehr nehmen. Und diese Entscheidung war auf jeden Fall richtig. Im zweiten Anlauf bei einem anderen Dozenten hab ich nun auch Analysis weitestgehend verstanden. Mal sehen, was die Klausur Ende März bringt. Oktober 2008: Das erste Oktober-Wochenende haben wir in Hamburg verbracht. Hintergrund ist, dass ich kurz bevor ich Patrick kennen gelernt habe, eine Reise gebucht hatte für 2 Wochen. Dazu hatte ich natürlich keine Lust, als ich dann in festen Händen war. Alleine in Urlaub fliegen macht mir keinen Spaß. Das Reisebüro war sehr kooperativ und wir konnten für den Preis der Anzahlung etwas anderes buchen. Also ist die Wahl auf Hamburg gefallen. Zum Zeitpunkt der Buchung wussten wir zwar nicht, dass dort die Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit stattfinden, aber schlimm war das nicht. Das Wochenende war toll und das Hamburg-Fieber hat uns gepackt. Das nächste Mal kommt bestimmt. Außerdem hatte diesen Monat mein Kollege und sein Zwillingsbruder Geburtstag. Da sie aus Polen kommen und beide mittlerweile wieder dort sind, konnte ich ihnen nicht persönlich gratulieren. Dank der modernen Kommunikationstechnik heutzutage ist es möglich, relativ kostengünstig auch mit Freunden in Polen Kontakt zu halten. Und das ist auch gut so! November 2008: Meine Cousine hat geheiratet am 1. November. Wirklich ein tolles Paar. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch und einen tollen Jahreswechsel für Euch - der erste als Ehepaar! Ich wünsche Euch immer das nötige Verständnis füreinander, vor Allem wenn es mal nicht gerade Höhen gibt, und eine tolle Zeit zusammen. Möge Euer Zusammenleben aus vielen Höhen und wenig Tiefen bestehen. Ich habe im November meinen ersten James-Bond-Film gesehen. Ja, tatsächlich - ich habe noch nie vorher das Verlangen gehabt, James-Bond-Filme zu sehen. Und ich kann jetzt sagen: ich hatte vorher nichts verpasst. Der Film hat mir nicht gefallen. Im November hat Patrick Geburtstag und ich habe den Tag geplant. Zuerst waren wir frühstücken, dann in Elspe zur Dinnershow. anschließend dort übernachtet und am nächsten Tag haben wir die Atta-Höhle besichtigt. Es waren 2 tolle Tage, die auch Patrick gefallen haben. Ich habe selten vorher so viel Schnee gesehen. Es war das erste Wochenende mit richtig viel Schnee in diesem Winter. Aber Patrick hat die Fahrt wirklich super gemeistert. Ich hätte aufgegeben und wäre zurück gefahren, glaube ich. Und zum guten Schluss am 29. November habe ich an der BEC Vantage Prüfung in Köln teilgenommen. Wieder ein Teilziel erreicht, auf das ich mich fast ein Jahr vorbereitet habe. Die Ergebnisse bekomme ich Ende Januar. Mein Gefühl sagt mir, dass ich bestanden habe - hoffentlich! Danke an meine Prüfungspartnerin von der mündlichen Prüfung. Wir haben uns sofort gut verstanden und sind seit der Prüfung in Kontakt geblieben. Wir haben das super zusammen hinbekommen. Schöner Zufall, dass wir uns begegnet sind. Ich freu mich, Dich wiederzusehen. Danke auch an den Englischtrainer, der mir von der RWE Academy vermittelt wurde. Die Vorbereitung hat Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. Dezember 2008: Wahnsinn, das Jahr ging echt schnell vorbei. Wie üblich vor Weihnachten: Weihnachtsmarktbesuche und Weihnachtsfeiern und nochmal eben schnell den einen oder anderen Bekannten/ die eine oder andere Bekannte treffen, die man lange nicht gesehen hat. Leider sind es immer so wenige Tage vor Weihnachten, an denen man noch Zeit hat. Aber das nächste Jahr kommt bestimmt mit 365 neuen Tagen. Mitte Dezember waren wir mit Patrick´s Eltern Gans essen. Das erste Mal, dass ich Gans gegessen habe. Und es war so lecker, dass ich sie direkt wieder essen möchte. An dieser Stelle danke für die Einladung, es war eine tolle Idee. Kurz vor Weihnachten habe ich mich dann nochmal mit meiner lieben Freundin getroffen, die gerade hochschwanger ist. Ich wünsche Dir einen schönen Jahreswechsel und eine tolle Zeit der Vorfreude. Halt durch - und freu Dich drauf. Danke für die Einladung zum Frühstücken. Es war ein toller Vormittag und ich habe mal wieder gemerkt, dass wir uns viel zu selten treffen. Die Zeit verging wie im Fluge. Fazit: Es war ein sehr turbulentes Jahr mit vielen neuen Entscheidungen, neuen Wegen und neuen Menschen, die meinen Weg gekreuzt haben und mich hoffenltich noch lange begleiten. Danke an alle, die mich das Jahr über begleitet haben. Auch musste ich mich von einigen Leuten verabschieden, die entweder aufgrund der Entfernung oder auch aufgrund des Jobs oder sonstigen Gründen keinen oder nur ganz sporadischen Kontakt mit mir halten wollten/ konnten. Auch Euch danke ich für die Zeit, die Ihr mich auf meinem Weg begleitet habt. Ich würde mich freuen, wenn wir uns wieder sehen und auch in Kontakt bleiben. Ganz besonders danke ich denjenigen, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen, wenn