Artikel mit Tag Feiertage
Sonntag, 3. Juli 2011
Viele Personen haben dazu beigetragen, dass unsere kirchliche Trauung ein gelungener Tag wird.
Es war eine spannende, aber auch stressige Zeit der Vorbereitung. Nachdem der Termin gefunden war stand die Entscheidung an, in welcher Kirche geheiratet wird. Unser Plan war, dass wir zum Zeitpunkt der Trauung bereits umgezogen sind. Also sollte es zunächst die Kirche am neuen Wohnort sein: St. Andreas in Schlebusch. Auf den Hinweis unseres Organisten haben wir uns dann doch für die Kirche St. Franziskus in Steinbüchel entschieden, weil sie architektonisch sehr schön ist und weil sie kleiner ist. Dann fühlen sich 100 Gäste darin nicht ganz so verloren. Dann ging es so weiter: Lieder ausgesucht, Fürbitten geschrieben, Lektoren gesucht, Anzug und Hochzeitskleid ausgesucht, verschiedene Locations besichtigt inkl. Test-Essen, nahe gelegenes Hotel gebucht, DJ und Fotograph sowie Videograph gebucht, an zwei Ehevorbereitungskursen teilgenommen, Gespräche mit dem Pfarrer und dem Küster geführt, Einladungen geschrieben und verschickt, Liederhefte drucken lassen (die Erstellung hat uns unser lieber Organist abgenommen), die Sängerin hat auch der Organist fest gemacht (das hatte den Vorteil, dass die beiden unkompliziert zusammen proben konnten), Blumen bestellt, Hochzeitsauto gebucht, Ringe nochmal aufpolieren und gravieren lassen, usw. Ich könnte die Liste endlos verlängern – mir fällt schon gar nicht mehr alles ein, was wir so „nebenbei“ erledigt haben. Und dann kam die letzte Woche, die Nervosität stieg – zumindest bei mir. Patrick war „völlig tiefenentspannt“.
Pfingstmontag hat sich mein Auto verabschiedet, als wir auf dem Weg zum Restaurant waren, um die letzten Details zu besprechen. Öl im Kühlwasser führte dazu, dass es abgeschleppt werden musste. Meine Reaktion: „Na ja – irgendwas muss ja schief gehen. Solange es nichts mit der Hochzeit zu tun hat, geht´s ja noch.“ Ab Dienstag wurde es im Büro nochmal richtig stressig, sodass für die letzten Vorbereitungen nur der späte Abend in Betracht kam. Doch das Adrenalin aufgrund des bevorstehenden positiven Ereignisses machte Schlafen irgendwie überflüssig. Dienstag letztes Treffen mit dem Organisten und der Sängerin (so war es geplant). Wir trafen den Organisten allein in der Kirche an: oh nein – die Sängerin hat Fieber und ist erkältet. Das hat uns gerade noch gefehlt. Wie gut, dass es bis Samstag noch ein paar Tage sind, in denen sie wieder gesund werden kann. Mittwoch war dann letzter Anprobetermin des Kleides: „Wie schön – alles perfekt! Ich fühl mich soooo gut. Warum dauert es noch so lange bis Samstag?“. Meine Schwester und Trauzeugin hatte sich ab Mittwoch bei uns eingenistet. Donnerstag: Endlich Urlaub! Neben den letzten Vorbereitungen stand der Küchenaufbau in der neuen Wohnung an. Eine Sache allein vorzubereiten ist doch viel zu langweilig. ? Der Tag verging wie im Flug: letzte Sachen einkaufen, alles nochmal durchsprechen, Absagen entgegen nehmen (es haben tatsächlich noch einige Leute 2 Tage vorher abgesagt – unglaublich, aber wahr). Abends dann noch ein letztes Treffen im Restaurant mit dem DJ, um den optimalen Ort festzulegen. Die Wetteraussichten waren alles andere als gut. Also musste der DJ drin stehen und nicht wie ursprünglich geplant auf der Terrasse. Aber auch dafür haben wir eine perfekte Lösung gefunden nach einer Stunde Diskussion. Jeder hat seine Erfahrungen, Wünsche und Erwartungen – da ist es nicht so leicht, einen Kompromiss zu finden. Aber auch das hat dann irgendwann geklappt. Uiuiui – dann der letzte Tag vor der Hochzeit: wieder die Wohnung aufschließen für die Küchenbauer und den Hausmeister, der die Lampen in der neuen Wohnung anbringt. Anschließend Termin zur Fingernagelmodellage und Schminkberatung bei der Kosmetikerin, Brautkleid abholen und ins Hotelzimmer bringen (nein, der Bräutigam darf es doch vorher auf keinen Fall sehen!), Sitzplatzordnung festlegen, nochmal ins Restaurant, um die allerletzten Details abzusprechen, Telefonat mit dem Fotographen, vom Blumenhändler nochmal alles bestätigen lassen, damit alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankommt. Und dann war endlich Ruhe eingekehrt, zumindest bei uns. Wir haben uns am Abend mit meiner Schwester und ihrer Freundin im Havana getroffen, um den Abend bei einem leckeren Cocktail ausklingen zu lassen. Meine Schwester hatte noch keine Ruhe: sie führte Telefonate über Dinge, von denen wir nichts wissen durften. ;-) Abends fielen wir total übermüdet ins Bett und die Nacht war viel zu kurz. Um 6:30 Uhr ging der Wecker.
