Freitag, 3. Mai 2013
Heute schreibe ich mal über verschiedene Kurs-Angebote, die sich vorrangig an Mamas mit ihren Babys, teilweise aber auch an Väter, richten:
- Rückbildungsgymnastik: Diese Kurse sind für die Mamas nach der Entbindung, um den Beckenboden wieder zu stabilisieren und wieder etwas für die Muskeln zu tun unabhängig vom Tragen der Babys. :-) Die Teilnahme an 10 aufeinander folgenden Trainingstagen wird von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Dafür wird eine Teilnahmeliste geführt. Im Flyer vom Klinikum Leverkusen sind genauere Informationen zu finden. Der Kurs findet mittwochs statt, entweder um 17 Uhr oder um 18.15 Uhr und wird von 2 Hebammen im Wechsel geleitet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
- der Stilltreff im Klinikum Leverkusen: Hier wird unterschieden für den Mittwochs-Treff (Babys bis etwa 4 Monate) und den Donnerstags-Treff (5 -- 12 Monate), jeweils von 10 - 12 Uhr. In den Donnerstags-Treff geht man etwa dann, wenn man anfängt, zuzufüttern. Vor Ort sind eine Hebamme und eine Stillberaterin für die Beantwortung von Fragen, die Babys können dort gewogen werden und es gibt Frühstück für die Mamas gegen eine Frühstückspauschale von 3 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es handelt sich auch nicht um einen festen Kurs, zu dem man jede Woche da sein muss, sondern wirklich um einen offenen Treff.
- Babymassage: Ebenfalls im Klinikum Leverkusen wird Babymassage angeboten. Zu diesem Kurs ist eine Anmeldung erforderlich bei Mandy Riemer. Nähere Infos sind hier im Flyer zu finden. Dieser Kurs ist dann sinnvoll, wenn die Babys noch nicht so beweglich sind und eher ruhig liegen, aber schon häufiger aufmerksam und wach sind. Das hat den Vorteil, dass sie die Massage zwar genießen, sich aber noch nicht wegdrehen können, was es für die Mamas leichter macht. Der Kurs dauert 5 Wochen und wird von Stunde zu Stunde aufgebaut, das heißt in der letzten Stunde ist man dann bei der Ganzkörpermassage angekommen. Besonders hilfreich fand ich die Fußreflexzonenmassage, da sie bei uns wirklich jedes Mal wirkt. Gerade bei Bauchschmerzen oder Verstopfung ist es wichtig, die richtigen Punkte unter dem Fuß zu massieren. Aber auch für später, wenn die Zähnchen wachsen oder eine Erkältung anfliegt haben wir gute Tipps bekommen, welche Punkte dann massiert werden sollten. Sehr empfehlenswert.
- Babyschwimmen: Babyschwimmkurse werden in Leverkusen an verschiedenen Wochentagen von Aquavital angeboten. Hier findet Ihr nähere Infos dazu. Unser Kurs fängt in 2 Wochen an, daher kann ich dazu noch nicht viel sagen. Eine frühzeitige Anmeldung lohnt sich aber, da die Kurse sehr schnell ausgebucht sind. Unter diesem Link sind die Kontaktdaten zu finden. Wir haben sehr schnell eine Antwort bekommen und unkompliziert einen passenden Kurs für uns gefunden.
- Pekip: Für diese Kurse gibt es viele Anbieter. Es handelt sich um ein altersgerechtes Programm, bei dem man Spiele und Beschäftigungsmöglichkeiten lernt, um die Kinder spielerisch zu fördern. Meistens sind die Kinder dabei komplett ausgezogen, damit sie totale Bewegungsfreiheit haben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es den Babys sehr gut gefällt, sich so frei zu bewegen. Sie lachen, glucksen, strampeln und schauen aufmerksam zu, was geschieht. Der Vorteil daran ist, dass die Kurse bei vielen Anbietern länger dauern als die anderen o. g. Kurse und sich manchmal sogar bis zu einem Jahr ziehen. Wir haben im April angefangen und der letzte Termin ist im Dezember. Es werden also erste Kontakte zwischen Eltern und Kindern geknüpft, die oft auch später noch weiter ausgebaut werden können, wenn der Kurs vorbei ist. Wir haben uns für den Pekip-Kurs beim Familienseminar der AWO entschieden. Hier wird sehr darauf geachtet, dass die Kinder ein Alter haben, die gemeinsam in einem Kurs sind. Es gibt nahezu für die jeweiligen Geburtsmonate einen eigenen Kurs. Es werden auch weitere Kurse für (werdende) Eltern angeboten. Hier ist der Link zur Übersichtsseite.
Auch die Hebammenpraxis Opladen bietet die Kurse Pekip, Babyschwimmen, Babymassage, usw. an. Hier stelle ich den Link zur Verfügung. Inhaltlich und terminlich habe ich mich damit nicht beschäftigt, weil ich bereits die Anmeldung bei anderen Anbietern abgeschickt hatte, als ich diese gefunden habe.
Im Flyer des Klinikums sind auch Pekip-Kurse zu finden, die aber über einen kürzeren Zeitraum gehen.
Grundsätzlich werden in den meisten Kursen oft die Mamas angesprochen, was ich nicht gut finde. Außer Rückbildungsgymnastik und Stillcafé sollte meiner Meinung nach alle Kurse neutral formuliert werden und auch Väter willkommen geheißen werden. Denn es ist nicht mehr üblich aus meiner Sicht, dass immer die Mamas mit den Kindern zu Hause sind. Die Väter haben genauso die Möglichkeit der Elternzeit und können mit den Babys zu den Kursen gehen. Diese Möglichkeit sollte ihnen nicht schon bei der Kursbeschreibung genommen werden.
Ich hoffe, dass ich damit einen kleinen Überblick geben konnte. Wenn Ihr spezielle Fragen habt, oder etwas fehlt, dann hinterlasst gerne einen Kommentar, den ich dann schnellstmöglich beantworte.
Sonntag, 7. April 2013
Im Geburtsvorbereitungskurs wurden wir informiert über das Tragen von Babys mit Tragetüchern und Tragehilfen.
Und wir wissen es jetzt wirklich zu schätzen, dieses Erlernte anzuwenden. Für das Baby gibt es nichts Schöneres, als getragen zu werden. Es erinnert sich an die Enge im Mutterleib und es wird eben getragen und liegt nicht im Bettchen oder Stubenwagen. Es ist sowohl für die Entwicklung des Kindes gut, getragen zu werden als auch für das Gefühl der Nähe und Geborgenheit. Und die Eltern können trotz dass sie das Kind tragen vieles erledigen. Ich habe mit der Kleinen im Tuch schon Staub gesaugt, gekocht, gegessen, am Computer gesessen, usw. Aber auch spazieren gehen oder zum Einschlafen bringen funktioniert sehr gut im Tragetuch oder der Tragehilfe.
Das Binden des Tragetuches ist am Anfang gewöhnungsbedürftig und dauert etwas länger, aber inzwischen habe ich es gut raus und brauche maximal 2 Minuten. Bei Hoppediz bekommt man alles rund um´s Tragen.
Um die Vorteile des Tragens und auch die Bindetechniken werdenden Eltern, Großeltern und allen Interessierten näher zu bringen, werden nun im Klinikum Leverkusen spezielle Trageabende angeboten. Hier findet Ihr den Flyer mit Informationen und Terminen der Trageabende zum Download.
Ich freue mich über zahlreiche Kommentare zu Euren Erfahrungen.
Donnerstag, 14. März 2013
Sobald ein Kind geboren ist, füllt die Klinik eine Geburtsanzeige aus, in der Name, Geburtsdatum und -zeit des Kindes vermerkt wird.
