Artikel mit Tag Sekretariat
Samstag, 1. Januar 2011
Ich wünsche Euch allen ein frohes, neues Jahr.
In Leverkusen hat dieses Jahr mit viel Nebel, einigermaßen viel Knallerei und Feuerwerk (aus meiner Sicht viel zu viel) und einem netten Abend begonnen. Wir haben mit Freunden im Rossini in Leverkusen à la carte gegessen, Cocktails, Bier, Wein und viele andere leckere Sachen getrunken. Ja, es gab dort sogar alkoholfreies Bier (das ist ein "Insider" für unseren Freund Thomas, der sich "freiwillig" bereit erklärt hat, zu fahren). Er bekam das Wort alkoholfrei einfach nicht über die Lippen, weil für ihn Bier und alkoholfrei ein Widerspruch ist. Wir haben ihn dann bei der Bestellung tatkräftig unterstützt und das Wort alkoholfrei für ihn ausgesprochen. :-)
Da wir um kurz nach Mitternacht bereits ein Taxi bestellt haben, ging es auch sehr zügig. Eine halbe Stunde später wäre es schon kritischer gewesen. Es war unglaublich nebelig und man konnte keine 10 Meter weit gucken. Das war ziemlich gefährlich, weil immer wieder Leute auf die Straße liefen, um irgendwelche Böller dahin zu werfen oder aufzusammeln. Im Großen und Ganzen wurde zumindest in der Umgebung nicht besonders viel in die Luft geschossen, es hielt sich in Grenzen. Oder man konnte es nicht sehen, weil es zu nebelig war. Als wir heute durch die Straßen gefahren sind, lag doch schon einiges auf der Straße. Für mich wäre Silvester auch ohne Feuerwerk und Knallerei nur mit ein paar Wunderkerzen schön. Das Geld würde lieber anderweitig sinnvoller investiert.
Ich freu mich, wenn Ihr weiterhin regelmäßig auf meiner Seite vorbeischaut. Genießt das Wochenende und lasst die ersten Tage es neuen Jahres gemütlich und stressfrei angehen. Mögen sich Eure Wünsche und Vorsätze erfüllen.
Für mich wird das Jahr 2011 vermutlich genauso oder noch spannender als 2010: im Job gibt es zumindest was mein Tätigkeitsgebiet betrifft keine Änderung, denn ich mag meinen Job und sehe keinen Grund zu wechseln; privat steht die kirchliche Hochzeit an und der Umzug in unsere Eigentumswohnung. Beides wird spannend, weil wir einiges dazu beitragen müssen und das auch gerne tun, dass alles gelingt. Nebenbei habe ich mir vorgenommen, meine neue Homepage www.sekretariat-assistenz.de mit Leben zu füllen und hier nützliche Infromationen für meine Kolleginnen, Kollegen und natürlich auch für mich bereitzustellen. Somit ist der Inhalt meines Jobs und mein Privatleben durch die zwei unterschiedlichen Websites etwas mehr getrennt. Ihr seid herzlich eingeladen, auch auf der neuen Seite vorbeizuschauen. Vielleicht schaffe ich es, Euch etwas mehr über das Berufsbild näher zu bringen, denn immernoch werde ich mit Vorurteilen konfrontiert, dass eine Sekretärin Kaffee kocht für den Chef. Soviel kann ich schon vorwegnehmen: Das stimmt nicht! Mehr dazu folgt hier.
Donnerstag, 22. April 2010
Ich frage mich in der letzten Zeit öfter mal, ob wir dank der neuesten Technik-Standards zu oft auf unpersönliche Art und Weise kommunizieren.
Wie oft schreibt Ihr eine E-Mail, obwohl es schneller gehen würde, mal eben anzurufen oder sogar persönlich vorbeizugehen? Ich meine jetzt nicht nur im beruflichen Umfeld, sondern auch privat. Ist es nicht viel schöner, wenn man sich unkompliziert unterhalten kann - persönlich oder am Telefon? Nicht nur, dass man sich oft viel schneller das Neueste erzählen kann sondern es gibt auch bei telefonischen Gesprächen nicht so viele Missverständnisse. Außerdem kann man am Telefon gemeinsam lachen oder auch Mitgefühl äußern, wo hingegen man sich in der E-Mail-Kommunikation nur mit Smilies weiterhelfen kann, die auch nicht besonders aussagekräftig sind.