Und dann war er da – DER GROSSE TAG. 7:45 Uhr: Termin in der Kirche, um die Ringe, die Kerze und die Liederhefte abzugeben. Der Blumenhändler hat den Blumenschmuck angebracht. Es sah toll aus! Im Übrigen: es regnete in Strömen. Was für ein Wetter – so hab ich mir das aber nicht vorgestellt. ? Ach, egal – wird schon klappen. Mein Gedanke: „wenn es morgens regnet, ist es nachmittags trocken.“ Es sah aber gar nicht danach aus, dass es auch nur irgendwann aufhörte. Auf zum Friseur! In der Zwischenzeit rief meine Schwester schon an, weil ich mich um 10 Minuten verspätet hatte. „Mensch, mach doch nicht so’n Stress – die Hochzeit ist doch erst um 14 Uhr.“ Als wir beim Friseur waren, fing es noch extremer an zu regnen. Die Tür flog auf vom Sturm. „Oh je – wie sollen wir hier mit der Frisur nur heile rauskommen und wie soll die Frisur den ganzen Tag halten?“. Aber – als wir den Friseursalon verließen, hatte es aufgehört zu regnen und es schien sogar ein bisschen die Sonne. Welch ein Glück. Wir kamen auch trocken bei der Kosmetikerin an. So viel Glück. . . Geschminkt und gestylt machten wir uns auf ins Hotel. Dort wartete schon meine Cousine, die mir in geballter Zweisamkeit mit meiner Schwester ins Kleid helfen wollte. Aber es war doch noch viel zu früh. Also bezog ich schon mal unser Zimmer. Glücklicherweise war es schon bezugsbereit. Wow – so groß und schön! Kurze Zeit später wurde die Flasche Sekt geliefert zum Anstoßen. Oh – jetzt wird es aber Zeit. Kleid anziehen. Der Anruf von der Rezeption kommt, dass der Fotograph da ist. Jetzt schnell ins Kleid hüpfen. Meine Mutter war auch angekommen in der Zwischenzeit. Sie hatte die ehrenvolle Aufgabe, den Schleier festzustecken. Alles schön fotografieren. Patrick hat ja von dem ganzen Vormittag nichts mitbekommen – dann soll er nachher schön die Bilder sehen können. Dann musste der Fotograph wieder weg, um Patrick die Wartezeit zu verkürzen und ihn in seiner Ungeduld auch noch festzuhalten. Das Auto wartete schon auf uns – schön geschmückt und die Blumensträuße lagen auch schon drin für meine Schwester, meine Cousine und mich! Oh – war das ein Akt, ins Auto zu klettern mit dem Kleid. Der Fahrer kannte die Problematik aber schon und hatte gute Tipps auf Lager. Sobald wir im Auto waren, fing es in Strömen an zu regnen. Aber wirklich sehr extrem! Wie sollte ich nur trocken in die Kirche kommen? Es hörte echt nicht auf. . . bis dass wir vor der Kirche geparkt haben. Dann hörte es wie von Geisterhand auf zu regnen und ich kam trocken in die Kirche. Das war echt schon ein Wunder. Überwältigend – so viele Leute in der Kirche. Auf einen Blick konnte ich gar nicht erkennen, wer alles da war. Es waren sehr viele! Und vorne stand Patrick! Komisch, aber ich kann mich gar nicht mehr richtig erinnern, wie ich da reinging – lief wie im Film an mir vorüber. Angekommen. . . Der Gottesdienst war wunderschön. Der Pfarrer fand genau die richtigen Worte, unsere Familienmitglieder, die die Texte gelesen haben, haben sich wirklich Mühe gegeben und die Sängerin im Zusammenspiel mit dem Organisten war wirklich klasse! Ein sehr gelungener Gottesdienst – so, wie ich ihn mir vorgestellt habe und noch viel schöner.