Anschließend gehen dann die Eltern (oder einer von beiden) zum Standesamt mit dem Familienstammbuch und den Personalausweisen beider Elternteile. Das gilt für den Fall, dass die Eltern verheiratet sind. Wenn die Eltern unverheiratet sind, muss der Vater noch die Vaterschaft anerkennen. Im Klinikum Leverkusen gibt es im Patientenmanagement eine Außenstelle des Standesamtes Leverkusen, sodass man ziemlich schnell die Geburtsurkunden beantragen kann. Per Kurier werden dann die Geburtsanzeige der Klinik, der Antrag für die Geburtsurkunden und das Familienstammbuch zum Standesamt im Rathaus Leverkusen geschickt. Bei Abgabe der Unterlagen in der Außenstelle im Klinikum wird einem ein ungefährer Zeitraum benannt, wann man mit dem Anruf der Standesamtmitarbeiter rechnen kann, dass die Geburtsurkunden fertig sind. Bei uns wurden zwei Wochen genannt. Es wurde uns jedoch auch gesagt, dass wir ja mal anrufen können und fragen, wenn ein paar Tage vergangen sind. Als ich das gemacht habe, wurde mir als Erstes gesagt, dass die Unterlagen ja am Weiberfastnacht angekommen seien. (Meine Gedanken: na und? Das ist doch ein ganz normaler Werktag. . .) Anschließend merkte sie an, dass uns doch gesagt wurde, dass es etwa zwei Wochen dauert und falls wir es schneller brauchen, sollten wir vorbeikommen mit beiden Ausweisen und dann würden die Geburtsurkunden in unserem Beisein erstellt. Direkt hinterher kam der Hinweis, dass sie das nicht so gerne hätten.Und außerdem können wir froh sein, dass wir nicht in Bergisch Gladbach wohnen, da soll es laut ihrer Aussage 6 Wochen dauern.
Da ohne Geburtsurkunden keine Anträge abgegeben werden können (Elterngeld, Krankenkasse, Kindergeld, Finanzamt), ist Patrick hingefahren trotz dass sie es nicht so gerne haben. Er bekam dann die gleichen Sätze zu hören, die mir am Telefon auch schon gesagt wurden. Dennoch bearbeitete sie dann den Antrag und innerhalb von 10 Minuten war der Vorgang beendet: Patrick hatte die Unterlagen und sie die Gebühr. Allerdings war das für sie schon ein sehr großer Aufwand, wie sie nochmals betonte durch ihren Abschiedsgruß "Der Bürger muss mal merken, dass überall gespart wird". Klar wird überall gespart, aber sie musste sich jetzt offensichtlich noch nicht so sehr abhetzen um die Unterlagen zu erstellen, dass sie außer Atem war, um nicht mehr reden zu können. :-) Und bei zurückgehender Geburtenrate können wohl auch nicht so viele Fälle auf ihrem Schreibtisch liegen, dass sie nicht mehr weiß, wo sie anfangen soll. Obwohl, dazu hatte sie auch eine Erklärung: "Dazu kommen ja noch die Sterbefälle". Ja, das ist richtig, aber auch dieser Vorgang dauert wahrscheinlich nicht länger als eine Anmeldung eines Kindes.
Man erhält vom Standesamt folgende Unterlagen:
- Bescheinigung für die Elterngeldstelle
- Bescheinigung für die Krankenkasse
- Bescheinigung für religiöse Zwecke
- 2 Geburtsurkunden (eine wird im Stammbuch abgeheftet und eine als Dokument)
- das Familienstammbuch zurück
- eine Quittung über die Gebühren.
Die erste Geburtsurkunde kostet 10 Euro und jede weitere 5 Euro. Im Normalfall kommt man mit den o. g. Unterlagen aus, da bei allen Anträgen eine Kopie der Geburtsurkunde ausreichend ist. Das Original kann man also behalten. Spätestens wenn das Kind heiratet, braucht es diese nämlich. Also gut aufbewahren. . .
Samstag, 16. Februar 2013
Die 9 Monate der Schwangerschaft vergingen ziemlich schnell. Es gab viel zu tun und auch die Vorfreude auf das neue Leben, das in mir wächst, hat Patrick und mir eine wunderschöne Zeit beschert. Manchmal war es so unglaublich, dass wir uns beide gar nicht richtig vorstellen konnten, schon bald ein Baby im Arm zu halten.
Wir haben klassisch einen Geburtsvorbereitungskurs für Paare an 8 Abenden besucht, wo wir sowohl Informationen zur Geburt als auch zum Umgang mit dem Baby bekommen haben. Ein Abend hat allein mit dem Tragen in Tragetüchern und Tragehilfen gefüllt.
Während der Schwangerschaft hat der Gynäkologe Uwe Laqua das Kind und mich regelmäßig untersucht - per Ultraschall auch in 3D. Es ist faszinierend, was man schon ziemlich früh alles auf dem Bild erkennen kann. Herr Laqua überzeugt mit seiner Gelassenheit und Erfahrung. Bei ihm waren wir in guten Händen und neben den kompetenten Untersuchungen haben wir auch regelmäßig nette und konstruktive Gespräche mit ihm geführt.
Seit Januar hatte ich dann Mutterschutz und ich habe diese Zeit genutzt, um die Tasche für den Klinikaufenthalt und den Kreißsaal zu packen und auch zu Hause alles vorzubereiten. Je näher der Termin kam, umso nervöser wurde ich aber umso mehr habe ich auch erledigt.Weiterhin bin ich seit Beginn der Mutterschutzzeit einmal wöchentlich zur Akupunktur bei meiner Hebamme Tanja Welling gegangen. Die Akupunktur ist dafür hilfreich, damit die Eröffnungsphase des Muttermundes schneller geht. Außerdem habe ich regelmäßig Himbeerblättertee getrunken (ebenfalls ein Hebammentipp).
Am 5. Februar war ich dann das letzte Mal bei Herrn Laqua, der feststellte, dass Fruchtwasser abging. Demnach hat er mich in die Klinik geschickt, da die Geburt eingeleitet werden sollte. Wenn Fruchtwasser abgeht, können Keime zum Kind gelangen. Deshalb wird die Geburt dann eingeleitet, wenn der Geburtstermin nicht mehr so lange hin is, um das Kind zu schützen.
Im Klinikum Leverkusen angekommen standen dann erstmal Ultraschalluntersuchungen und CTGs an, bevor ich nach 4 Stunden auf mein Zimmer kam. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits die Testdosis der Tabletten für die Geburtseinleitung erhalten. In der Nacht bekam ich dann die erste "richtige" Tablette und es folgten weitere CTGs, um regelmäßig die Herztöne des Kindes und die Wehen zu überprüfen.
Am 6. Februar 2013 um 12:44 Uhr erblickte unsere Tochter Franziska das Licht der Welt mit einer Größe von 50 cm und einem Geburtsgewicht von 2895 Gramm. Patrick war der Geburt dabei und es war für uns beide ein unglaubliches Erlebnis.
Das Gewicht wurde von Herrn Laqua auf etwa 2900 Gramm geschätzt. Er hat immer gesagt, es kann so 10 % in beide Richtungen abweichen. Aber er hat ja ziemlich gut gelegen.
Es gibt nichts Schöneres als das Kind direkt nach der Geburt zum ersten Mal im Arm zu halten. Dann haben wir noch auf den Kinderarzt gewartet, der die erste Untersuchung des Kindes durchführte. Die Hebamme hat einen Fußabdruck von der Kleinen erstellt, den wir zusammen mit einer Karte und einem Päckchen von Bayer 04 mit einem Schmusetuch und einer kostenlosen Mitgliedschaft für Franziska im Löwenclub geschenkt bekommen haben.
Auch war es eine sehr gute Entscheidung, dass wir ein Familienzimmer im Klinikum genommen haben. Patrick und ich konnten so die ersten Tage mit der kleinen Franziska ganz in Ruhe genießen und uns gegenseitig unterstützen. Man ist doch am Anfang noch ziemlich unsicher, ob man das alles so richtig macht. Die Hebammen und Schwestern der Station in der Klinik waren immer hilfsbereit und haben uns viele gute Tipps gegeben. Wir haben uns rundum gut betreut gefühlt im Klinikum Leverkusen. Hier merkt man wirklich die Erfahrung, die sie haben. Sie haben zur richtigen Zeit die richtigen Empfehlungen gegeben und wir hatten immer das Gefühl, dass sie genau wissen, was sie tun und sagen. Sowohl das Kreißsaal-Team als auch die Schwestern und Hebammen auf der Station waren vertrauenserweckend und haben uns gut geholfen.