Und ist nicht jemand von Euch schon mal auf die Idee gekommen, der Kollegin im Nachbar-Büro oder sogar im gleichen Büro kurz eine E-Mail zu schicken? Klar sind wir von Natur aus bequem, aber macht das wirklich einen Sinn? Ich schließe mich davon nicht aus, denn es passiert mir auch schon mal. Ich möchte es mir jedoch bewusster machen und wann immer es möglich ist, darauf verzichten.
Was oft ein Argument für die E-Mail-Kommunikation ist, ist die Dokumentation. Aber ganz ehrlich: wieviele unserer täglich verfassten E-Mails müssen wirklich dokumentiert werden? Ich denke, dass es ein minimaler Anteil ist. Eine weitere beliebte Angewohnheit ist, die Information der E-Mail im CC-Feld an viele andere zu senden. Es ist unglaublich, wieviele E-Mail-Empfänger in dem CC-Feld stehen? Ob sie das wirklich alle wissen müssen und wollen? Und vor allem, ob sie alle wirklich Zeit haben, das zu lesen? Ich finde, es ist eine Überlegung wert, weil immer mehr E-Mails in den Postfächern ankommen. Wir sollten darüber nachdenken, ob wirklich so viele Kopieempfänger nötig sind und ob "an alle antworten" einen Mehrwert liefert.
Ich habe mir angewöhnt, die E-Mails teilweise nur noch zu überfliegen und abzulegen, wenn sie mich nicht direkt betreffen. Und da sind wir auch schon beim nächsten Punkt. Müssen alle E-Mails abgelegt werden und nach welchem Muster? In den letzten Monaten habe ich selten eine E-Mail noch einmal gebraucht. Wenn ich Dokumente verschicken musste, habe ich diese sowieso an einem Speicherort abgelegt. Wofür also die E-Mails auch noch alle ablegen? Man könnte sie ja noch einmal brauchen. Ja, kann sein - aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit?
Unter meinem E-Mail-Postfach befinden sich einige Unterordner, die nach Schlagworten sortiert sind. Da werden einige E-Mails abgelegt, aber Vorgänge, die für mich abgeschlossen sind, werden dann auch wieder gelöscht. Sicher könnte ich noch viel mehr löschen, aber irgendwie sind die Gedanken "brauch ich es vielleicht doch nochmal" manchmal zu stark.
Für meinen Privatbereich möchte ich gerne viel lieber mal telefonieren, statt Abende damit zu verbringen, E-Mails zu versenden oder beantworten. Das kann natürlich dazu führen, dass wir nicht mehrmals pro Woche in Kontakt stehen, was manchmal per E-Mail so ist. Jedoch finde ich es am Telefon oder persönlich viel effektiver, dass wir uns austauschen können. Auf Fragen kann sofort geantwortet werden, Termine können leichter abgestimmt werden und auch der Austausch ist angenehmer und persönlicher. Ich denke, dass ein Anruf in 2 Wochen oder einem Monat mehr bringt als 10 E-Mails. Lasst es uns ausprobieren.