Hier findet Ihr das Liederheft, so wie es der Organist für uns vorbereitet hatte. Herzlichen Dank an dieser Stelle! Als wir dann aus der Kirche herausgingen, war es sonnig, warm und sogar der Boden war trocken. Die erste Aufgabe als kirchlich getrautes Ehepaar mussten wir bewältigen. Ein Herz aus einem Stück Stoff ausschneiden. Hehe – ich war schneller! Es waren sogar einige Überraschungsgäste in der Kirche, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Meine Freundin aus Köln war in der Kirche – sie war gerade in der Nähe. Hab mich sehr gefreut! Mein Großonkel aus Münster, den ich zwar nicht kannte, aber er mich, hat uns Glück gewünscht und war dabei, weil er ab und zu bei seiner Partnerin in Leverkusen ist. Dann die lange Schlange der Gratulanten, bevor wir dann in Kolonne und mit Hupkonzert zum Restaurant fuhren. Begrüßt mit Sektempfang gab es anschließend Hochzeitstorte! Hmmm – sehr lecker. Es zog sich sehr lange hin, bis alle ein Stück hatten. Glücklicherweise hatten wir professionelle Unterstützung beim Anschneiden – sonst wären wir bis zum Abendessen noch nicht fertig gewesen. Der Nachmittag lief sehr locker ab – alle unterhielten sich nett bei Kaffee und Kuchen. Es regnete draußen. Wann sollten wir nur die Bilder machen? Wir unterhielten uns auch sehr gut und hatten gar keine Lust auf Fotos machen. ? Die ersten Gäste, die sich nur zum Kaffeetrinken angekündigt hatten, gingen schon wieder. Nun wurde es aber Zeit, dass wir Fotos machten. Es war sonnig und trocken – also nix wie los. Schließlich war es schon 18:30 Uhr. Wie die Zeit vergeht. . . Als wir wiederkamen, kleiner Schock: ich hatte meiner Freundin, die unsere Katzen füttern wollte, den falschen Schlüssel gegeben. Schlecht, wenn man Schlüssel von zwei Wohnungen in der Tasche hat. Meine Schwester und meine Cousine mit ihrem Mann haben das Problem gelöst und haben das Füttern übernommen. Danke schön dafür! Der DJ hat in der Zwischenzeit ein Spiel moderiert (Liederraten Frauen gegen Männer), um die Gäste bei Laune zu halten. Als wir zurückkamen, wurden wir dann auf die Probe gestellt. Beim Übereinstimmungsspiel wurde getestet, wie gut wir uns kennen. 7 von 10 Übereinstimmungen sind schon ok, aber ausbaufähig. Bevor wir nun das Buffet eröffneten, hab ich Patrick noch an die Hochzeitsvorbereitungen erinnert. Wir waren einkaufen und ihm fiel eine Karte ins Auge, auf der ein Brautpaar abgebildet war: die Frau mit lachendem Gesicht und der Mann mit traurigem Gesicht. Darüber stand: „Game over“. Ich habe die Karte gekauft und ihm dazu einen Kindheitstraum erfüllt, dass er mal ganz offiziell und mit Erlaubnis „Baggern“ darf. Das Essen war klasse und zog sich ziemlich lange hin, bevor wir dann den Tanz eröffneten zu „You light up my life“. Also ich muss ehrlich sagen, dass es bei den vorherigen Tanzstunden besser lief. Ist was Anderes mit so einem umfangreichen Kleid und vor so vielen Zuschauern. Aber wir haben es überlebt und es war toll. Nach weiteren Unterhaltungen, vielen Tänzen und einer Menge Spaß wurde dann um 24 Uhr der Brautstrauß geworfen. Ich habe den echten Brautstrauß geworfen, nicht einen zweiten, wie es manche machen. Wir wollten sowieso zwei Tage später umziehen. Da kann man Blumensträuße nicht so gut gebrauchen. Und wer hat ihn gefangen? Meine Schwester! Hab mich für sie gefreut. Und falls Ihr jetzt fragt: Nein, ich wusste nicht in welcher Richtung sie steht, denn einen Brautstrauß wirft man bekanntlich rückwärts. Ich bin gespannt, ob sie wirklich die nächste ist, die heiratet? Anschließend musste Patrick das Strumpfband mit den Zähnen von meinem Bein abziehen. Den Brauch kannte ich auch noch nicht. Er hat das Strumpfband dann an alle unverheirateten Männer geworfen. Gefangen hat es unser Freund Olli. Der nächste Tanz stand also fest – meine Schwester mit Olli. Interessant! Dass Olli demnächst heiratet wissen wir ja schon. Aber ist er wirklich der Nächste oder drängt sich noch jemand vor? Die Stimmung war klasse – der Service super – es ließ nichts zu wünschen übrig. Es gab sogar eine Polonäse durch das gesamte Restaurant. Patrick vorne, dazwischen alle Gäste und ich hinten. Er musste mich dann fangen. Sehr lustig. Bis 3 Uhr getanzt – das waren mehr als 12 Stunden reine Feier – dann sind wir (der harte Kern: meine Schwester, ihre Freundin, meine Kollegin, ihr Mann, Patrick und ich) ins Hotel gegangen. Es war wunderschön. Das letzte Lied war „Ne Mann, ich will noch nicht, ich will noch nen bisschen tanzen“. Das traf auch voll und ganz auf die beiden Andrea´s zu. Aber wir waren müde und glücklich über den sehr gelungenen Tag.