Alles in allem lief sowohl Schwangerschaft als auch die Geburt sehr problemlos - nicht zuletzt dank der Hilfe, die wir von allen Beteiligten erfahren durften.
Seit Sonntag sind wir nun zu Hause und gewöhnen uns aneinander. Auch hier zu Hause ist Franziska ein pflegeleichtes Kind. Sie schläft viel, trinkt gut und bereitet uns viel Freude. Es ist unglaublich, wie sich die Prioritäten durch so ein kleines Wesen komplett verschieben.
Als Namenspatron haben wir Franz von Assisi ausgesucht. Namenstag hat sie dann am 4. Oktober. Hier findet Ihr nähere Informationen über den Namenspatron.
Montag, 31. Dezember 2012
Dieses Mal keine lange Litanei, sondern ganz kurz und schmerzlos: Feiert gut und friedlich Silvester, kommt gut ins neue Jahr und möge es ein erfolgreiches und zufriedenes neues Jahr für Euch sein!
Für uns wird 2013 ein ganz besonderes Jahr, denn unser Kind wird das Licht der Welt erblicken, worauf ich mich sehr freue! Daher wird diese Silvesterfeier für uns heute ganz besinnlich und gemütlich - das letzte Mal für sehr lange Zeit zu zweit!
Allen treuen Lesern danke ich für die zahlreichen Besuche und Kommentare. Und allen, denen ich begegnet bin und die dafür gesorgt haben, dass die Artikel mehr oder weniger sinnvollen Inhalt erhalten haben, danke ich auch.
Sonntag, 26. August 2012
. . . all das hab ich in den letzten Wochen öfter gehört, als ich Fotos gezeigt habe. Die Phantasie ist also auch bei Erwachsenen noch nicht ganz verloren. :-)
Ihr habt Euch bestimmt gewundert, warum in den letzten Wochen, ja sogar Monaten, wenig von mir zu lesen war. Ich hatte ganz andere Dinge, mit denen ich mich beschäftigt habe und habe mich um eine Prioritätenneuorientierung gekümmert.
WIR SIND SCHWANGER!
WIR - das sind Patrick und ich. Wir werden Eltern im Februar 2013 und wir freuen uns sehr auf die neue Lebenssituation - obwohl wir wissen, dass unsere Geduld und Belastbarkeit dann auf eine unglaubliche Probe gestellt wird.
Stimmen von erfahrenen Eltern sagen alles von "Einfach nur schön" über "Es wird ganz anders, als Ihr Euch vorstellt", "Es wird eine Herausforderung, in die man hineinwächst", "Genießt die Zeit", usw.
Natürlich ist die Vorfreude da und ich spüre eine extreme Veränderung meines Körpers, die allerdings nicht immer nach Genießen schreit. Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen und Magenprobleme begleiten mich regelmäßig und ich hoffe täglich, dass das bald vorbei ist. Aber da ist auch noch eine andere Seite, die mich glücklich macht - trotz allen Wehwechen: in mir wächst ein neues Leben und dem oder der Kleinen geht es gut, sagt der Arzt und spüre ich auch irgendwie. Positiv denken und auf den eigenen Körper hören ist das einzige, was man sinnvolles tun kann, um zu spüren, was gut ist und was nicht. Und die Intuition ist dabei oft genau richtig. Nicht verrückt machen lassen, was man von oft unerfahrenen Bekannten so hört oder gar im Internet liest. Vieles davon ist echt Quatsch! Eine gesunde Gelassenheit ist das Beste - man kann doch eh nicht mehr machen als es auf sich zukommen lassen. Das wächst schon von ganz alleine und irgendwann will es auch raus - das ist bei allen so, ob man sich Sorgen macht oder nicht.
So wird sich der Inhalt dieser Seite nun etwas ändern in der nächsten Zeit und Ihr werdet wahrscheinlich nicht mehr so viel über Seminare, Kurse und tolle Erlebnisse lesen, sondern mehr über meine Erfahrungen, Veränderungen und Gedanken. Hoffentlich lest Ihr trotzdem fleißig weiter und kommentiert, wenn Ihr etwas zum Thema zu sagen habt.
Samstag, 30. Juli 2011
Arthur soll er heißen - ob mit oder ohne h weiß ich noch nicht.
Nachdem mich in der letzten Zeit sehr viele Leute offiziell gefragt oder hinter vorgehaltener Hand getuschelt haben oder auch einfach nur auf meinen Bauch geguckt haben, sage ich es Euch nun: wir kriegen Nachwuchs, aber nicht was Ihr jetzt denkt, sondern in Form eines kleinen neugeborenen Katers: Er hat im Juni das Licht der Welt erblickt und heißt Art(h)ur. Mal sehen, wie der Name im Pass steht. Die fürsorgliche Frau Lohmann von der Katzenfreiheit hat ihn uns empfohlen, weil er andere Katzen gewöhnt ist und gerne spielt. Auch Ludger hat sie uns schon empfohlen und es hat wunderbar geklappt. Er ist prächtig gewachsen und hat sich gut eingelebt bei uns.
Ist der nicht süß? Er ist dann ein Spielgefährte für unsere beiden Kater Kasimir und Ludger. Wie findet Ihr den kleinen Art(h)ur?
Hoffentlich nehmen sie ihn gut auf und akzeptieren ihn als Stiefbruder. Damit ist unsere Patchworkfamilie komplett und ich will keine Fragen mehr hören. NEIN, ich bin nicht schwanger, sondern liebe einfach nur gutes Essen, manchmal guten Wein, ab und zu ein Bier (ich komme aus dem Sauerland!) und Süßigkeiten!
Warum ist es eigentlich in den Köpfen so eingebrannt, dass eine Frau um die 30, die heiratet jetzt als nächstes schwanger werden muss? Das ist mir ein echtes Rätsel!
Sonntag, 3. Juli 2011
Viele Personen haben dazu beigetragen, dass unsere kirchliche Trauung ein gelungener Tag wird.
Es war eine spannende, aber auch stressige Zeit der Vorbereitung. Nachdem der Termin gefunden war stand die Entscheidung an, in welcher Kirche geheiratet wird. Unser Plan war, dass wir zum Zeitpunkt der Trauung bereits umgezogen sind. Also sollte es zunächst die Kirche am neuen Wohnort sein: St. Andreas in Schlebusch. Auf den Hinweis unseres Organisten haben wir uns dann doch für die Kirche St. Franziskus in Steinbüchel entschieden, weil sie architektonisch sehr schön ist und weil sie kleiner ist. Dann fühlen sich 100 Gäste darin nicht ganz so verloren. Dann ging es so weiter: Lieder ausgesucht, Fürbitten geschrieben, Lektoren gesucht, Anzug und Hochzeitskleid ausgesucht, verschiedene Locations besichtigt inkl. Test-Essen, nahe gelegenes Hotel gebucht, DJ und Fotograph sowie Videograph gebucht, an zwei Ehevorbereitungskursen teilgenommen, Gespräche mit dem Pfarrer und dem Küster geführt, Einladungen geschrieben und verschickt, Liederhefte drucken lassen (die Erstellung hat uns unser lieber Organist abgenommen), die Sängerin hat auch der Organist fest gemacht (das hatte den Vorteil, dass die beiden unkompliziert zusammen proben konnten), Blumen bestellt, Hochzeitsauto gebucht, Ringe nochmal aufpolieren und gravieren lassen, usw. Ich könnte die Liste endlos verlängern – mir fällt schon gar nicht mehr alles ein, was wir so „nebenbei“ erledigt haben. Und dann kam die letzte Woche, die Nervosität stieg – zumindest bei mir. Patrick war „völlig tiefenentspannt“.