Ich freue mich auf Eure Kommentare, welche Erfahrungen Ihr mit der E-Mail-Kommunikation habt und wie Ihr damit umgeht. Und ich freue mich auf Eure Anrufe, die Ihr sonst auf die Idee kommen würdet, mir kurz eine E-Mail zu schicken. :-)
Freitag, 16. Januar 2009
Jetzt erscheinen sie wieder in vielen Terminkalendern: Jahresgespräche, Feedbackgespräche, Mitarbeitergespräche oder Zielvereinbarungsgespräche - verschiedene Bezeichnungen und doch inhaltlich ziemlich ähnlich. Es geht um den Rückblick auf das vergangene Jahr und natürlich besonders um die Planung für das neue Jahr. Es wird die Teilnahme an Seminaren vereinbart, die Ziele gesteckt und nicht zuletzt ein Feedback gegeben - am Besten gegenseitig. Das sollte natürlich ehrlich und konstruktiv ablaufen. Eine gute Vorbereitung zu diesem Gespräch ist sehr wichtig. Man sollte das vergangene Jahr Revue passieren lassen und sich Fragen stellen wie: - Was habe ich besonders gut erledigt? Wo war ich erfolgreich? - Was hätte besser laufen können? Wo habe ich Verbesserungspotenzial? - Welche Seminare möchte ich gerne besuchen (bestenfalls sollte es auch mit dem Punkt Verbesserungspotenzial in Verbindung gebracht werden)? - Welchen Nutzen haben die Seminare für die Firma/ den Chef/ für mich und meinen Job? - Welche Ziele könnte ich mir vorstellen? Einige Vorschläge dafür kommen sicherlich gut an. Die Ziele sollten aber nicht zu einfach sein, sondern schon eine gewisse Herausforderung darstellen. Wichtig ist dabei die Messbarkeit und die konkrete Definition. Es ist hilfreich, über die Seminare, die man besuchen möchte, Unterlagen mitzubringen, in denen das Datum, der Titel, die Inhalte, die Ziele und der Preis zu erkennen sind. Die Argumente sollten sachlich sein. Überlegungen zu möglichen Gegenargumenten und ein Kompromissvorschlag sollten ebenfalls vorhanden sein. In diesen Gespräche kann sehr gut ein Fremd- und Selbstabgleich erfolgen. Der Chef kann eine Einschätzung geben, wie die Mitarbeiterin/ der Mitarbeiter wirkt und wie die Aufgaben erledigt werden. Dabei sollte man für jede Aussage des Chefs dankbar sein, auch wenn er manche Dinge hervorhebt, die wir besser machen können. Gerade daraus können wir lernen. Klar hört man Lob lieber als Kritik; die gute Mischung macht´s. Mithilfe von konstruktiver Kritik können wir viel lernen und mit verschiedenen Situationen besser umgehen. Lob motiviert und bestärkt den Mitarbeiter. Wenn es speziell um Zielvereinbarungen geht, habe ich vor einiger Zeit mal einen Artikel über "Zielvereinbarungen für Sekretärinnen" geschrieben. Hier ist er zum Nachlesen. Viel Erfolg bei den Gesprächen, wie auch immer sie genannt werden! Nicht die Bezeichnung, sondern der Inhalt zählt.
Montag, 1. Dezember 2008
Jeden Tag lese ich viele E-Mails und auch einige Briefe mit mehr oder weniger passenden Grußformeln. Da kommt dieser Artikel in der Karrierebibel wie gerufen. Mails mit MFG oder LG nerven mich in der letzten Zeit schon extrem, weil es auch immer mehr wird. Jeder meint, Zeit sparen zu können, durch solche Abkürzungen. Dabei wirkt es aus meiner Sicht eher eilig und wenig wertgeschätzt. Ich bin der Meinung: "So viel Zeit muss sein", sonst sollte ich lieber schnell anrufen oder gar nicht erst schreiben. Die freundliche Begrüßung/Anrede mit Benennung des Namens gehört für mich genauso dazu wie eine kurze Einleitung wie "Hoffentlich hatten Sie ein schönes Wochenende" oder "Ich hoffe, es geht Ihnen gut". Diese beiden Sätze sind allerdings nur angebracht, wenn man sich kennt oder schon mal persönlich begegnet ist. Vorausgesetzt, dass man es ernst meint - sonst sollte man es sich sparen. Was bei mir auch nicht so gut ankommt ist die Anrede "Liebe(r) Frau oder Herr xxx". Das hat aus meiner Sicht im geschäftlichen Schriftverkehr nichts zu suchen. Es hat aus meiner Sicht immer einen leicht unterschwelligen Ton - vor Allem wenn in der E-Mail eine nicht eingehaltene Frist kritisiert wird, die dann mit einer Anrede "Lieber ...." beginnt - passt irgendwie nicht zusammen. Ich denke oft darüber nach, wie die Formulierung auf den Empfänger wirkt - auch wenn es etwas länger dauert. Im Gegenzug dazu bin ich wirklich verwundert, wie schnell und unbedacht manche Leute ihre E-Mails verfassen und ohne sie durchzulesen, den Senden-Knopf betätigen. Wie soll das nur weiter gehen? Zukünftig lassen wir wahrscheinlich auch noch die Satzzeichen weg, nutzen keine Großbuchstaben mehr und kürzen noch mehr Worte ab - in der Hoffnung, dass unser Gegenüber uns versteht.