Danke an alle, die dazu beigetragen haben:
- Pfarrer Kern aus St. Franziskus Steinbüchel
- Der Küster aus St. Franziskus Steinbüchel
- Die Messdiener
- Unser Organist
- Die Sängerin
- Trauringladen Hubert Kierdorf
- Brautatelier Lilienthal
- Maßschneiderei Kuhn in Düsseldorf
- Mercy vom Friseursalon Brenscheid in Leverkusen
- Blumenvitrine Gierling in Leverkusen
- Tanja Wieczorek von Ringkissen Grazil
- DJ Diddi
- Fotograph Matthias Dollt
- Videograph Daniel Schneider
- Bäckerei Willecke
- Die Inhaber und das Servicepersonal vom „Haus am Park“
- Das Personal vom Lindner Hotel
- Unsere Eltern und Trauzeugen und alle Verwandten
- Alle, die uns mit Glückwünschen , Geschenken und ihrer Anwesenheit viel Freude bereitet haben
Wir können gar nicht oft genug danke sagen. Dieser Tag bleibt uns auf jeden Fall in Erinnerung - dank Euch!
Samstag, 12. März 2011
Kennt jemand von Euch den Hintergrund von Aschermittwoch? Woher kommt der Name? Welchen Brauch gibt es?
Ich habe am Aschermittwoch morgens auf dem Weg zur Arbeit Radio gehört. Und da war die Rede von "Am Aschermittwoch ist alles vorbei" und "Der politische Schlagabtausch am Aschermittwoch". Diese Worte hörte man immer wieder und ständig wurde darüber berichtet, wie die Parteien diesen Tag verbringen, wieviel Liter Alkohol über den Tisch gehen, usw. Es gab Zusammenfassungen der schönsten Lieder, Momente, Reden von den Karnevalstage.
Aber fehlt da nicht irgendwas? Der Aschermittwoch ist doch kirchlich geprägt. Als Beginn der Fastenzeit, 40 Tage bis Ostern, in Gedenken an Jesus Christus und auch daran, dass der Mensch vom Staub ist und zum Staub zurückkehren wird. Das ist doch der Hintergrund. Warum spricht darüber niemand? Ich finde, dass dieser Tag es verdient hat, wenigstens einen kurzen Hinweis dazu zu geben, wo der Name Aschermittwoch herkommt und was es damit auf sich hat. Aber nicht ein Wort fiel darüber im Radio Leverkusen oder Radio Essen.
Da die Moderatoren im Radio immer darauf hinweisen "Schicken Sie mir eine Studiomail", habe ich genau das auch getan. Ich habe meine Meinung zusammengefasst und dorthin geschickt als Studiomail an Radio Leverkusen. Am nächsten Tag bekam ich eine Antwort von der Redationssekretärin, die mir mitteilte, dass zu unterschiedlichen Tageszeiten verschiedene Berichte gesendet werden und dass am Wochenende kirchliche Sendungen im Programm sind. Deshalb beschränken sie sich in der Woche - und jetzt zitiere ich wörtlich - "auf allgemeine Themen". Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich lachend am Boden liegen. Aha - Politik, literweise Alkohol und Partys bei den Parteien, die schönsten Karnevalslieder und überalkoholisierte Jugendliche im Krankenhaus sind also allgemeine Themen, die sich für einen Aschermittwoch geradezu anbieten? Lassen wir das mal so dahin gestellt.