Pfingstmontag hat sich mein Auto verabschiedet, als wir auf dem Weg zum Restaurant waren, um die letzten Details zu besprechen. Öl im Kühlwasser führte dazu, dass es abgeschleppt werden musste. Meine Reaktion: „Na ja – irgendwas muss ja schief gehen. Solange es nichts mit der Hochzeit zu tun hat, geht´s ja noch.“ Ab Dienstag wurde es im Büro nochmal richtig stressig, sodass für die letzten Vorbereitungen nur der späte Abend in Betracht kam. Doch das Adrenalin aufgrund des bevorstehenden positiven Ereignisses machte Schlafen irgendwie überflüssig. Dienstag letztes Treffen mit dem Organisten und der Sängerin (so war es geplant). Wir trafen den Organisten allein in der Kirche an: oh nein – die Sängerin hat Fieber und ist erkältet. Das hat uns gerade noch gefehlt. Wie gut, dass es bis Samstag noch ein paar Tage sind, in denen sie wieder gesund werden kann. Mittwoch war dann letzter Anprobetermin des Kleides: „Wie schön – alles perfekt! Ich fühl mich soooo gut. Warum dauert es noch so lange bis Samstag?“. Meine Schwester und Trauzeugin hatte sich ab Mittwoch bei uns eingenistet. Donnerstag: Endlich Urlaub! Neben den letzten Vorbereitungen stand der Küchenaufbau in der neuen Wohnung an. Eine Sache allein vorzubereiten ist doch viel zu langweilig. ? Der Tag verging wie im Flug: letzte Sachen einkaufen, alles nochmal durchsprechen, Absagen entgegen nehmen (es haben tatsächlich noch einige Leute 2 Tage vorher abgesagt – unglaublich, aber wahr). Abends dann noch ein letztes Treffen im Restaurant mit dem DJ, um den optimalen Ort festzulegen. Die Wetteraussichten waren alles andere als gut. Also musste der DJ drin stehen und nicht wie ursprünglich geplant auf der Terrasse. Aber auch dafür haben wir eine perfekte Lösung gefunden nach einer Stunde Diskussion. Jeder hat seine Erfahrungen, Wünsche und Erwartungen – da ist es nicht so leicht, einen Kompromiss zu finden. Aber auch das hat dann irgendwann geklappt. Uiuiui – dann der letzte Tag vor der Hochzeit: wieder die Wohnung aufschließen für die Küchenbauer und den Hausmeister, der die Lampen in der neuen Wohnung anbringt. Anschließend Termin zur Fingernagelmodellage und Schminkberatung bei der Kosmetikerin, Brautkleid abholen und ins Hotelzimmer bringen (nein, der Bräutigam darf es doch vorher auf keinen Fall sehen!), Sitzplatzordnung festlegen, nochmal ins Restaurant, um die allerletzten Details abzusprechen, Telefonat mit dem Fotographen, vom Blumenhändler nochmal alles bestätigen lassen, damit alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankommt. Und dann war endlich Ruhe eingekehrt, zumindest bei uns. Wir haben uns am Abend mit meiner Schwester und ihrer Freundin im Havana getroffen, um den Abend bei einem leckeren Cocktail ausklingen zu lassen. Meine Schwester hatte noch keine Ruhe: sie führte Telefonate über Dinge, von denen wir nichts wissen durften. ;-) Abends fielen wir total übermüdet ins Bett und die Nacht war viel zu kurz. Um 6:30 Uhr ging der Wecker.
Und dann war er da – DER GROSSE TAG. 7:45 Uhr: Termin in der Kirche, um die Ringe, die Kerze und die Liederhefte abzugeben. Der Blumenhändler hat den Blumenschmuck angebracht. Es sah toll aus! Im Übrigen: es regnete in Strömen. Was für ein Wetter – so hab ich mir das aber nicht vorgestellt. ? Ach, egal – wird schon klappen. Mein Gedanke: „wenn es morgens regnet, ist es nachmittags trocken.“ Es sah aber gar nicht danach aus, dass es auch nur irgendwann aufhörte. Auf zum Friseur! In der Zwischenzeit rief meine Schwester schon an, weil ich mich um 10 Minuten verspätet hatte. „Mensch, mach doch nicht so’n Stress – die Hochzeit ist doch erst um 14 Uhr.“ Als wir beim Friseur waren, fing es noch extremer an zu regnen. Die Tür flog auf vom Sturm. „Oh je – wie sollen wir hier mit der Frisur nur heile rauskommen und wie soll die Frisur den ganzen Tag halten?“. Aber – als wir den Friseursalon verließen, hatte es aufgehört zu regnen und es schien sogar ein bisschen die Sonne. Welch ein Glück. Wir kamen auch trocken bei der Kosmetikerin an. So viel Glück. . . Geschminkt und gestylt machten wir uns auf ins Hotel. Dort wartete schon meine Cousine, die mir in geballter Zweisamkeit mit meiner Schwester ins Kleid helfen wollte. Aber es war doch noch viel zu früh. Also bezog ich schon mal unser Zimmer. Glücklicherweise war es schon bezugsbereit. Wow – so groß und schön! Kurze Zeit später wurde die Flasche Sekt geliefert zum Anstoßen. Oh – jetzt wird es aber Zeit. Kleid anziehen. Der Anruf von der Rezeption kommt, dass der Fotograph da ist. Jetzt schnell ins Kleid hüpfen. Meine Mutter war auch angekommen in der Zwischenzeit. Sie hatte die ehrenvolle Aufgabe, den Schleier festzustecken. Alles schön fotografieren. Patrick hat ja von dem ganzen Vormittag nichts mitbekommen – dann soll er nachher schön die Bilder sehen können. Dann musste der Fotograph wieder weg, um Patrick die Wartezeit zu verkürzen und ihn in seiner Ungeduld auch noch festzuhalten. Das Auto wartete schon auf uns – schön geschmückt und die Blumensträuße lagen auch schon drin für meine Schwester, meine Cousine und mich! Oh – war das ein Akt, ins Auto zu klettern mit dem Kleid. Der Fahrer kannte die Problematik aber schon und hatte gute Tipps auf Lager. Sobald wir im Auto waren, fing es in Strömen an zu regnen. Aber wirklich sehr extrem! Wie sollte ich nur trocken in die Kirche kommen? Es hörte echt nicht auf. . . bis dass wir vor der Kirche geparkt haben. Dann hörte es wie von Geisterhand auf zu regnen und ich kam trocken in die Kirche. Das war echt schon ein Wunder. Überwältigend – so viele Leute in der Kirche. Auf einen Blick konnte ich gar nicht erkennen, wer alles da war. Es waren sehr viele! Und vorne stand Patrick! Komisch, aber ich kann mich gar nicht mehr richtig erinnern, wie ich da reinging – lief wie im Film an mir vorüber. Angekommen. . . Der Gottesdienst war wunderschön. Der Pfarrer fand genau die richtigen Worte, unsere Familienmitglieder, die die Texte gelesen haben, haben sich wirklich Mühe gegeben und die Sängerin im Zusammenspiel mit dem Organisten war wirklich klasse! Ein sehr gelungener Gottesdienst – so, wie ich ihn mir vorgestellt habe und noch viel schöner.