Sonntag, 19. Oktober 2008
Der Winter naht - die Temperaturen gehen Richtung Null - und es werden wieder Handschuhe getragen. Aber was machen wir mit den Handschuhen bei der Begrüßung? Sollten wir sie lieber ausziehen oder dürfen wir sie anbehalten? Carolin Lüdemann, Expertin für moderne Umgangsformen bei verschiedenen Medien (z.B. N24, SAT1, SWR) und Mitglied im Deutschen Knigge-Rat hat hier den Knigge-Tipp der Coach-Academy für uns, mit dem wir garantiert nichts falsch machen. In dem Sinne - kommt gut durch den Winter und begrüßt Euch herzlich, ob mit oder ohne Handschuhe. ;-)
Sonntag, 7. September 2008
Gerade ich als Fernstudentin bin auf eine sehr gute Planung und Organisation angewiesen. Aber auch ohne Studium neben dem Job ist es hilfreich, eine gute Planung zu haben, um die Work-Life-Balance hinzubekommen. Genau das habe ich in zahlreichen Seminaren in diesem Semester gelernt. Ob es nun ein Seminar zum Wissenschaftlichen Arbeite, zu "Leichter lernen lernen" oder zum Selbst- und Zeitmanagement war, überall ist das Thema Planung angesprochen worden. Deshalb habe ich mir ein Muster für einen Wochenplan erstellt, mit dem die Organisation leichter fällt. Hier findet Ihr das Muster zum Download. Es handelt sich dabei nicht um einen Plan, der nur für den Job anzuwenden ist, sondern wirklich für den ganzen Tag. Wichtig dabei ist, dass man sich nicht nur Aufgaben in den Wochenplan schreibt, die unangenehm sind und schwer von der Hand gehen, sondern auch Aktivitäten, auf die man sich freut und die einen Ausgleich zu Lernen und Job schaffen. Genauso wichtig sind Pufferzeiten, falls etwas länger dauert als geplant. Ich habe mir auch vorgenommen, am Ende jeden Tages ein Review über den Tag und am Ende der Woche ein Review über die Woche durchzuführen, um mir Gedanken zu machen, was gut und auch nicht so gut geklappt hat. Das hat den Vorteil, dass ich diese Erkenntnisse in die Planung für die Folgewochen mit einbeziehen kann. Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der Anwendung und freue mich auf Anmerkungen, wenn Ihr Verbesserungsvorschläge habt.