ich Fragen hatte, die ich mir selbst nicht beantworten konnte. Besonderer Dank gilt an erster Stelle Patrick, der an meiner Seite ist, ob in guten oder schlechten Zeiten. Er hält zu mir und ist für mich da, wenn es nötig ist. Er schafft es immer wieder, mich zum Lachen zu bringen, egal wie aussichtslos es scheint. Das klingt jetzt vielleicht schlimm - nein, nein, es war nie richtig aussichtslos; aber es kam schon oft vor, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht sah. Und er blickte dann objektiv auf die Sache und hatte das richtige Wort zur richtigen Zeit (wenn er denn mal was sagt - er ist ja sonst eher schweigsam ;-) Hier passt der Satz: Ein Mann, ein Wort; eine Frau, ein Wörterbuch! :-) Als nächstes danke ich meiner Mutter. Sie beantwortet meine SMS zu jeder Tages- und Nachtzeit. An dieser Stelle danke dafür. Ich bin ja eher ungeduldig - daher brauche ich manchmal sofort eine Antwort auf meine Frage. Und wenn mir irgendwas nicht einfällt, was ich aber jetzt wissen will, ist sie die richtige Ansprechpartnerin. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass sie alles weiß und sich an alles erinnert. Zumindest an das, was ich wissen will. ;-) Meinen Geschwistern, besonders meiner Schwester, die ich dieses Jahr viel zu oft vernachlässigt habe. 2009 werde ich mir mehr Zeit nehmen! Patrick´s Eltern gilt der Dank - dass Ihr für uns da seid, Verständnis habt, wenn wir wieder mal "nur kurz" vorbeikommen können und auch so selten bei Euch waren im vergangen Jahr. Und nicht zuletzt: Danke für die tollen Rezepte und die Gastfreundschaft! Ich hab´ mich von Anfang an gut aufgenommen gefühlt bei Euch. Ein besonderer Dank gilt Marina und Melanie, die es ermöglichen, dass wir in Urlaub fahren können und sich dann liebevoll um unsere Katzen kümmern. Vielen Dank dafür. Meinen Freunden, denen ich ebenfalls zu wenig Zeit gewidmet habe, weil ich viel zu oft mit anderen Dingen beschäftigt war, die natürlich auch wichtig sind (z. B. Job, Studium), aber die nicht alleine zum Glück verhelfen. Manchmal habe ich auch die falschen Prioritäten gesetzt, wie sich im Nachhinein herausstellte. Das habe ich durch Euch erst richtig kapiert. Es geht nichts über gute Freunde. Ich freu´ mich, dass der Kontakt weiter besteht. Bis bald! Namentlich erwähnen möchte ich hier Jens, Janina und Sascha, denen ich dafür danken kann, dass die Freundschaft noch nicht zerbrochen ist, obwohl eine zeitlang Funkstille herrschte. Danke, dass Ihr Euch immer noch bei mir meldet und den Kontakt nicht abbrechen lasst. Dank Euch hatte ich eine echt tolle Zeit in Dortmund! Torsten - dem ich einfach so danke sagen möchte; für die hilfreichen Tipps und einfach nur so! Renata und Kristof - danke für den schönen Abend im Pfannkuchenhaus in Witten und danke für die türkischen Lira. Schade, dass wir uns so selten getroffen haben - wir freuen uns schon auf nächstes Mal. Meinen Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, die im Laufe des Jahres zwar andere geworden sind, denen ich allen dankbar bin - den neuen und den vorherigen. Ich habe von allen etwas gelernt und blicke gerne auf die Zeit zurück - und auch gerne in die Zukunft. In einem so großen Konzern trifft man sich immer wieder, davon bin ich überzeugt. Ich hoffe, dass ich mit denen, die nicht mehr in diesem Konzern arbeiten, den Kontakt halten kann und dass wir uns wieder sehen - irgendwann und irgendwo bestimmt. Besonders gefallen hat mir die Zeit in der Abteilung Strukturierung (die Arbeit in dem Team hat mir wirklich Spaß gemacht und das habe ich Euch zu verdanken). So ein Team noch einmal zu bekommen, ist sehr unwahrscheinlich. Auch wenn wir jetzt in verschiedenen Abteilungen arbeiten, bin ich sicher, dass der Kontakt aufrecht erhalten bleibt. Ich werde meinen Beitrag dazu leisten. Ihr seid klasse! Auch danke ich meinen zahlreichen Familienangehörigen und wünsche mir, dass es mal ein großes Familientreffen gibt, bei dem wir uns alle sehen. Wahrscheinlich bleibt es bei diesem Wunsch - aber die Hoffnung sollte ja nie aufgegeben werden. Allen Bekannten und Verwandten, die ich hier nicht besonders erwähnt habe und allen, die mein Leben bereichert haben - dazu zählen meine Chefs, meine Mentoren im Studium, besonders Herrn Dr. Teschke und Herrn Mahr, meinen Mitstudenten, usw. Danke! Danke an Mara Hages von Mara Luna Leverkusen, bei der ich meine Massage gerne genieße. Nicht zuletzt bedanke ich mich bei meinen Blog-Lesern, die dafür sorgen, dass meine Seite bei manchen Themen so hoch oben in der Google-Suche steht. Das wäre ohne Euch nicht möglich gewesen. Allen, die dies lesen, wünsche ich einen tollen Jahreswechsel. Mögen die eigenen Wünsche und Ziele in Erfüllung gehen. Auf ein neues Jahr! Mal sehen, was es bringen wird. Optimismus und Gesundheit ist das Wichtigste.