Hier findet Ihr das Liederheft, so wie es der Organist für uns vorbereitet hatte. Herzlichen Dank an dieser Stelle! Als wir dann aus der Kirche herausgingen, war es sonnig, warm und sogar der Boden war trocken. Die erste Aufgabe als kirchlich getrautes Ehepaar mussten wir bewältigen. Ein Herz aus einem Stück Stoff ausschneiden. Hehe – ich war schneller! Es waren sogar einige Überraschungsgäste in der Kirche, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Meine Freundin aus Köln war in der Kirche – sie war gerade in der Nähe. Hab mich sehr gefreut! Mein Großonkel aus Münster, den ich zwar nicht kannte, aber er mich, hat uns Glück gewünscht und war dabei, weil er ab und zu bei seiner Partnerin in Leverkusen ist. Dann die lange Schlange der Gratulanten, bevor wir dann in Kolonne und mit Hupkonzert zum Restaurant fuhren. Begrüßt mit Sektempfang gab es anschließend Hochzeitstorte! Hmmm – sehr lecker. Es zog sich sehr lange hin, bis alle ein Stück hatten. Glücklicherweise hatten wir professionelle Unterstützung beim Anschneiden – sonst wären wir bis zum Abendessen noch nicht fertig gewesen. Der Nachmittag lief sehr locker ab – alle unterhielten sich nett bei Kaffee und Kuchen. Es regnete draußen. Wann sollten wir nur die Bilder machen? Wir unterhielten uns auch sehr gut und hatten gar keine Lust auf Fotos machen. ? Die ersten Gäste, die sich nur zum Kaffeetrinken angekündigt hatten, gingen schon wieder. Nun wurde es aber Zeit, dass wir Fotos machten. Es war sonnig und trocken – also nix wie los. Schließlich war es schon 18:30 Uhr. Wie die Zeit vergeht. . . Als wir wiederkamen, kleiner Schock: ich hatte meiner Freundin, die unsere Katzen füttern wollte, den falschen Schlüssel gegeben. Schlecht, wenn man Schlüssel von zwei Wohnungen in der Tasche hat. Meine Schwester und meine Cousine mit ihrem Mann haben das Problem gelöst und haben das Füttern übernommen. Danke schön dafür! Der DJ hat in der Zwischenzeit ein Spiel moderiert (Liederraten Frauen gegen Männer), um die Gäste bei Laune zu halten. Als wir zurückkamen, wurden wir dann auf die Probe gestellt. Beim Übereinstimmungsspiel wurde getestet, wie gut wir uns kennen. 7 von 10 Übereinstimmungen sind schon ok, aber ausbaufähig. Bevor wir nun das Buffet eröffneten, hab ich Patrick noch an die Hochzeitsvorbereitungen erinnert. Wir waren einkaufen und ihm fiel eine Karte ins Auge, auf der ein Brautpaar abgebildet war: die Frau mit lachendem Gesicht und der Mann mit traurigem Gesicht. Darüber stand: „Game over“. Ich habe die Karte gekauft und ihm dazu einen Kindheitstraum erfüllt, dass er mal ganz offiziell und mit Erlaubnis „Baggern“ darf. Das Essen war klasse und zog sich ziemlich lange hin, bevor wir dann den Tanz eröffneten zu „You light up my life“. Also ich muss ehrlich sagen, dass es bei den vorherigen Tanzstunden besser lief. Ist was Anderes mit so einem umfangreichen Kleid und vor so vielen Zuschauern. Aber wir haben es überlebt und es war toll. Nach weiteren Unterhaltungen, vielen Tänzen und einer Menge Spaß wurde dann um 24 Uhr der Brautstrauß geworfen. Ich habe den echten Brautstrauß geworfen, nicht einen zweiten, wie es manche machen. Wir wollten sowieso zwei Tage später umziehen. Da kann man Blumensträuße nicht so gut gebrauchen. Und wer hat ihn gefangen? Meine Schwester! Hab mich für sie gefreut. Und falls Ihr jetzt fragt: Nein, ich wusste nicht in welcher Richtung sie steht, denn einen Brautstrauß wirft man bekanntlich rückwärts. Ich bin gespannt, ob sie wirklich die nächste ist, die heiratet? Anschließend musste Patrick das Strumpfband mit den Zähnen von meinem Bein abziehen. Den Brauch kannte ich auch noch nicht. Er hat das Strumpfband dann an alle unverheirateten Männer geworfen. Gefangen hat es unser Freund Olli. Der nächste Tanz stand also fest – meine Schwester mit Olli. Interessant! Dass Olli demnächst heiratet wissen wir ja schon. Aber ist er wirklich der Nächste oder drängt sich noch jemand vor? Die Stimmung war klasse – der Service super – es ließ nichts zu wünschen übrig. Es gab sogar eine Polonäse durch das gesamte Restaurant. Patrick vorne, dazwischen alle Gäste und ich hinten. Er musste mich dann fangen. Sehr lustig. Bis 3 Uhr getanzt – das waren mehr als 12 Stunden reine Feier – dann sind wir (der harte Kern: meine Schwester, ihre Freundin, meine Kollegin, ihr Mann, Patrick und ich) ins Hotel gegangen. Es war wunderschön. Das letzte Lied war „Ne Mann, ich will noch nicht, ich will noch nen bisschen tanzen“. Das traf auch voll und ganz auf die beiden Andrea´s zu. Aber wir waren müde und glücklich über den sehr gelungenen Tag.
Danke an alle, die dazu beigetragen haben:
- Pfarrer Kern aus St. Franziskus Steinbüchel
- Der Küster aus St. Franziskus Steinbüchel
- Die Messdiener
- Unser Organist
- Die Sängerin
- Trauringladen Hubert Kierdorf
- Brautatelier Lilienthal
- Maßschneiderei Kuhn in Düsseldorf
- Mercy vom Friseursalon Brenscheid in Leverkusen
- Blumenvitrine Gierling in Leverkusen
- Tanja Wieczorek von Ringkissen Grazil
- DJ Diddi
- Fotograph Matthias Dollt
- Videograph Daniel Schneider
- Bäckerei Willecke
- Die Inhaber und das Servicepersonal vom „Haus am Park“
- Das Personal vom Lindner Hotel
- Unsere Eltern und Trauzeugen und alle Verwandten
- Alle, die uns mit Glückwünschen , Geschenken und ihrer Anwesenheit viel Freude bereitet haben
Wir können gar nicht oft genug danke sagen. Dieser Tag bleibt uns auf jeden Fall in Erinnerung - dank Euch!
Montag, 11. April 2011
All das habe ich an nur einem Tag gelernt!
Wofür so ein Ehevorbereitungskurs der besonderen Art alles gut ist. :-) Schon vor einiger Zeit haben wir einen Prospekt entdeckt, in dem Ehevorbereitungskurse angeboten werden. Einer davon hieß "Aktiv-Klettertag" für Paare vor der Hochzeit. Da haben wir uns angemeldet - es hörte sich interessant an und klingt nach etwas anderem. Einerseits habe ich mich darauf gefreut, andererseits war ich auch skeptisch.
Da ich auf hohe, um sich selbst drehende und über Kopf drehende Karussels stehe, hab ich gedacht, dass das auch nicht viel schlimmer sein kann in so einem Hochseilgarten. Da ich eher zu der Art Mensch zähle, die nicht gerne die Kontrolle aus der Hand geben, war mir jedoch klar, dass mir gerade das "sich fallen lassen" nicht besonders leicht fallen wird.
Aber ich fange mal vorne an: Begrüßt wurden wir sehr freundlich mit Kaffee und Keksen und einer kurzen Vorstellungsrunde der besonderen Art: ein gedachter Zeitstrahl von einem Jahr, auf dem wir uns nach Hochzeitsdatum, Dauer der Beziehung und nach prozentualem bereits erledigtem Anteil der Hochzeitsvorbereitung aufstellten. Interessant war, dass nicht alle Paare sich einige waren - wir im Übrigen auch nicht. Daran sieht man, dass ich eher die perfektionistische sowie auch die vorsichtigere von uns beiden bin. Meine Einschätzung lag zwischen 55 und 60 % - Patrick´s deutlich höher. Anschließend stellten wir uns noch von Norden nach Süden auf, welche Paare woher kommen. Dann wurden verschiedene Postkarten auf dem Boden ausgelegt, von denen jeder eine Karte gezogen hat und kurz beschrieben hat, was das Bild mit der Beziehung zu tun hat. Meine Karte zeigte zwei Sonnenstühle, die in eine Richtung stehen, also nicht gegenüber. Das passt deshalb zu uns, weil wir gemeinsam in die gleiche Richtung schauen. Patrick´s Karte zeigte zwei gleiche Tassen mit unterschiedlichen Löffeln. Die Tassen zeigten die Gemeinsamkeiten und die Löffel unsere Unterschiede.