Mittwoch, 27. August 2008
In den letzten beiden Tagen war ich auf einem Seminar zur professionellen Gesprächsführung. Ich habe viele hilfreiche Tipps und Informationen bekommen. Neben Tipps zu Kommunikation und Gesprächsvorbereitung haben wir auch Merkmale genannt bekommen, wie ein Gespräch logisch aufgebaut werden sollte. Da gibt es verschiedene Strategien, um erfolgreicher überzeugen zu können. Wenn ich meine Notizen sortiert habe, werde ich hier sicherlich noch die eine oder andere Information darstellen. Das Seminar fand in einem Hotel in Essen statt, das für Tagungen und Seminare besonders geeignet ist. Aber auch für Hochzeiten und Feiern bietet das Hotel die perfekten Räumlichkeiten. Das Besondere an diesem Hotel ist nicht nur die Ausstattung, sondern auch die Geschichte. Es gibt im Hotel einen Raum, der nach Margarethe Krupp benannt ist, die in der Umgebung für ihre Arbeiter Häuser hat bauen lassen, in denen sie mit ihren Familien wohnen konnten. Der Raum ist nicht umgestaltet worden, sondern erinnert wirklich an früher und strahlt auch etwas Uriges und Geheimnisvolles aus. Er besteht aus Holzboden und Holzwänden. Eine Kommode mit urigem Geschirr, eine runde Tafel als Esstisch und Sessel erinnern an alte Zeiten. Das Hotel "Zur Margarethenhöhe" in Essen liegt auch in einer sehr schönen Umgebung. Vor dem Hotel befindet sich der Marktplatz, der von den Häusern umgeben ist, die früher für die Arbeiter gebaut wurden. Es ist eine sehr schöne Umgebung, die auch zu einem Spaziergang einlädt. Der Marktplatz wird für die Hotelbesucher auch als kostenloser Parkplatz genutzt, was auch laut Hotelmitarbeiterinnen in Ordnung ist. Mittwochs und samstags ist jedoch Markt auf dem Platz, sodass das Parken dort verboten ist. Für diese Fälle gibt es die hoteleigene Tiefgarage, die an diesen Tagen ebenfalls kostenlos genutzt werden kann, sonst für 9 € pro Tag. Wenn also jemand mal ein Tagungshotel in Essen sucht, kann ich es ruhigen Gewissens empfehlen. Denn auch die Zimmer sind sehr schön, geräumig und modern eingerichtet. Das Frühstücksbuffet enthält eine große Auswahl und es lässt keinen Wunsch offen. Das Essen war reichlich und sehr gut. Auch Freundlichkeit, Flexibilität und Service sind erstklassig. Wenn man mal spontan ein Menü wechseln wollte und stattdessen einen Salat und einen Obstsalat haben wollte, wurde es ermöglicht. Ich habe mich sehr wohl gefühlt dort und würde jederzeit wieder dorthin fahren und es auch gerne weiterempfehlen. Es war ein traumhafter Aufenthalt - wie Urlaub! :-) Das habe ich auch den "Margarethchen" zu verdanken, wie sich das Servicepersonal liebevoll nennt. Morgens auf dem Frühstückstisch fand ich aus Tonkarton einen Gruß: Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Tag - Ihre Margarethchen. Das hat mir sehr gefallen und klingt niedlich. Die Geschichte zur Familie und Tradition kann hier nachgelesen werden. Auf der Internetseite konnte ich auch noch finden, dass es ein Land-Hotel Burgaltendorf gibt, das im Grünen gelegen ist. Scheinbar gut für alle, die die Ruhe suchen und das Grüne mögen. Also auch für uns einen Besuch wert. Auf jeden Fall werden Patrick und ich dort mal zum Essen oder Brunch hingehen - und vielleicht auch mal übernachten, wenn es eine besondere Gelegenheit gibt. Das Angebot "Sweet Dream" inkl. Candle Light Dinner spricht mich schon sehr an.
Sonntag, 17. August 2008
Vor ein paar Wochen, um genau zu sein, am 24. Juni 2008 habe ich an der Fernuni Hagen im Studienzentrum Leverkusen ein Seminar zum Zeit- und Selbstmanagement besucht. Der Dozent Peter Dürrschmidt hat schon verschiedene Seminare im Studienzentrum Leverkusen gehalten, an denen ich ebenfalls teilgenommen habe - z. B. auch "Leichter lernen lernen", zu dem hier der Blog-Eintrag und die Unterlagen zu finden sind. Das Seminar Zeit- und Selbstmanagement sollte speziell für die Phase der Prüfungsvorbereitung Tipps enthalten; jedoch war die Teilnehmerzahl sehr verschieden, sodass Herr Dürrschmidt einen allgemeinen Überblick gegeben hat. Es handelte sich bei den Teilnehmern teilweise um Studenten, die schon im Hauptstudium sind und andere, die vor nicht einmal einem halben Jahr angefangen haben. Beide benötigen gleichermaßen hilfreiche Tipps für das Zeit- und Selbstmanagement, da gerade im Fernstudium eine gute Zeitplanung und Selbstmotivation das Wichtigste ist. Lange Rede - kurzer Sinn. Ich habe die Informationen aus dem Seminar zusammengestellt und aufbereitet. Nach Zustimmung von Herrn Dürrschmidt stelle ich die Präsentation gerne zum Download zur Verfügung. Fragen oder Anregungen könnt Ihr gerne als Kommentar oder auch per E-Mail an mich senden. Ich wünsche Euch allen eine erfolgreiche Zeitplanung und danke Herrn Dürrschmidt an dieser Stelle für die hilfreichen Informationen und Tipps.