Sonntag, 10. August 2008
Ich habe am Mittwoch, dem 6. August, meine Mitgliedschaft im DRK Dortmund freiwillig beendet. Nein - ich bin nicht rausgeflogen. Ich habe es aus der eigenen Entscheidung heraus getan. Ihr fragt Euch jetzt bestimmt, warum. Das ist gar nicht so leicht zu sagen. Für eine solche Entscheidung gibt es immer mehrere Gründe. Ein ausschlaggebender Grund ist natürlich die Entfernung zwischen Wohnort und Ort der DRK-Gemeinschaft. Das sind 70 km. Der Zeitaufwand spielt eine weitere Rolle bei einer solchen Entscheidung. Seit ich im April das Studium begonnen habe neben dem Job, ist Freizeit schon fast ein Fremdwort geworden. Und dann soll ich diese freie Zeit auch wieder mit "Arbeit" verbringen? Klar ist es auch irgendwo ein Hobby, aber ich konnte es nicht richtig als Hobby bezeichnen. Ich erinnere mich noch, als ich zum ersten Mal zum DRK kam. Da sagte mir der Helfer, mit dem ich als erstes gesprochen habe: "Am Interessantesten sind die BVB-Dienste, da passiert wenigstens mal was." Ich konnte diese Aussage nicht ganz verstehen, denn ich bin der Meinung, dass es gut ist, wenn nichts passiert und es allen gut geht. Klar kann man nur sein Gelerntes anwenden, wenn etwas passiert. Trotzdem sollte jeder von uns froh sein, wenn nichts passiert und die Menschen gesund und unverletzt sind. Mein ursprünglicher Wunsch, um dem DRK beizutreten, war, dass ich bei der Blutspende unterstützen wollte. Das hab ich in Arnsberg vorher auch schon öfter gemacht, als ich Blutspendetermine bei meinem Arbeitgeber organisiert habe. Dann wurde mir gesagt, was das DRK noch alles macht und ich habe mich entschieden, die Rettungshelfer-Ausbildung zu beginnen. Trotzdem habe ich mich bei der Unterstützung der Blutspende wohler gefühlt und habe das lieber gemacht. Na ja - durch die Ausbildung zur Sanitäterin, die ich im April 2008 abgeschlossen habe, entstehen dann auch gewisse Pflichten im DRK, nämlich, auf Sanitätsdiensten als Helfer dabei zu sein. Diese Erfüllung der Pflichten fiel mir von Mal zu Mal sehr schwer, weil ich jedes Mal, wenn ein Patient kam, nervös wurde. Klar hab ich richtig gehandelt und wusste, was ich tue - aber es ist halt jedes Mal im schlimmsten Fall ein Menschenleben, was von meinen Maßnahmen abhängt. Es gibt viele, die gehen so selbstsicher an die Sache ran und machen so auch einen sehr guten Job. Und klar gibt es immer noch jemanden, der über mir ist und im Zweifelsfall verantwortlich ist. Trotzdem habe ich bereits im Unterricht zur Sanitäterin gehört: "Solange alles gut läuft und der Patient lebt, ist alles ok. Doch wenn etwas schief geht, dann muss sich jeder dafür verantworten." Und ich habe mich dann jedes Mal gefragt, was passiert, wenn ich mal etwas falsch mache. Daran konnte ich also auch noch erkennen, dass es nicht das Richtige für mich war. Und um die Unsicherheit bei Seite zu schieben, hilft es mir auch nicht, eine rote Jacke anzuhaben. Es gibt ja leider auch genug Leute, die meinen, sie wären die Götter und könnten alles erledigen, sobald sie eine rote Jacke anziehen. Auch das habe ich in meiner Ausbildung gelernt: Denn ein gewisses Maß an Vorsicht und Hinterfragen ist immer geboten, bevor ich eine Maßnahme erledige. Denn schon Blutzuckermessen ist streng rechtlich genommen Körperverletzung - aus diesem Grund muss immer der Patient vorher informiert und um Einverständnis gefragt werden. Bei Bewusstlosen ist es etwas Anderes. Da geht man davon aus, dass der Patient jede lebenserhaltende oder -verlängernde Maßnahme bewilligen würde. Das nennt man dann "Geschäftsführung ohne Auftrag", was allerdings nur dem Arzt zusteht, der als höchst Ausgebildeter an einer Unfallstelle die Verantwortung trägt - auch für das Handeln der Helfer, denen er dann zu sagen hat, was zu tun ist. Trotzdem darf jeder nur das tun, wo er sich sicher ist und was er gelernt hat. Ich hätte ja auch nur bei der Blutspende unterstützen können und mich für Sanitätsdienste abmelden: Ja, stimmt - allerdings sind viele Blutspendetermine wochentags und beginnen um 15 oder 16 Uhr. Da überschneiden sich dann mein Job, mit dem ich meinen Lebensunterhalt verdiene, und mein Hobby. Passt also auch nicht zusammen. Deshalb habe ich die Entscheidung getroffen, das Deutsche Rote Kreuz zu verlassen, habe meine Dienstkleidung abgegeben und meinen Austritt schriftlich erklärt. Die Urkunde, dass ich die Sanitäter-Ausbildung gemacht habe, bekomme ich noch. Ist ja nicht schlecht, so etwas dokumentiert zu haben. Wer weiß, wofür man es noch gebrauchen kann? Mein Fazit: Wenn man mit Leib und Seele dahinter steht, dann kann man als Helfer im Deutschen Roten Kreuz viel Gutes tun. In meinem Fall hilft es allen Beteiligten nicht, wenn ich nur halbe Sachen machen kann aufgrund von Zeitmangel und Entfernung. Dann lieber Platz machen für andere Helfer, die mehr Zeit haben. Trotzdem war es eine schöne Zeit und ich habe viel gelernt. Und vor Allem habe ich Patrick dort kennen gelernt - schon alleine deshalb, aber auch aus vielen anderen Gründen - bereue ich meine Mitarbeit im DRK nicht.
Mittwoch, 11. Juni 2008
Nein, nicht getrunken - sondern gespendet :-) Heute habe ich bei der Blutspende meiner DRK-Gemeinschaft als Helferin unterstützt. Ich war für die Anmeldung der Blutspenderinnen und Blutspender zuständig. Die Blutspende fand im Gemeindehaus in Dortmund-Wellinghofen statt. Zuerst waren die Besucherzahlen eher schleppend, aber letztendlich hatten wir doch 72 Spender in 3 Stunden - das ist ein gutes Ergebnis. Der Ablauf einer Blutspende ist wie folgt: - Anmeldung: Scannen des Blutspendepasses und Aufnehmen des Hausarztes - Ausfüllen eines Formulars zu Vorerkrankungen und ärztlichen Behandlungen sowie Ausschluss der Zugehörigkeit zu verschiedenen Risikogruppen - Messen des Hb-Wertes (Hämoglobinwertes: zeigt den Eisengehalt im Blut an) und der Temperatur - Blutdruckmessen und Klärung der Spendefähigkeit durch den Arzt/ die Ärztin - Blutspende - Ruhephase (10 Minuten) - Stärkung bei belegten Brötchen und Kaffee oder Kaltgetränken Der gesamte Zeitaufwand liegt bei ca. 45 Minuten. Ich gehe gerne und mit Überzeugung Blutspenden - und zwar ohne dafür Geld zu nehmen. Es gibt immer mehr Leute, die ihr Blut "verkaufen", denn in Kliniken bekommt man teilweise Geld für die Blutspende. Das würde ich gar nicht machen - ich spende gerne, weil ich weiß, dass ich Menschen damit helfen kann; aber dafür nehme ich doch kein Geld. Ich muss doch auch nicht bezahlen, dafür, dass ich leben kann und darf. Und als ehrenamtliche Mitarbeiterin im DRK spende ich natürlich bei meinem Verein - und nicht irgendwo anders. Und ich muss sagen, dass es auch mir richtig gut tut, regelmäßig Blut zu spenden. Es war jetzt meine 27. Blutspende und auf keinen Fall meine letzte. Ich gehe, so oft ich darf - das ist bei Frauen 4 mal pro Jahr und bei Männern 6 mal pro Jahr. Für mich selbst bringt es, dass das Blut sich regelmäßig neu aufbauen muss und somit nicht so schnell Ablagerungen angesammelt werden. Je mehr Menschen Blut spenden gehen, umso besser. Gerade in der Sommerzeit fehlt es dem DRK immer an Blutkonserven, aufgrund der Urlaubszeit. Hoffentlich konnte ich den einen oder anderen Leser und natürlich auch Leserinnen von den Vorteilen der Blutspende überzeugen. Schadet nicht - aber hilft viel! Fragen könnt Ihr gerne an mich stellen - ich spende jetzt genau seit 10 Jahren Blut und kann somit schon einiges an Wissen diesbezüglich weitergeben.