Anschließend nach ein paar Sicherheitshinweisen und ein paar Trockenübungen, die auf einem Balken am Boden stattfanden ging es an´s Eingemachte. Wir mussten uns - ohne den Balken zu verlassen - in der Reihenfolge unserer Schuhgrößen und anschließend nach dem Anfangsbuchstaben des Vornamens unserer Schwiegermutter aufstellen. Und dann ging´s los: in 12 Meter Höhe über ein Drahtseil balancieren - gesichert vom eigenen Partner und 2 Backup-Personen. Zur Hilfe hatte man nur einige herunterhängende Seile, die man ein paar Schritte mitziehen konnte, bevor es dann zum nächsten Seil ging. Das letzte Seil war jedoch weiter entfernt - man musste das eine Seil loslassen, bevor man das nächste greifen konnte. Loslassen - ein schönes Stichwort! Es fällt nicht leicht, aber es geht. Beim ersten Versuch habe ich gerade mal zwei Schritte gemacht, bevor ich wieder herunterwollte. Doch die Gruppe hat mich motiviert - mitgezogen. Alle sind weiter gegangen! Also habe ich es noch einmal probiert und ich habe es geschafft, loszulassen und freihändig zu gehen. Ein wirklich geniales Erlebnis! Ich hätte heulen können, wenn es nicht so aufregend gewesen wäre. Ich war stolz!
Nach dem Mittagessen ging es dann zum Team-Beam, einer Station für 2 Personen, die sich nur gegenseitig halten konnten, um weiterzuschauen. Es war deshalb so schwierig, weil man den Blick nach unten richtete und unter einem nur Luft war. Man ging dann in einer halbwegs waagerechten Haltung als Paar Schritt für Schritt über den Balken. Ich habe es zwar geschafft, das Seil ganz loszulassen und mich nur an Patrick festzuhalten, aber einen Schritt in Richtung weg von dem sicheren Halteseil zu gehen, war zu viel für mich. Obwohl ich wusste, dass garantiert nichts passieren kann, habe ich es mir nicht zugetraut, weiterzugehen - die Angst zu fallen ist zu groß.
Dann wartete noch das Highlight auf uns - der Pamper Pole! Steil einen Baumstamm hochklettern, oben freihändig ohne Halteseil auf die pizzatellergroße Fläche klettern, sich langsam herumdrehen und wie beim Free Fall herunterspringen. Natürlich wurde man auch hier von einem Sicherungsteam gehalten, jedoch durfte man vorher ein paar Meter freien Fall erleben. Ich bin immerhin bis ganz oben geklettert, habe mich dann nur nicht darauf gestellt. Ich muss mir ja auch noch etwas offen lassen für nächstes Mal! :-)
Zwischendurch haben wir von dem Leiterteam immer Feedback bekommen mit Anregungen zum Nachdenken, was das Vertrauen, das Selbstvertrauen und auch das Verlassen der eigenen Komfortzone betrifft. Ein Anstoß für mich war, dass ich erleben durfte, dass mich niemand kritisiert, nur weil ich den Weg nicht bis zum Ende gehe, sondern sage, wo meine persönliche Grenze ist. Daran konnte ich erkennen, dass die Selbstwahrnehmung völlig von der Fremdwahrnehmung abweicht. Manche sagten sogar, dass es mutig ist, zuzugeben, dass das jetzt zu viel ist. Von der Perspektive habe ich das noch nie betrachtet.
Und zum Schluss bevor wir wieder unsere eigenen Wege gingen, bekamen wir noch ein paar Bohnen mit auf den Weg, nachdem uns diese Geschichte vorgelesen wurde von den Bohnen des Glücks.
Also - es war ein toller Tag im Hochseilgarten Iserlohn bei strahlendem Sonnenschein, viel Spaß, mit netten Leuten und neuen Erkenntnissen. Organisisert wurde das Ganze vom Referat für Ehe und Familie des Erzbistums Köln. Danke besonders an Astrid, Alex und Martin.
Samstag, 22. Januar 2011
Wo sind die 3 Wochen geblieben, die das Jahr 2011 jetzt alt ist? Geht es Euch auch so, dass diese ersten 3 Wochen so schnell verflogen sind? Silvester ist doch schon wieder lange her. Je älter man wird, um so schneller vergeht die Zeit, wie ich finde. Die magische Grenze "30" hab ich jetzt überschritten, vor der mich viele "gewarnt" haben. Vor allem meine jüngeren Bekannten, Freunde und Familienmitglieder lassen dann schon mal so Kommentare fallen wie "Oh, Du bist schon 30"? Und ehrlich gesagt habe ich mit 18 genau das Gleiche gedacht: mit 30 ist man doch steinalt und das dauert noch ewig lange. Und von der heutigen Perspektive aus denke ich, dass ist noch gar nicht so lange her. 12 Jahre - was ist das schon? Ich denke, dass die nächsten 12 Jahre noch schneller vergehen. Und auf einmal ist es auch nicht mehr so schlimm, wenn man eine 10 Jahre ältere Freundin hat, mit der man etwas unternimmt. Früher mit 18 wäre das doch unmöglich gewesen, mit so einer "alten" Freundin auszugehen. Unterschiede und auch Einstellungen relativieren sich also mit der Zeit.
Mit 30 ist das Leben echt klasse - ich würde sogar sagen, dass es für mich aktuell die beste Zeit ist. Ich habe einen interessanten Job, der mir viel Spaß macht, habe einen lieben Ehemann, eine ganz tolle Schwester und liebe Mutter, gute Freunde, die ich leider etwas zu selten sehe, zwei Kätzchen, die mich zur Ruhe kommen lassen und ab und zu auch auf Trab halten - was will ich denn mehr? Es ist wirklich eine tolle Zeit und ich bin dankbar dafür. Interessant ist die Reihenfolge, wie sie mir spontan in den Kopf kam. Es entspricht aber auch der Realität - im Job verbringe ich ja die meiste Zeit.
Natürlich glaubt mir das niemand, der gerade 18 ist, bis dass sie selbst in die gleiche Situation kommen. Also liebe jüngere Leserinnen und Leser, es lohnt sich definitiv, 30 zu werden.
Dienstag, 28. Dezember 2010
Zum Jahresende bzw. bevorstehenden Jahresanfang stehen wieder die Neujahrsvorsätze an, über die viele Menschen nun nachdenken. Zu Beginn dieses Artikels eine schöne Geschichte, die ich im Gedichte-Garten gefunden habe:
Die Geschichte spielt im alten Persien. Es ist an der Zeit, das Neujahrsfest vorzubereiten. Der König wies seine Leute an: "Ich möchte, dass es ein wirklich königliches Fest wird. Die Gästeliste soll überquellen von illustren Persönlichkeiten. Die Tische sollen sich biegen unter Delikatessen und die Weine sollen nur aus den besten Trauben und den erlesenen Jahrgängen bestehen." Die Mitarbeiter schwärmten Losen und brachten aus allen Landesteilen nur das Köstlichste. Aber der König war nicht zufriedenzustellen. "Im letzten Jahr habe ich ein durch nichts zu überbietendes Fest gegeben. Aber die ganze Stadt sprach nur von dem Fest bei Ramun, dem Maler. Da wurde getrunken und gelacht die ganze Nacht bis zum Nachmittag des nächsten Tages. Im Jahr davor war es dasselbe. Ebenso im Jahr davor und davor. Einmal muss es mir doch gelingen, diesen Wurm zu übertrumpfen, denn ich, ich bin der König." Einer der Mitarbeiter, ein kluger Mann, verneigte sich tief und fragte: "Mein König, habt Ihr je mit dem Maler gesprochen? Es muss doch einen Grund geben, warum die Leute sein Fest so lieben, obwohl sie in schäbiger Hütte ihre mitgebrachten Häppchen und den billigsten Wein trinken müssen." Der König nickte stumm und sagte: "Gut, schafft mir diesen Ramun heran." So geschah es. "Warum lieben die Leute so dein Neujahrsfest?" fragte der König. Worauf der Maler: "Wir sind Freunde und wir brauchen einander - mehr brauchen wir nicht. Deshalb sind wir reich." (Verfasser unbekannt)
Ich habe für den Jahresbeginn dieses Mal keinen Vorsatz. Ich möchte einfach so weitermachen wie bisher, denn es war aus meiner Sicht gut und richtig, was ich im Jahr 2010 angefangen, fortgeführt oder auch bewusst nicht getan habe. Warum sollte ich es dann verändern?