Sonntag, 3. August 2008
Ich habe gestern zusammen mit Patrick an einem Seminar "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" teilgenommen. Wir haben gute und hilfreiche Informationen zum Zeit- und Selbstmanagement, zur Bearbeitung der Kursunterlagen und zum Schreiben der Seminararbeit bekommen. Noch besser als die inhaltlichen Themen war der Austausch am Rande des Seminars. Wir waren nur insgesamt 4 Leute, die teilgenommen haben, davon 3 Frauen. Patrick hat sich also gefühlt wie ein Hahn im Korb. :-) Eine der Teilnehmerinnen ist ebenfalls Sekretärin und da hatten wir natürlich genug Themen, um uns auszutauschen. Im Anschluss an das Seminar waren wir dann in Hagen noch in einem italienischen Restaurant essen. Das Restaurant war klasse und wird glaube ich mein neues Lieblingsrestaurant. Hagen ist ja nicht soweit weg - da kann man auch schon mal zum Essen hinfahren. Der Abend verging so schnell, weil die Chemie zwischen den Teilnehmern einfach stimmte - wir haben uns sehr gut verstanden, Kontaktdaten ausgetauscht und ich hoffe, dass wir es schaffen, in Kontakt zu bleiben und uns nochmal wieder zu treffen. Bei nächster Gelegenheit werdet Ihr hier auch noch einige Tipps hier finden, die ich aus dem Seminar mitgenommen habe (natürlich in Abstimmung mit der Seminarleiterin). Großes Lob an dieser Stelle - es war sehr interessant und hilfreich. Ich freu mich schon, wenn es ein Folgeseminar gibt. Patrick hat dazu hier auch noch etwas geschrieben.
Freitag, 25. Juli 2008
In der Zeitschrift "Working@office" bekam ich vor Kurzem eine Anregung für ein weiteres Thema: der Umgang mit Konflikten. Kein Büro ohne Reibereien - das ist eine Tatsache. Was letztendlich daraus wird, können wir mit beeinflussen, indem wir die Ursache betrachten und nach Lösungen suchen. Es kann um belanglose Dinge gehen, wie z. B. die Urlaubsüberschneidung von zwei Kollegen oder die Erledigung einer Aufgabe, obwohl ich heute pünktlich gehen möchte. Doch aus diesen Belanglosigkeiten kann sich schnell ein Konflikt entwickeln. Das Wort stammt aus dem Lateinischen von `confligere` und bedeutet übersetzt zusammenstoßen. Unterschiedliche Werte und Normen, aber auch unterschiedliche Interessen sind Hintergründe von Konflikten. Ein Zusammenstoß beinhaltet Energie, wenn man es sich mal bildlich vorstellt. Viele Menschen vermeiden Konflikte und gehen solchen "Auseinandersetzungen" aus dem Weg. Wenn man aber das Wort "Auseinandersetzungen" auseinander pflückt, dann heißt es doch nur, dass man sich einer Sache annimmt und sich mit einem Thema auseinander setzt. Dieses aus dem Weg gehen, führt jedoch oft zu eienem schwerwiegenden Konflikt. Die Konflikterkennung ist ein erster Schritt zur Lösung. Es gibt folgende Konfliktformen: Offene Konflikte Dieser Konflikt ist für alle Beteiligten klar erkennbar. Die Ausführung erfolgt entweder leise und sachlich, oder auch mit Beschimpfungen. Für die Betroffenen ist klar, dass ein Konflikt vorliegt, wobei sie nicht zwingend erkennen, welche unterschiedlichen Interessen und Positionen einander gegenüberstehen. Verdeckte Konflikte Die Betroffenen wissen nicht, dass sie einen Konflikt haben. Spannungen zwischen den Parteien