Sonntag, 25. Mai 2008
....geht nicht, hat mein Opa immer gesagt. Und deshalb musste ich mich entscheiden. Gestern hat ein Kollege aus meiner Abteilung bei RWE sowie unsere Freunde Yvonne und Tobias vom DRK Dortmund aus meiner Gemeinschaft geheiratet. Von Yvonne und Tobias die Einladung hatten Patrick und ich schon sehr lange und haben auch schon Anfang April dort zugesagt. Unseren Urlaub haben wir so geplant, dass wir rechtzeitig einen Tag vor der Hochzeit zurück sind. Die Hochzeit meines Arbeitskollegen wäre auch interessant gewesen, da hier ein katholischer und ein griechisch-orthodoxer Pfarrer die Trauung durchgeführt haben. Da man sich aber leider nicht teilen kann, war es nicht möglich, an beiden Trauungen teilzunehmen. Ich hoffe, dass ich nach meinem Urlaub erzählt und gezeigt bekomme, wie es war und dass meine Kollegen Fotos gemacht haben. Die Hochzeit, auf der wir waren, war aber auch sehr interessant, da es eine konfessionsverbindende Eheschließung (wie der evangelische Pfarrer sich ausdrückte) war. Der Pfarrer hat ein paar sehr interessante Denkanstöße gegeben. Er hat z. B. die Frage gestellt, warum es Brautpaar heißt. Tja wirklich interessante Frage. Warum nicht Bräutigampaar? Der Trauspruch aus dem ersten Korintherbrief von den Beiden war auch wirklich schön: "Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen." Dazu sprach der Pfarrer nicht nur von der Liebe zwischen einem Ehepaar sondern auch von der Nächstenliebe. Er hat die anwesenden Gäste aufgerufen, dem Ehepaar auch mit der Nächstenliebe zur Seite zu stehen, wenn sie mal nicht mehr weiter wissen. Weiterhin hat er darauf angesprochen, dass es ja in der modernen Zeit kein "Vergehen" mehr ist, wenn sich zwei Menschen mit verschiedenen Konfessionen (evangelisch und katholisch) für das gemeinsame Leben entscheiden. Die Kirche muss sich meiner Meinung nach auch ein bisschen öffnen und konfessionsübergreifend oder wie der Pfarrer es so schön ausdrückte konfessionsverbindend aufgeschlossen sein. In manchen Kirchen hat man das schon daran gemerkt, dass nicht nur die alten Lieder aus dem Gesangbuch gesungen werden, sondern dass in immer mehr Kirchen das Buch "Singt dem Herrn" ausliegt und regelmäßig Lieder aus diesem moderneren Buch gesungen werden. Ich mag diese Lieder sehr und habe mir nach gestern vorgenommen, wieder öfter in die Kirche zu gehen. Wie viel oder wenig die Gläubigen glauben, bleibt doch jedem selbst überlassen und kann auch nicht nachgewiesen werden. Ich weiß nicht, wer Gott ist und wo er ist. Allerdings habe ich schon oft gespürt, dass ich nicht da bin, denn in manchen Situation, in der ich nicht mehr weiter wusste, hat sich wie von selbst aufgelöst und mir einen Weg gezeigt. Es muss eine Kraft geben, die mir weiterhilft, wenn ich nicht weiß. Woher sie kommt und wann genau sie bei mir ist, weiß ich nicht. Es ist nur interessant, dass manche Dinge wie von selbst und ohne mein Zutun geschehen. Wochenlang zergrübele ich mir den Kopf, wie ich mich für was entscheiden soll und eines Tages liegt die Entscheidung direkt vor mir. Ich glaube an diese scheinbar übersinnliche Kraft. Ein weiterer sehr schöner Abschnitt ist mir in der Erinnerung geblieben. Und zwar hat der Pfarrer gefragt: "Ist Euer Standesbeamer hier"? Nachdem es von beiden verneint wurde, hat er gesagt, dass es bei der Eheschließung ein "Außen" und ein "Innen" gibt. "Außen" war vor mehr als einem Jahr beim Standesamt. Das zeigt nach außen hin, dass sie jetzt verheiratet sind und die gesetzlichen und steuerlichen (falls es die noch gibt) Vorteile nutzen können. Das "Innen" dagegen ist das "Ja-Wort" zueinander, immer zusammen zu halten und für den Anderen da zu sein. Das bedeutet ja bei Weitem mehr, aber das Formale gehört auch dazu. In Polen z. B. gibt es keine standesamtliche Hochzeit. Da ist die kirchliche Hochzeit auch gleichzeitig die formelle Eheschließung. Für mich bedeutet die kirchliche Hochzeit viel mehr als die standesamtliche, denn wenn ich mal heirate, möchte ich auch diese übersinnliche Kraft namens Gott mit in den Ehebund aufnehmen. Noch dazu ist die kirchliche Hochzeit viel feierlicher als die standesamtliche. Daher trifft es die Beschreibung "Außen" und "Innen" aus meiner Sicht auf den Punkt. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich wünsche allen Paaren, die gestern geheiratet haben, besonders denen, die ich kenne, dass ihr gemeinsamer Lebensweg genauso schön wird wie der gestrige - hoffentlich unvergessene - Tag. Möge Euch dieser Tag immer wieder verbinden und mögt Ihr das Versprechen, dass Ihr Euch gestern gegeben habt, immer aufrecht erhalten wird. "Die Ehe ist eine Brücke, die man täglich neu bauen muss, am Besten von beiden Seiten."