Dazu habe ich noch zwei Zitate im Glücksarchiv gefunden, die es ganz gut treffen:
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. - Søren Kierkegaard (1813 - 1855), Philosoph, Schriftsteller und Theologe
Glück liegt nicht darin, dass man tut, was man mag, sondern mag, was man tut. - Sir James Matthew Barrie (1860 - 1937), Schriftsteller
Ich wünsche Euch allen noch eine schöne verbleibende Zeit im alten Jahr, einen angenehmen Übergang ins neue Jahr und dass Ihr glücklich seid oder werdet. Vorsätze sind nicht das, was man zum Jahreswechsel braucht. Besser ist es, seine persönliche Situation zu beleuchten und das Gute darin zu sehen bzw. zu suchen.
Danke, dass sich unsere Wege in diesem Jahr gekreuzt haben und dass wir ein (kurzes oder langes) Stück zusammen gegangen sind. Ich freue mich, wenn wir zukünftig auch weiterhin Begegnungen haben oder unsere Erfahrungen und Erlebnisse teilen und uns darüber austauschen.
Sonntag, 5. Dezember 2010
Am Freitag, dem 3. Dezember 2010, war es soweit: Wir haben uns das Ja-Wort gegeben.
Obwohl alles gut organisiert war (Danke an alle Beteiligten), gab es kleine Hindernisse, die wohl dazu gehören:
- Aus unerklärlichen Gründen waren die Ringe beim ersten Versuch zu klein. Es war alles richtig gemessen, wir haben die Musterringe anprobiert, unsere Hände waren nicht kälter oder wärmer als beim Abholtag und die Nummer der Musterringe wurde auch richtig aufgeschrieben. Trotzdem passten sie nciht. Das wurde aber dann innerhalb eines Tages korrigiert.
- Wir kamen fast zu spät zur eigenen Hochzeit, obwohl die Friseurin, die Kosmetikerin, der Florist und auch wir rechtzeitig fertig waren. Die Waschanlagenbetreiber haben ihren Teil zur Verspätung beigetragen. Angeblich seien es unter - 5 Grad und dann dürften die Waschanlagen nicht angeschaltet werden. Unser Autothermometer stand nicht unter -5 Grad. Mit einem dreckigen Hochzeitsauto wollten wir auch nicht fahren. Also auf zur nächsten Waschanlage, die dann glücklicherweise geöffnet hatte. So verzögerte sich dann das eigene Ankleiden etwas. Und wenn es schnell gehen muss, verfliegt die Zeit noch schneller und natürlich fahren alle langsam.
Herzlichen Dank
- an die Standesbeamtin der Stadt Leverkusen. Es war eine wunderschöne Ansprache, bei der mir sogar fast die Tränen kamen. Die Trauansprache wird verständlicherweise nicht herausgegeben. Jedoch wurde in die Ansprache das folgende Zitat von Johannes Branschen eingebaut, das ich sehr rührend und schön finde:
Wenn ich auch nicht weiß, wer Du morgen sein wirst,
ja nicht einmal so genau weiß,wer Du heute bist,
ich hab' Dich gern, so wie Du bist,
und ich bin entschlossen, mit Dir den Weg durch's Leben zu gehen.
- an Brautmoden Holuschia in Leverkusen-Lützenkirchen, wo ich auf Anhieb ein Kleid gefunden habe, das nicht geändert werden musste und noch dazu eine sehr nette Beratung bekommen habe.
- an Frau und Herrn Kierdorf von "Trauringe und mehr" in Leverkusen, wo wir in sehr gemütlicher Atmosphäre unsere Trau(m)ringe aussuchen durften. Ein Termin zu späterer Uhrzeit war problemlos möglich. Auch herzlichen Dank für das gravierte Schloss, das unsere Liebe (be)festigt und nie mehr lösen wird sowie die Eintrittskarten zum Frauen-Handballspiel der 1. Bundesliga.
- an Mercy vom Friseursalon Brenscheid in Leverkusen-Steinbüchel, die früh morgens aufgestanden ist, um mir und meiner Schwester eine traumhafte Frisur zu zaubern.
- an Frau Schopen vom Kosmetik-/ Nagel- und Fußpflegestudio in Leverkusen auf der Kolberger Straße. Auch sie ist in aller Frühe aufgestanden, um mich zu schminken für unseren großen Tag. Es ist super geworden. Vielen Dank!
- an die Blumenvitrine in Leverkusen-Alkenrath für den traumhaften Hochzeitsstrauß, den Anstecker für den Bräutigam, die Tischgestecke und die Schleifen für die Fahrzeuge.
- an die Leiterin und das Servicepersonal des Restaurants Schloss Morsbroich, die sich professionell um den Sektempfang im Jagdraum des Schlosses gekümmert haben.
- an den Inhaber und die Mitarbeiter (Küche, Servicepersonal) im Herkenrathhof Leverkusen für die schön dekorierten Räumlichkeiten, das hervorragende Essen sowie die gute und professionelle Bedienung.
- nicht zuletzt an unserern Fotographen Matthias Dollt, der durch seine zahlreichen Ideen, seine professionelle Ausstattung, seine Erfahrung und durch einen witzigen Spruch im richtigen Moment uns zum Lachen gebracht hat und somit für sehr schöne Aufnahmen gesorgt hat. Durch die verschiedenen Aufnahmen an unterschiedlichen Stellen im Schlossgarten ist uns nicht langweilig und auch nicht kalt geworden. Die 45 Minuten vergingen wie im Flug. Danke auch an alle Anwesenden, dass sie trotz der kalten Temperaturen so gut mitgemacht haben und damit dazu beigetragen haben, dass wir schöne Erinnerungen an diesen Tag haben.
- und natürlich an alle Gratulanten, Freunde, Familienmitglieder, besonders unsere Eltern und Trauzeugen, für die Glückwünsche, die Geschenke und dafür, dass es für uns ein toller und unvergessener Tag war.
Dienstag, 7. September 2010
Samstagabend auf Schalke: PUR live - das Abschlusskonzert von einer langen Open-Air-Tour durch verschiedene Städte Deutschlands.
Ich habe mich sehr lange darauf gefreut und hatte die Karten schon seit Anfang 2010. Es gab auf dem Hinweg kaum Stau, nur kurz vor der Autobahnabfahrt ein bisschen. Mit Liedern von Pur haben wir uns eingestimmt. Vorher ist Luxuslärm aufgetreten. Als wir auf unseren Plätzen angekommen waren, stellten wir fest, dass die Arena noch irgendwie leer aussieht. Die oberen Blöcke waren gar nicht besetzt. Unten waren auch noch viele leere Plätze. Der Innenraum war nicht richtig gefüllt. Als das Licht ausging um kurz vor 20 Uhr sah das dann aber schon ganz anders aus. Hände, Lichter, jede Menge Leute und gute Stimmung.
Zuerst ein paar neue Lieder, aber dann wurden auch einige alte Lieder gesungen, die meine Schwester gar nicht kannte, wie z. B. Seiltänzertraum. Ein schönes Lied, das ich sehr lange nicht gehört habe. Gäste waren Opus mit "Live is Life", Aaron McDonald, Rock statt Rente und zum guten Schluss DJ Ötzi. Faszinierend, wie auf einmal tausende Pur-Fans Live is life aus vollem Halse mitsingen oder die ganze Arena "Einen Stern, der Deinen Namen trägt" singt. Es gibt Leute, die das sicherlich nicht so toll fanden, aber mir hat es gefallen. Schön fand ich auch die sprachlich gemischte Version von Prinzessin zusammen mit Aaron McDonald. Und er hat sogar ein paar Zeilen auf Deutsch gesungen. Aber auch das Englische hörte sich schön an und passte super dazu.