Aber an anderen Tagen, z. B. vor Weihnachten, vor Ostern, hört man dann im Radio Interviews von Radiomoderatoren an ganz "normale" Leute auf der Straße, in der Fußgängerzone oder in Geschäften mit der Frage: Was bedeutet Weihnachten denn eigentlich? Oder was ist denn der Hintergrund von Ostern? Dann kommen so lustige und total dämliche Antworten wie "Geschenke", "Frühjahrsspaziergang", "endlich mal wieder langes Wochenende", "Plätzchen backen", "Verwandte besuchen", "gutes Essen", "ausschlafen". . . Und die Moderatoren lassen dann lustige Kommentare fallen, dass die Leute ja die Hintergründe gar nicht mehr kennen und dass das ja peinlich ist.
Ja, das sehe ich auch so. Und woher kommt das? Die Medien tragen da alle Jahre wieder ihren Teil zu bei. Sie könnten doch jeden Feiertag (und viele Feiertage, an denen die Leute frei haben sind der Kirche zu verdanken) einen Bericht darüber senden, was der Hintergrund und Sinn dieses Feiertages ist, was dazu in der Bibel überliefert wird und wie die Leute dieses Fest früher gefeiert haben. Dann könnten sie sich diese peinlichen Interviews sparen.
Ach ne, das geht ja nicht - würde sicher dann die Einschaltquoten nicht höher treiben, wenn nicht mehr die Leute durch den Kakao gezogen werden, die über den Feiertag nichts wissen. Und dann haben die Hörer und Zuschauer ja nichts mehr zu lachen, die es wahrscheinlich selbst nicht besser wissen. Aber es ist ja immer einfacher, über andere zu lachen, als über sich selbst nachzudenken.
Radio Leverkusen ist jetzt jedenfalls nach dieser Antwort in meinem Ansehen gesunken und ich höre öfter mal andere Radiosender. Die berichten wahrscheinlich auch nicht unbedingt über kirchliche Feiertage, aber sie haben mir bis jetzt nicht eine solche offen gesprochen dumme Antwort gegeben.
Um das Ganze noch abzurunden: ich habe die Antwort natürlich nicht auf mir sitzen lassen und habe ihnen genau meine Bedenken mitgeteilt, dass sie ja einen Teil dazu beitragen können, dass die Leute besser über den Hintergrund der kirchlichen Feiertage Bescheid wissen. Ich bekam eine erneute Antwort, in der sich für meinen Vorschlag bedankt wurde und dass dieser geprüft wird. Na da bin ich ja mal gespannt, wie sich der nächste kirchliche Feiertag im Radio anhört: Karfreitag, Ostermontag, Pfingstmontag, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, da kommen ja demnächst noch einige. Und ob dann mal ein kleiner Hinweis kommt neben "Ausschlafen", "Eis essen", "spazieren gehen", "endlich frei", usw. lässt sich abwarten. Wenn ich Feedback bekomme zur Prüfung meines Vorschlags, dann berichte ich natürlich darüber.
Wer Interesse hat und sich tatsächlich informieren möchte, was Aschermittwoch bedeutet und welchen Hintergrund dieser Tag hat, klickt hier.
Dienstag, 28. Dezember 2010
Zum Jahresende bzw. bevorstehenden Jahresanfang stehen wieder die Neujahrsvorsätze an, über die viele Menschen nun nachdenken. Zu Beginn dieses Artikels eine schöne Geschichte, die ich im Gedichte-Garten gefunden habe:
Die Geschichte spielt im alten Persien. Es ist an der Zeit, das Neujahrsfest vorzubereiten. Der König wies seine Leute an: "Ich möchte, dass es ein wirklich königliches Fest wird. Die Gästeliste soll überquellen von illustren Persönlichkeiten. Die Tische sollen sich biegen unter Delikatessen und die Weine sollen nur aus den besten Trauben und den erlesenen Jahrgängen bestehen." Die Mitarbeiter schwärmten Losen und brachten aus allen Landesteilen nur das Köstlichste. Aber der König war nicht zufriedenzustellen. "Im letzten Jahr habe ich ein durch nichts zu überbietendes Fest gegeben. Aber die ganze Stadt sprach nur von dem Fest bei Ramun, dem Maler. Da wurde getrunken und gelacht die ganze Nacht bis zum Nachmittag des nächsten Tages. Im Jahr davor war es dasselbe. Ebenso im Jahr davor und davor. Einmal muss es mir doch gelingen, diesen Wurm zu übertrumpfen, denn ich, ich bin der König." Einer der Mitarbeiter, ein kluger Mann, verneigte sich tief und fragte: "Mein König, habt Ihr je mit dem Maler gesprochen? Es muss doch einen Grund geben, warum die Leute sein Fest so lieben, obwohl sie in schäbiger Hütte ihre mitgebrachten Häppchen und den billigsten Wein trinken müssen." Der König nickte stumm und sagte: "Gut, schafft mir diesen Ramun heran." So geschah es. "Warum lieben die Leute so dein Neujahrsfest?" fragte der König. Worauf der Maler: "Wir sind Freunde und wir brauchen einander - mehr brauchen wir nicht. Deshalb sind wir reich." (Verfasser unbekannt)
Ich habe für den Jahresbeginn dieses Mal keinen Vorsatz. Ich möchte einfach so weitermachen wie bisher, denn es war aus meiner Sicht gut und richtig, was ich im Jahr 2010 angefangen, fortgeführt oder auch bewusst nicht getan habe. Warum sollte ich es dann verändern?