Dienstag, 6. Mai 2008
Letzten Freitag hatte ich meinen zweiten Praktikumstag von insgesamt 10, um mich danach Rettungshelferin nennen zu dürfen. Der Brückentag hat sich dazu ja förmlich angeboten. Was soll man auch sonst machen, wenn man mal frei hat :-) Dieses Mal wurde ich freundlicher begrüßt - klar, es waren auch wieder andere Leute da. Die Schichten werden ja immer unterschiedlich verteilt und da es viele Rettungsdienstkolleginnen und -kollegen gibt, ist es wahrscheinlich selten, dass ich zweimal eine Praktikumsschicht mit den gleichen Kolleginnen und Kollegen fahre. Aber das ist ja auch einerseits gut, da ich dann von allen die Erfahrungen mitbekomme und jeder wieder neue Tipps für mich hat. Dieses Mal war der Fahrer des Rettungswagens ein sehr erfahrener Kollege, der hauptamtlich als Rettungsdienstmitarbeiter tätig ist. Ich habe sehr viel von ihm gelernt. Zuerst hat er mir Theorie sehr ausführlich erklärt, z. B. den Aufbau des Rettungsdienstes in Dortmund, die Technik, die hinter dem Notruf steckt, wie die Alarmierung der ortsansässigen Rettungswagen erfolgt, usw. Das war schon sehr, sehr spannend. Danach ging es dann an die Praxis. Ich habe gezeigt bekommen, wie man die Trage aus dem Rettungswagen heraus nimmt und was es bedeutet, die Trage transportbereit zu machen und auch welche Transportmöglichkeiten es noch gibt. Es gibt ja nicht in jedem Haus einen Aufzug und auch nicht schöne breite Treppenhäuser. Die korpulenten Menschen wohnen meistens in der obersten Etage ohne Aufzug - so viel habe ich mir schon sagen lassen. Es gibt einen speziellen Stuhl (Evak-Chair), mit dem man Patienten Treppen heruntertransportieren kann, der ein Band angebracht hat, das über die Treppenstufen führt. Ich konnte es mir noch nicht mal vorstellen, als ich den Stuhl gezeigt bekommen habe, wie es funktionieren könnte. Man muss es mal gesehen haben. Tja... und nach der Theorie kommt immer die Praxis. Bei dem nächsten Einsatz durfte ich also alleine die Trage vorbereiten und der erfahrene Rettungshelfer sagte danach zu mir: "Alles richtig gemacht". Also - ich habe gelernt und umgesetzt. Später wurde mir dann noch gezeigt, wo sich die Ersatz-Sauerstoffflasche, die Schaufeltrage, das Tragetuch, die Vakuummatratze und die Vakuumschienen befinden. Das ist meistens die Aufgabe des Praktikanten, so etwas zu holen und entsprechend vorzubereiten. Also darüber weiß ich jetzt auch schon mal Bescheid. Hoffentlich kann ich das auch bis zum nächsten Praktikumstag behalten. Das ist ja immer das Problem, wenn man die Schichten tatsächlich auf mehrere Wochen/ Monate verteilt. Herzlichen Dank auf diesem Wege an die geduldigen und erfahrenen Kollegen, die mir so viel erklärt haben. Sie haben wieder mal das Vorurteil/ die Vorinformation, die ich bekommen habe, ausgehebelt, dass hauptamtliche Kollegen angeblich keine Lust hätten, mir etwas zu erklären. Ganz im Gegenteil - die Erfahrung hat sich bemerkbar gemacht und ich habe dadurch viel gelernt, soweit ich es einschätzen kann.
Samstag, 26. April 2008
Gestern hatte ich den ersten Praktikumstag meiner Rettungshelfer-Ausbildung auf einer Rettungswache in Dortmund. Insgesamt sind es 10 Schichten, die ich als Praktikant absolvieren muss. Es fing alles an mit einer nüchternen und sachlichen Begrüßung von der Person, die dort auf der Wache saß. Vorgestellt hat er sich leider nicht. Mein erster Gedanke war also: ich möchte am Liebsten wieder gehen. Zum Glück zog sich das aber nicht durch den ganzen Tag. Als die RTW-Besatzung zum Dienstbeginn kam, waren sie zu mir sehr freundlich. Die Rettungsassistentin hat mir den Inhalt des RTW´s ´gezeigt und erklärt, ich durfte das EKG ausprobieren bei ihr, Blutzucker messen üben und vieles Andere selber ausprobieren (Notfallkoffer, Sauerstoffgerät und EKG-Gerät aus der Halterung nehmen, die Trage heraus- und hereinschieben und sie fixieren). Gut dafür war, dass wir am Vormittag Zeit hatten. Ab Mittag, nachdem sie mir alles erklärt hat, kamen dann die ersten Einsätze mit dem Rettungswagen. Für mich war es erstmal eine aufregende Situation, weil ich sowas ja noch nie vorher mitgemacht habe. Ich durfte das am Vormittag Erlernte dann auch schon mit anwenden und den Rettungsassistenten und dem Notarzt verschiedene Dinge vorbereiten. Woran ich mich noch gewöhnen muss, ist mit dem Patienten zu reden und ihn zu betreuen während der Fahrt. Die medizinischen Maßnahmen sind bereits bei mir als Wissen vorhanden, jetzt gilt es nur noch, die fehlende Erfahrung zu überbrücken und mir die Reihenfolge der Maßnahmen einzup/ eine Patientin? Dieses Einschätzen dauert vielleicht noch ein bisschen. Das Feedback der RTW-Besatzung von gestern war, dass ich mich für den ersten Tag nicht zu dumm angestellt habe und ich das auf jeden Fall lernen werde. Sie meinten, dass ich das schon ganz gut gemacht habe und der erste Tag mehr aus Zugucken als aus selber machen besteht. Somit kann ich mit dem zufrieden sein, was ich schon machen durfte. Mein persönliches Fazit: Meine ängstlichen Gedanken vorher waren relativ unbegründet. Und auch das Vorurteil, das mir gesagt wurde "Die Hauptamtlichen haben keine Lust, Dir etwas zu erklären. Deshalb fahr lieber mit Ehrenamtlichen" hat sich auch nicht bestätigt. Ich denke, dass dieses Vorurteil insgesamt unbegründet ist. Denn die Hauptamtlichen, mit denen ich gestern gefahren bin, waren genauso motiviert wie die Ehrenamtlichen. Ich fand sie sogar sehr menschlich und auch hilfsbereit. Bei den Ehrenamtlichen fällt mir immer wieder auf, dass sie dieses Amt sehr wichtig nehmen und stolz sind, die rote DRK-Jacke tragen zu dürfen. Für die Hauptamtlichen ist das normal und ein tägliches Erlebnis, sodass meine Einschätzung ist, dass sie etwas mehr Routine und Selbstverständnis an