Kennt Ihr eigentlich die Geschichte, wie Pur richtig berühmt wurde? Früher hieß die Band Pur Opus 1, was bei einigen zu Verwechslung führte. Als ein Konzert von Opus 1 ausgeschiildert war, glaubten die Fans, dass Opus mit "Live is life" dort auftritt. Dadurch kamen statt den erwarteten 50 Besuchern unglaubliche 800 Besucher. Als die Band-Mitglieder davon erfuhren, dichteten sie kurzum in der Umkleidekabine einen deutschen Text für Live is life. Und so sprach sich herum, dass die Band gut ist. Sie haben sich dann allerdings umbenannt und hießen seitdem "Pur". Der Name passt sehr gut, wie ich finde, denn sie sind einfach echt und wahrheitsgetreu - kein bisschen abgehoben, immer noch menschlich. Das hat Hartmut Engler gezeigt, indem er rund um die Bühne herum vielen Fans die Hände geschüttelt hat, sie persönlich begrüßt hat, usw. Einfach PUR!
Von 20:10 Uhr bis 22:15 Uhr ununterbrochen gesungen, bis dass Pur zum ersten Mal von der Bühne verschwand. Die Fans kennen ihre Band. Kaum jemand hat die Arena verlassen - alle wollten Zugaben. Sie kennen eben die Band, bei denen man jedes Mal mit mehreren Zugaben rechnen darf. Dieses Mal gab es 50 Minuten Zugaben. Genial! Auf dem großen Bildschirmen war vor dem Konzert schon die Ankündigung für 2011: PUR - 30 Jahre eine Band! Ich bin gespannt, wie sie das unglaubliche Ereignis aufbereiten. Hoffentlich mit einer Best-Of-Cd und einer schönen Konzertreihe. Ich bin definitiv wieder dabei. Es ist schon fast zu einem Ritual geworden, dass meine Schwester und ich zusammen zu Pur-Konzerten gehen. Auf Schalke fehlte uns nur das leckere Weingummi, das wir von Dortmund kannten. Auf Schalke gab es nur "Schalke-Bälle" aus Weingummi, die aber lange nicht so lecker waren. Vielleicht lag es auch an den königsblauen Farben? :-)
PUR - Weiter so!
Sonntag, 4. Juli 2010
Es ist vollbracht: Ich bin 30 geworden. Dazu bin sehr reich beschenkt worden. Ist jetzt die Frage, ob das aus Mitleid oder aus geteilter Freude ist :-)
Nein, so schlimm ist das jetzt auch nicht. Es ist natürlich schon komisch, wenn jetzt eine 3 vorne steht. Aber das Beste ist doch, dass ich jetzt auf Ü30-Partys gehen darf. Da wollte ich am Liebsten schon vor 10 Jahren hin, weil da genau meine Musik gespielt wird.
Aber nun zurück zu den Geschenken: Anti-Falten-Creme, "ein bisschen Ewigkeit" (das Geheimnis lüfte ich vielleicht später mal), einer Schatzkiste mit schönen Schätzen dekoriert mit Muscheln, Sand auf einem Tablett, Geschenk-Band-Kette in einem Karton mit 30 verpackten Geschenken, selbstgemachte Marmelade, Likör, Champagner, 2 Karten für Nokia Night of the Proms, zwei Blumensträuße, verschiedene Produkte für die Körperpflege, WM-Kerzen, verschiedenen Bücher wie "Zum Geburtstag Glück und Segen", "Was ich Dir wünsche", "Was ich Dir zum Geburtstag wünsche", "Was Frau mit 30 nicht mehr tun muss", "Überdie Kunst, nicht mehr ganz so jung zu sein und doch nie alt zu werden", Hörbücher "Shakespeare über Nacht" und "Jesus liebt mich", Gutscheinen von Esprit, der Rathausgalerie in Leverkusen, Street One, Thalia, Douglas, Draculadinner, Buchhandlung Hagena in Kamen, Ikea und Bares.
Das ist echt Wahnsinn - ich bin überwältigt und freue mich über jedes Geschenk gleichermaßen. Es hat etwas länger gedauert, bis ich alle Geschenke ausgepackt hatte (heute habe ich mir das letzte Geschenk ausführlich angesehen) und mich damit beschäftigen konnte. Ich freue mich riesig, dass Ihr Euch alle so viel Mühe gegeben habt, um ein Lächeln auf mein Gesicht zu zaubern. Ihr habt es alle geschafft. Vielen Dank dafür. Wenn Ihr die nächsten Wochen nichts von mir hört, dann wundert Euch bitte nicht. Ich bin damit beschäftigt, die Bücher zu lesen, die Gutscheine einzulösen, die Hörbücher zu hören und auch immer wieder in den Büchern zu blättern und zu lesen, wenn ich nicht gerade am Essen (die ganzen Süßigkeiten) oder am Trinken (die leckeren Köstlichkeiten) bin. Ist jetzt nur die Frage, ob ich erst shoppen gehen soll oder erst die Süßigkeiten und Getränke verzehren. Vielleicht hängt davon die Größe der Kleidung ab, die ich mir kaufen sollte. :-)
Herzlichen Dank an alle, die an mich gedacht haben, mir gratuliert haben, mir mit Glückwünschen und Geschenken Freude gemacht haben und die bei meiner Party dabei waren. Ich bedaure, dass nicht alle dabei sein konnten - ich habe an Euch gedacht und hoffe, dass wir uns bald sehen und dann vielleicht noch in kleinem Rahmen nachfeiern können.
Nachtrag: ein weiterer Douglas-Gutschein, ein interessantes Buch über Achtsamkeit mit Tipps und Informationen für den Alltag und eine Karte mit einem wunderschönen Text, der mein Leben Revue passieren lässt, wurde mir geschenkt, weil wir uns früher nicht gesehen haben. Ich freue mich sehr darüber. Danke!
Anlässlich meiner Party am 26. Juni im K1 habe ich den Gästen, die eine Übernachtungsmöglichkeit haben wollten, ein Hotel benannt. In der Nähe des K1 ist das Hotel Arkade. Zunächst bin ich dort persönlich hingegangen, als ich die Party geplant habe, und habe Bescheid gesagt, dass ich ein paar Zimmer brauche für den 26. Juni. Anschließend habe ich die Zimmer als Kontingent gebucht bis zu einem bestimmten Termin. Die Gäste konnten sich dann entweder bei mir oder auch direkt im Hotel melden. Die Abwicklung mit den Mitarbeitern des Hotels lief sehr unkompliziert. Auch als der Termin schon verstrichen war, konnte ich noch Zimmer nachbuchen bzw. kostenlos stornieren. Sogar einen Tag vorher hat noch jemand abgesagt und dieses konnte noch kostenlos storniert werden.
Am Morgen nach der Party haben Patrick und ich mit den Übernachtungsgästen im Hotel gefrühstückt. Das Angebot war gut und es war alles da, was das Herz begehrte. Brötchen, Brot, Butter, Margarine, Kaffee, Tee, kalte Getränke, Brotbelag wie Wurst, Käse, Nutella, Marmelade, usw. Die Gäste sagen, die Zimmer waren in Ordnung und sie haben sich dort wohlgefühlt. Da ich selbst dort nicht übernachtet habe, kann ich nicht sagen, wie die Zimmer waren, aber es hat sich niemand beschwert. Also denke ich, es war alles in Ordnung.
Aufgrund des gebuchten Kontingentes haben wir noch einen Nachlass bekommen, weil wir mehr als 5 Zimmer gebucht haben. Das Hotel Arkade ist optimal für Leute, die im K1 oder in anderen Lokalen in der City in Leverkusen feiern wollen. Es ist sehr zentral gelegen und das Personl ist wirklich zuvorkommend und hilfsbereit.
Das Hotel kann ich ungesehen weiter empfehlen. Direkt neben dem Hotel gibt es auch noch ein Restaurant Arkade, in dem griechische Spezialitäten angeboten werden. Da werden wir sicherlich auch einmal hingehen und das Essen probieren.
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