Dazu habe ich noch zwei Zitate im Glücksarchiv gefunden, die es ganz gut treffen:
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. - Søren Kierkegaard (1813 - 1855), Philosoph, Schriftsteller und Theologe
Glück liegt nicht darin, dass man tut, was man mag, sondern mag, was man tut. - Sir James Matthew Barrie (1860 - 1937), Schriftsteller
Ich wünsche Euch allen noch eine schöne verbleibende Zeit im alten Jahr, einen angenehmen Übergang ins neue Jahr und dass Ihr glücklich seid oder werdet. Vorsätze sind nicht das, was man zum Jahreswechsel braucht. Besser ist es, seine persönliche Situation zu beleuchten und das Gute darin zu sehen bzw. zu suchen.
Danke, dass sich unsere Wege in diesem Jahr gekreuzt haben und dass wir ein (kurzes oder langes) Stück zusammen gegangen sind. Ich freue mich, wenn wir zukünftig auch weiterhin Begegnungen haben oder unsere Erfahrungen und Erlebnisse teilen und uns darüber austauschen.
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Ich wünsche Euch allen einen angenehmen Übergang in das neue Jahr, das Eure Wünsche erfüllt und Euch Euren Zielen zumindest ein Stück näher bringt oder dass Ihr sie bestenfalls erreicht.
Da ich in den letzten Tagen oft gehört habe, dass 2010 alles besser wird. Dazu kann ich nur sagen, dass wir darauf auch gewissermaßen Einfluss haben und nicht alles von alleine kommt. Wir müssen dafür natürlich auch etwas tun. Und ein schönes Zitat dazu habe ich auch noch:
Ich kann nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird, aber so viel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es besser werden soll. (Georg Chr. Lichtenberg)
In dem Sinne: Feiert schön Silvester und verbringt einen schönen Abend.
Sonntag, 27. Dezember 2009
... weil Menschen Hoffnung brauchen.
Die Aktion Lichtblicke wird von den Lokalradios beworben. Ich finde es eine sehr sinnvolle Aktion, weil damit Familien ´vor der Haustür` unterstützt werden, nämlich hier in NRW. Und es sind Familien, Kinder, Eltern, die unverschuldet in Not geraten sind. Durch die Fälle, die immer wieder im Radio vorgestellt werden, habe ich erfahren, dass es an Waschmaschine, Autoreparatur und nicht selten sogar an Essen fehlt. Das Geld reicht bei manchen nicht mal bis zur Monatsmitte. Besonders berührt hat mich ein Fall, über den heute berichtet wurde. Eine Familie hat alles verloren durch einen Brand. Sicher passiert das vielen Menschen auf der Welt und man kann bestimmt auch nicht allen helfen, aber jedes Zeichen, das man setzt, um zu helfen, lohnt sich.
Die ganzen Fälle sind hier nachzulesen. Mich bringt es sehr zum Nachdenken und ich freue mich, dass es diese Aktion gibt, damit es im Leben von bedüftigen Menschen einen Lichtblick gibt. Und da ich Weihnachten sehr reich bedacht worden bin, habe ich auch an Lichtblicke gespendet. Geteilte Freude ist doppelte Freude.
An dieser Stelle danke an alle, die an mich gedacht haben mit Weihnachtsgrüßen, lieben Worten und Geschenken. Alle haben mir damit große Freude bereitet. Es war ein gemütliches Weihnachtsfest, an dem ich schöne Augenblicke hatte und viele nette Menschen begegnet bin oder mit ihnen gesprochen habe. So unruhig und teilweise auch hektisch die Zeit vorher war, kehrte dann am Heiligabend endlich Ruhe ein. Danke an alle, die dazu beigetragen haben, dass es für mich ein schönes Weihnachtsfest war.