den Tag legen. Aber das ist meine rein subjektive Wahrnehmung. Beide Gruppen machen ihren Job und das gut. Sie haben alle eine gute Ausbildung und sind bestens gerüstet, um Patienten zu retten. Der Tag war für mich ein total neues und anderes Arbeiten. Es hat mir Spaß gemacht, ich habe viel gelernt und glaube, dass ich dort noch viele Erfahrungen sammeln kann. Danke an alle Beteiligten, die mich unterstützt, mir Mut gemacht haben, dafür gesorgt haben, dass ich mein Praktkikum machen kann und auch natürlich die freundlichen Rettungsassistenten vor Ort, die mir geduldig viele Dinge gezeigt und auch vorbereiten lassen haben. Wenn die nächsten Praktikumstage genauso gut werden, dann bin ich sehr zufrieden und kann ein durchweg positives Fazit ziehen. Trotzdem stehe ich immer noch mit dem notwendigen Respekt dieser Aufgabe gegenüber. Meine ängstlichen Gedanken sind nicht vollständig verschwunden, denn ich weiß nie, wie ich auf die verschiedenen Patienten reagiere. Jeder Einsatz ist anders und natürlich ist auch die persönliche Verfassung jeden Tag anders. Heute kann man etwas ganz gut vertragen - und am nächsten Tag kann man es total nicht sehen/ hören/ riechen. Ich denke, dass diese Phasen auch total menschlich sind und das auch vielen erfahrenen Kräften so geht. Außerdem habe ich von einigen auch schon gehört, dass es nicht falsch ist, einen gewissen Respekt der Aufgabe gegenüber zu bringen, denn sonst ist man sich zu sicher und es unterlaufen auch schnell Fehler, die man nicht bedacht hat. Lieber vorsichtig, gewissenhaft und einmal mehr fragen als einmal zu wenig. Immerhin hängt in manchen Fällen Menschenleben davon ab. Weitere Berichte folgen.
Samstag, 5. April 2008
Juhu - ich habe die Prüfung bestanden. Heute war die praktische Prüfung zur Rettungshelferin. Die schriftliche Prüfung war am Donnerstag. Die Ergebnisse haben wir heute bekommen, nachdem alle Teams die Prüfung abgelegt haben. Mein Prüfungspartner und ich waren das erste Team. Nach der Reanimationsprüfung inkl. AED-Prüfung musste mein Prüfungspartner ein Medikament aufziehen und die Infusion und ich die Intubation vorbereiten. Anschließend wurden uns beiden noch Fragen gestellt. Mein Thema war Pseudo-Krupp-Husten und seins war Herzinfarkt und Herz. Ich hätte mir so sehr ein anderes Thema gewünscht. Zu jedem hätte ich mehr sagen können als dazu. Aber ein bisschen Glück gehört auch dazu, aber es hätte schlimmer kommen können. Anschließend noch ein paar kurze Fragen zum Bewusstsein, und wir waren fertig damit - mit einem komischen Gefühl. Ob wir es geschafft hatten, wussten wir nicht genau. Nun war Warten angesagt. Ein paar Kleinigkeiten fielen uns sofort ein, die besser laufen könnten, aber im Großen und Ganzen war unsere Zusammenarbeit aus unserer Sicht ok. 6 Teams kamen noch nach uns. Am frühen Nachmittag wurden wir dann noch mal in den Prüfungsraum gerufen - endlich. Meine Ergebnisse: Schriftliche Prüfung - Note 3; Praktische Prüfung - Note 3; Gesamt: Note 3 Ich bin zufrieden: Bestanden ist bestanden. Ab heute darf ich mich Sanitäterin nennen und eigenverantwortlich bei Sanitätsdiensten eingesetzt werden. Es folgen noch 80 Stunden Rettungswachenpraktikum, bei dem ich auf Rettungs- bzw. Krankenwagen als Begleiterin mitfahren werde. Damit beginnt dann erst die richtige Praxis in der Realität, denn nun fängt das Lernen erst an. Die Fallbeispiele im Kurs waren halt alle gestellt und mehr als Prüfungsvorbereitung als Vorbereitung auf die Realität zu sehen. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Rettungswachenpraktikums darf ich mich dann Rettungshelferin nennen. Ein Krankenhauspraktikum müssen wir nicht absolvieren, obwohl es unter dem Link aufgeführt ist. Danke an alle, die mit mir für die Prüfung gelernt und Fallbeispiele geübt haben (besonders an die Rotkreuzleiter und alle anderen Beteiligten meiner Gemeinschaft); auch danke allen, die mir Glück gewünscht haben und die Daumen gedrückt haben. Hat sich gelohnt. Besonderer Dank an Patrick, der mich mental unterstützt hat, viel Geduld mit mir hatte, wenn ich mal wieder glaubte, es nicht schaffen zu können, weil ich etwas nicht verstanden habe, und dass er sich um den Rest in Wohnung und Haushalt gekümmert hat, während ich im Kurs saß.
Freitag, 4. April 2008
Gestern war die schriftliche Prüfung meiner Rettungshelfer-Prüfung. Obwohl ich im Radio hörte, dass 5 km Stau auf der A1 waren, die sich bei jeder Verkehrsdurchsage im Radio erhöhten, bis es letztendlich 12 km waren, bin ich trotzdem gerade noch pünktlich angekommen. 18:29 Uhr bin ich auf den Parkplatz gefahren. Dann haben wir erst eine Kurzinformation zum Rettungswachenpraktikum bekommen. 8 Schichten auf dem Rettungswagen (RTW) und 2 Schichten auf dem Krankenwagen (KTW) - insgesamt 60 Stunden - müssen erfolgen. 4 Einsatzberichte müssen davon erstellt werden. Ansprechpartner wurden uns auch benannt. Jetzt heißt es also nur noch: Prüfung bestehen und loslegen! Bis zum 22. Januar 2009 habe ich Zeit, das Praktikum zu absolvieren (1 Jahr ab Lehrgangsbeginn). Was ich für ein Gefühl nach der schriftlichen Prüfung habe, kann ich schlecht beurteilen. Ich hoffe, dass ich bestanden habe. Wie das immer so ist nach einer Prüfung - Lösungen werden verglichen, Meinungen gehen auseinander. Schade, dass wir nicht die Lösungen, sondern nur das Ergebnis bekommen. Aber letztendlich ist es mir auch egal. Hauptsache bestanden - nach der Note fragt nachher keiner mehr. Gelernt habe ich eigentlich genug, nach meiner Einschätzung. Aber das sehe ich erst bei der Prüfung. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wenn ich die praktische Prüfung abgelegt habe, bekomme ich auch das Ergebnis für die schriftliche Prüfung. Also bitte Daumen drücken, dass ich beides bestehe.
Sonntag, 9. März 2008
Das war das Thema im gestrigen Unterricht beim Rettungshelfer-Kurs. Ihr wundert Euch jetzt bestimmt, was man mit sozialer Kompetenz im Rettungsdienst anfangen will, stimmts? Meiner Meinung nach mindestens genauso wichtig wie die medizinischen Themen selbst. Es sollte auch auf jeden Fall in den jährlichen Fortbildungsplan als Pflichtfach aufgenommen werden. Denn viele "Randthemen", die nicht direkt medizinisch sind, werden ganz schnell vergessen und verdrängt. Wir müssen die Situation einschätzen, Verständnis für die Situation und das Verhalten des Patienten und der Angehörigen haben und dabei noch die richtigen und passenden Worte finden. Zusätzlich dazu müssen wir überblicken, ob unser Kollege vielleicht gerade mit dieser Situation überfordert ist und Unterstützung braucht. Nicht jede Notfallsituation ist jedermanns Sache. Gerade Unfälle mit Kindern erfordern da immer sehr viel Kraft und bei Maßnahmen, die aussichtslos waren raubt das schnell auch einem gestandenen Mann den letzten Nerv. Dabei müssen wir als Helfer einfach wissen, dass es keine Schwäche ist, mal Gefühle zu zeigen und zuzugeben, dass wir überfordert sind. Ich kenne viele, die so hart sind und sich so verhalten, als ob sie diese Notfälle komplett kalt lassen. Ich persönlich glaube das nicht, denn man guckt den Leuten nur vor den Kopf. Wie es ihnen innerlich geht, merkt man vielleicht erst auf den zweiten Blick und manchmal auch erst dann, wenn es schon zu spät ist. Nicht umsonst hören viele Helfer oder Helferinnen in jungem Alter auf, weil sie sich selbst überschätzt haben und nicht rechtzeitig eingestanden haben, dass sie manche Situationen als schwieriger empfinden als sie erwartet haben. Und dann muss man sich einfach mal jemanden suchen, der einem Rat geben kann, zuhört und Verständnis für die eigene Situation und das Erlebte hat. Womit wir schon beim Thema Kommunikation sind. Hierbei haben wir auch über das Vier-Seiten-Modell einer Nachricht gesprochen, das jeder von Euch bestimmt schon mal irgendwo gehört oder gesehen oder erlebt hat. Schönes Beispiel für dieses Vier-Seiten-Modell ist immer die Kommunikation zwischen Frau und Mann "Schatz, die Ampel ist grün". Dieser Satz kann zu einer großen Diskussion führen, wenn eine Kommunikationsstörung vorliegt. Aber zurück zum Thema: Woher sollen wir im Rettungsdienst wissen, ob mein Patient genau das versteht, was ich ihm sagen möchte? Daher sollten wir genau überlegen, was wir sagen. Auf keinen Fall Versprechen abgeben wie "Das wird alles wieder gut". Eine richtige Diagnose stellen kann und darf nur der Arzt. Daher können wir die Angehörigen und die Patienten beruhigen und ihnen angemessen zureden, unsere Arbeit gewissenhaft und professionell erledigen sowie die notwendigen Informationen erfragen. Fragen stellen ist immer ein gutes und sicheres Kommunikationsmittel. Denn wer redet, hat Atmung und Puls, ist also bei Bewusstsein, was die Sache meistens einfacher macht. Und wir können dabei wichtige Informationen erhalten, die wir an Arzt und Krankenhaus weitergeben. Aber auch Bewusstlosen erklären wir unsere Maßnahmen und sagen, was wir tun. Denn es gibt laut unserem Lehrgangsleiter viele Fälle, bei denen Bewusstlose sich an Worte und auch Verhalten der Helfer erinnern konnten. Das kann peinlich werden und sogar in Gerichtsverfahren verhandelt werden, wenn es verletzend oder unsachgemäß war. Wenn wir nicht genau wissen, was wir sagen soll, ist es immer noch besser nach dem Motto "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten" zu agieren, als irgendeinen Schwachsinn zu reden, was leider viel zu oft vorkommt.
Sonntag, 2. März 2008
Heute war der interessanteste Unterricht, seit ich den Rettungshelfer-Kurs belege. Es war eine gute Mischung aus Theorie und Praxis. Erst ganz zügig, aber verständlich, die Theorie hinter uns gebracht, um schnell mit der Praxis zu beginnen. Zuerst einmal Reanimation inkl. Absaugung vorbereiten, Sauerstoff anschließen, Intubation und Infusion vorbereiten. Das haben wir alle ganz gut erledigt. Anschließend gab es noch zwei große Fallbeispiele mit einigen Verletzten. Ich "durfte" eine Bewusstlose spielen, wurde aber von den Einsatzkräften gut versorgt. Im Großen und Ganzen: noch ein bisschen üben und wir sind gut für die Prüfung und zukünftige Sanitätsdienste gewappnet. Gut war auch, dass Patrick mich zu dem Unterricht begleitet hat (tja, eigentlich hat er mit einer AED-Einweisung gerechnet und war deshalb da - aber ohne Übungs-AED ist das schlecht). Aber mir hat es geholfen, dass er mit dabei war - denn das hat mir Sicherheit vermittelt, weil er mir öfter sagte, dass ich das richtig gemacht habe. Danke dafür. Ich bin überrascht, wieviel er von seinem eigenen Rettungshelfer-Kurs, der 6 Jahre zurück liegt, noch weiß. Das macht wahrscheinlich auch die Erfahrung. Respekt! Und zur AED-Einweisung muss er dann wohl oder übel nochmal mit, denn da wir im Auftrag des DRK handeln, müssen wir auf diese eigentlich selbst erklärenden Geräte eingewiesen werden. Jeder Otto-Normal-Verbraucher darf diese Apparate von der Wand nehmen, da sie idiotensicher sind und anfangen, mit uns zu sprechen, sobald wir sie öffnen. Aber als Fachkräfte benötigen wir die Einweisung - ist halt so. Kurze Erklärung, für die, die es nicht auf Anhieb wissen: AED = Automatischer externer Defibrillator.