Samstag, 27. Dezember 2008
Ich habe die Weihnachtstage gut überstanden. Es waren schöne Weihnachtstage: Am Heiligabend waren wir zuerst in der völlig überfüllten Kirche St. Franziskus in Leverkusen-Steinbüchel. Wirklich unglaublich, dass die Kirche zu Weihnachten nicht groß genug ist, während sie das ganze Jahr über an "normalen" Sonntagen die Kirche nicht zur Hälfte gefüllt ist. Dann haben wir uns unseren Weihnachtsbraten in den Backofen geworfen. Nein, es gab nicht - wie in vielen Familien üblich - Kartoffelsalat mit Würstchen oder Frikadellen. Das gibt´s Silvester bei uns. Dazu gab es Bohnensalat (Brechbohnen) mit der berühmten Sauce von meiner Oma (1/2 Becher Sahne, 1 Eßlöffel Senf, 1/2 Zwiebel in Würfeln, Pfeffer, Salz) und Semmelknödel. Dank Metzgerei Klein Leverkusen hatten wir also für 2 Tage genug zu essen - ohne große Vorbereitung. Der Braten war schon im Bratschlauch und wir mussten ihn nur 1,5 Stunden in den Backofen packen. Mehr nicht! Nach dem Essen und Spülen war dann Bescherung - ganz entgegen meiner Tradition, dass es am ersten Weihnachtstag erst Geschenke gibt. So war das bei uns früher immer - da kam das Christkind über Nacht. Und ich muss zugeben, dass ich nicht schlecht geguckt habe, als ich tatsächlich einen Falk-Autoplan bekommen habe für Ruhrgebiet, Münster und Köln - also alles, wo ich mich die meiste Zeit aufhalte, ist enthalten. Na gut, er hat vorher gesagt, dass ich einen Autoatlas bekomme, aber ich habe fest mit einem Navi gerechnet. Nicht, weil ich der Meinung bin, dass ich das brauche (ich kam ganz gut klar mit meinen Ausdrucken von Mappoint). Patrick war jedoch genervt von meiner Zettelwirtschaft und auch, dass er mir immer sagen musste, wie viele Meter bzw. Kilometer ich genau auf dieser Straße bleiben muss. Tja - meine Beifahrer haben es schwer. Gut, das Navi hab ich dann im zweiten Schritt bekommen; wusste ich doch. Ich hatte ihn schon Wochen vorher durchschaut. Nein, ich habe nicht geschnüffelt. Am ersten Weihnachtstag hab´ich dann noch Blumen abgeholt in der Blumenvitrine in Leverkusen. Dort habe ich etwas vorbereiten lassen für den Friedhof für das Grab meiner Oma und das Grab meines Großonkels. Mit wenigen Worten muss ich beschreiben, was ich haben möchte und Herr Gierling trifft immer genau meinen Geschmack. Traumhafte Blumensträuße, schön dekorierte Topfblumen mit passenden Übertöpfen, Adventskranz und Türkränze - alles haben wir von dort schon bekommen. Einfach toll und empfehlenswert. Und sogar am ersten und zweiten Weihnachtstag hat er jedes Jahr von 10 - 12 Uhr geöffnet. Ich kann mir vorstellen, dass es gut angenommen wird - ob für Last-Minute-Geschenke oder auch für vorbestellte aufwändigere Blumengeschenke. Wer einen exklusiven Blumenladen mit freundlichem Service sucht, ist hier gut aufgehoben. Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns auf den Weg nach Kamen gemacht zu meiner Patentante, wo wir dann das Grab meines Großonkels besucht haben. Er ist 2006 gestorben, viel zu früh. Er war Pfarrer in Kamen. Anschließend sind wir dann weiter gefahren nach Dortmund nach Patricks Eltern. Dort haben wir Tiramisu-Torte gegessen, die wir einen Tag vorher gebacken haben. Sehr lecker! Aber noch leckerer waren die selbstgebackenen Rum-Kugeln und Pralinen von Patricks Mama. Unglaublich lecker! Nein, ich will nicht wissen, wie viele Kalorien die haben. Abends gab es dann Resteessen von unserem Weihnachtsbraten, der mit Mett und Zwiebeln gefüllt war mit Bohnensalat und dieses Mal Reis. Lecker! Am 2. Weihnachtstag haben wir dann quasi eine Sauerland-Tour gemacht. Morgens zu meinem Opa nach Elpe, anschließend zum Grab meiner Oma - ebenfalls in Elpe. Dann kurz zu meiner Mama und meinem Bruder in Gevelinghausen, bevor