Dienstag, 26. Februar 2008
Am Wochenende fand der Grundlehrgang "Technik und Sicherheit" vom DRK statt. Ich habe von Technik nicht wirklich viel Ahnung und war deshalb der Meinung, dass mir dieser Kurs nicht schaden kann.
Ok - geschadet hat er mir auch nicht. Aber weitergebracht hat er mich auch nicht. Nachdem wir am ersten Lehrgangstag 2,5 Stunden auf den Dozenten gewartet haben, fing es dann an mit Erklärung und Beschreibung des Werkzeugs. Und dann ging es an die Praxis: Wir durften alle mal einen Hammer, eine Säge, usw. in die Hand nehmen. Unglaublich... Als hätten wir so etwas vorher noch nie gesehen.
Immerhin habe ich erfahren, dass mein Freund ein EUP ist (elektrotechnisch unterwiesene Person), weil er eine elektrotechnische Ausbildung hat. Außer EUP´s darf niemand den Stecker stecken. Wir haben also nicht gezeigt bekommen, was wir dürfen, sondern erfahren, was wir nicht dürfen.
Jeder von uns hat dann eine Petroleumlampe zum Leuchten gebracht und gemeinsam haben wir ein Zelt aufgebaut - nach Leitfaden, den in der Praxis keiner benutzt. Also sehr theorielastig, das Ganze.
Als Teamassistentin bekomme ich auch ab und zu die Möglichkeit, mir in Meetings Präsentationen und Vorträge anzusehen. So einen schlechten Vortrag bzw. Lehrgang habe ich noch nie gehört - bis zum Wochenende. Text stur vom Zettel ablesen, ohne ein einziges Mal aufzustehen, Fachbegriffe anzuschreiben oder frei zu reden, ist für die Zuhörer total langweilig. Das wusste ich vorher auch schon, aber jetzt habe ich es auch mal "live" erlebt.
Alles in Allem: Man muss diesen Lehrgang belegen, um weitere Lehrgänge zu besuchen und in der Einsatzeinheit für eine Großschadenslage eingesetzt zu werden. Da es ein Grundkurs ist, sollte man auch nicht mit allzu hohen Erwartungen daran gehen. Wenn man keine Erwartungen hatte, kann auch nichts enttäuscht werden. Ich bin froh, dass ich diesen Lehrgang hinter mich gebracht habe.
Sonntag, 17. Februar 2008
.. und das in Sekundenschnelle. Ich rede von der Sprengung des Volkswohlbund-Gebäudes in Dortmund. Spektakulär, kann ich nur sagen, auch wenn ich nicht selbst dabei sein konnte, was ich ja schon etwas bedauerlich fand. Ich saß im Rettungshelfer-Kurs. Aber da war ich ja nicht die Einzige. Und glücklicherweise hatten wir heute Funkeinweisung. Die hatte ich zwar schon mal mitgemacht, aber heute war sie viel informativer und sinnvoller als letztes Mal, weil wir mehr gelernt haben. Das lag nicht zuletzt daran, dass wir heute den Unterricht direkt vor Ort bei der Gemeinschaft durchgeführt haben, die sich schwerpunktmäßig mit dem Funk beschäftigen. Wir hatten eine Auswahl an Funkgeräten da, um sie uns anzusehen und sie mal richtig einzustellen. Beim nächsten Mal geht es dann an die praktische Funkübung. Mal sehen, ob wir und das heute Gelernte auch gut eingeprägt haben. Zurück zum Thema: Gut, dass wir bei dieser Gemeinschaft waren, denn dort ist ein Fernseher vorhanden und um Punkt 12 Uhr haben wir in der Mittagspause das Fernsehen angeschaltet und uns das spektakuläre Ereignis angesehen, das zeitgleich ein paar Kilometer weiter in Dortmund geschah. Zu Hause angekommen, habe ich dann im Internet gesucht und bin auch auf das gestoßen, was ich eher lächerlich finde. Selten so gelacht. Manche Leute haben einfach eine Einschätzung, die leicht überheblich ist. Und wie man in der interessanten Diskussion dazu erkennen kann, finden das viele Andere auch. Also mir würde schon etwas einfallen, wenn ich meine Wohnung von 8 - 14 Uhr verlassen müsste. Und wenn die Mitarbeiter, die in dem neuen Volkswohlbund-Gebäude sitzen werden, diesen Artikel lesen, werden sie sich bestimmt gut überlegen, ob sie diese Arztpraxis aufsuchen oder lieber nicht. Ob er sich damit nun Freund oder Feind geschaffen hat, wird er sicherlich noch merken. Das ist ja nun nicht zuviel verlangt, denn es war ja auch schon Wochen vorher angekündigt. Besonders lustig an der ganzen Diskussion fand ich den Spruch "Dummheit frisst, Intelligenz säuft." In dem Sinne trink ich mir wohl jetzt mal ein Gläschen Wein. ;-)
Montag, 11. Februar 2008
Tja, das war wohl mal ne Klatsche - Schalke hat gegen BVB 3:2 gewonnen. Herzlichen Glückwunsch kann ich nur sagen. Bezüglich Patienten war es bei uns eher ruhig. Praxiserfahrung - na ja, das ist wohl was Anderes. Aber wir freuen uns ja, wenn es den Leuten gut geht. In der ersten Halbzeit hab ich ne kleine Bierdusche abbekommen - aber wenn es nur Bier ist, dann bin ich mehr als zufrieden. ;-)
Sonntag, 10. Februar 2008
...nein, ich bin nicht wieder ins Kindesalter zurück gekehrt. Ich habe von meiner DRK-Gemeinschaft eine Information bekommen, dass heute um 9:25 Uhr ein Beitrag über die Blutspende in der Sendung mit der Maus erfolgt. Hat also noch einen Vorteil, dass der Unterricht heute ausfällt. Als Blutspendebeauftragte durchaus interessant zu wissen, was mit dem gespendeten Blut weiter geschieht. Jetzt weiß ich also endlich, was mit meinen bis jetzt 26 Blutspenden passiert ist. Als jemand, der eine vergleichsweise seltene Blutgruppe hat, gehe ich so oft ich darf (4mal im Jahr). Männer dürfen sogar 6mal im Jahr. Also nix wie los.
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