wir uns auf den Weg in meine alte Heimat Arnsberg gemacht haben, wo meine Schwester jetzt wohnt. Genauer gesagt nach Hüsten. Es gab eine Riesenauswahl an Kuchen: Von Stachelbeerbaiser über Rotweinkuchen, Apfelkuchen,Weihnachtsplätzchen, Muffins, Glühweinschnitten, Obstboden, usw. Unglaublich! Ihre zukünftigen Schwiegereltern (also die Eltern von ihrem Freund), die Schwester ihres Freundes, unsere Mama, ihr Freund natürlich und Patrick und ich waren da. Wunderschöne Wohnung; vor Allem die Küche gefällt mir. Ja, meine Schwester hat schon Geschmack, was Möbel, Deko und Farben betrifft. Abends gab es dann noch etwas zu essen - Frikadellen und Feuereintopf. Sehr lecker und reichlich! Davon konnten sie auch am nächsten Tag noch essen. Es war ein wunderschönes Weihnachtsfest mit den Familien! Und es war auch nicht anstrengend, sondern einfach genau richtig. Danke, Andrea, für´s Organisieren und Vorbereiten. Nächstes Jahr lässt Du Dich verwöhnen - dann seid Ihr bei uns eingeladen. Und hier noch einmal zusammengefasst, womit wir reich beschenkt wurden: wieder viel zu viel: wie jedes Jahr.... Ich habe eine hautstraffende Gesichtscreme mit Olivenöl von medipharma cosmetics bekommen (sowas darf sich auch nur meine kleine Schwester erlauben). In der Packungsbeilage steht: "Im zunehmenden Alter wird unsere Haut jedoch sensibler..., spezielle Pflege gegen die ersten Zeichen der Hautalterung..., die Kombination aus Olivenöl, Mandelmilch und Vitaminen strafft die Haut und mildert Fältchen". Wenn das mal kein Wink mit dem Zaunpfahl war. :-) Und zusammen bekamen wir Milka-Herzen, eine Flasche Wein, eine Flasche Sekt, Pralinen, 2 Teetassen, einen Ikea-Gutschein und zahlreiche Weihnachtskarten - ob traditionell per Post, per E-Mail, per SMS oder auch persönlich. Gefreut haben wir uns über alles gleichermaßen. Danke an alle!
Montag, 22. Dezember 2008
Eine schöne Weihnachtsgeschichte Wenn’s damals schon Fax gegeben hätte, so sage ich Euch, jede Wette, hätt’ Josef schon vorher ein Zimmer gebucht, anstatt auf gut Glück und umsonst gesucht. Und Maria läge nun ganz bequem im Grand Hotel von Betlehem.
Und schließlich, als die Wehen begonnen, hätt’ Josef dann sein Handy genommen, schon eilt der Gynäkologe herbei und das Kindlein tut seinen ersten Schrei, in einem Zimmer, sauber und schön im Luxushotel von Betlehem.
Worauf der Josef gleich eMails versandte an Freunde, Familie und andre Bekannte, die gleich erfahren zur selben Stund’, das Kind ist ein Knabe, er und die Mutter gesund.
Doch leider gab es das damals noch nicht, so erblickte der Knab’ im Stall nur das Licht von Josef’s Laterne und das der Welt und auch zum Verkünden die E-Mail fehlt.
Drum taten’s die Engel den Hirten sagen, so war das damals, in jenen Tagen, Computer, Handy und Fax gab es nicht, doch dafür ein Engel, der mit Hirten spricht.
Und wir leben nun mit den technischen Dingen, die täglich im Leben Erleichterung bringen, doch kann sich die Technik auch fürchterlich rächen, wenn wir dadurch verlernen, miteinander zu sprechen. Ich wünsche allen Lesern frohe und gesegnete Weihnachten mit vielen netten Gesprächen, gut gemeinten Wünschen und schönen Momenten.
Samstag, 6. Dezember 2008
Na, hat Euch der Nikolaus auch etwas in Euren Stiefel gebracht? Also ich habe heute einen Tastaturschutz für mein Notebook bekommen und freu mich riesig darüber, denn ich wollte mir das schon lange selbst kaufen und hab es immer vor mir her geschoben. Ich wünsche Euch allen einen tollen Nikolaus-Tag, besonders allen, die heute ihren Namenstag feiern. Viel Spaß. Und wer sich fragt, warum überhaupt Nikolaus gefeiert wird und wer der heilige Nikolaus war, der kann hier mehr über ihn nachlesen.
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