fallen zwar auf, werden jedoch nicht mit einem Konflikt in Verbindung gebracht. Man spürt Unzufriedenheit, Genervt-Sein und Erschöpfung. Das kann an einem Konflikt liegen der im Team oder zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten besteht. Verschobene Konflikte Diese Konflikte treten an einer anderen Stelle auf, als sie tatsächlich entstanden sind. Die Beteiligten verstehen diese Verschiebung nicht und wissen nicht, was plötzlich los ist. Beispiel: Der Vertriebsleiter wird vom Geschäftsführer für die sinkenden Verkaufszahlen kritisiert und kritisiert anschließend seine Sekretärin in einem unangepassten Ton für die vergessene Büromaterialbestellung. Symptome für Konflikte sind: - Kränkung von Bemerkungen - Ich habe das Gefühl, nicht verstanden zu werden von meinem Gegenüber. - Ärgern über Andere - ständiges Denken an die angespannte Situation - auch in der Freizeit Diese Signale sollten dazu führen, dass wir etwas unternehmen. Wenn ein bestehender Konflikt nicht gelöst wird, gefährdet er das gesamte Betriebsklima und kann die Beteiligten krank machen. Die Ebene, auf der der Konflikt sich abspielt, ist dabei nicht nur von geringer Bedeutung, auf der Sach- oder Beziehungsebene. Sachkonflikte sind sehr schnell und leicht zu klären. Die persönliche Betroffenheit ist niedrig. Die Beziehungskonflikte dagegen sind schwieriger zu lösen. Ein Sachkonflikt ist zwar auch immer enthalten, aber hier spielt sich der Hauptkonflikt auf der Beziehungsebene ab. Männer ordnen Konflikte von Natur aus eher in der Sachebene ein, während Frauen davon ausgehen, dass die Beziehungsebene gestört ist, auch wenn die Konflikte eine sachliche Basis haben. Sachkonflikte werden in 3 verschiedene Arten aufgeteilt: - Die Beurteilungs- oder Wegkonflikte, bei denen das Ziel feststeht, nur der Weg dahin von unterschiedlichen Erfahrungen geprägt ist und somit unterschiedliche Sichtweisen entstehen. Z. B. stehen 3 Möglichkeiten zur Auswahl, um den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu steigern. Aufgrund unterschiedlichen Erfahrungen, Informationsständen und unklarer Kommunikation, aber auch aufgrund von Machtstreben und Dominanz entstehen solche Konflikte. Bei den beiden letzgenannten Verhaltensweisen kommt jedoch schnell die Beziehungsebene ins Spiel, und es ist schwer, den Konflikt auf Sachebene zu klären. - Die Bewertungs- oder Zielkonflikte entstehen, weil allen Beteiligten das Ziel nicht klar ist. Ein Beispiel dafür ist, wenn die Redaktion eines Fernsehsenders mit einer gewaltbeinhaltenden Show hohe Zuschauerzahlen erreichen möchten. Die Vermakrtungsagentur des Senders kann die Werbung nicht vermarkten, da die Kunden das schlechte Image der Show sheen. Verteilungskonflikte gehören zu der Art von Konflkikten, die leicht zu erkennen ist. Ein Beispiel dafür ist die Urlaubsplanung in den Ferien. Die Verteilung muss gerecht erfolgen, z. B. dürfen Kollegen mit Kindern in den Sommerferien nehmen, während die anderen dann z. B. auf die Osterferien ausweichen, wenn gewünscht. Wichtig ist, dass es im nächsten Jahr dann umgekehrt läuft. Beziehungskonflikte Hier ist zu beachten, dass es in jeder Art von Kommunikation einen Sach- und einen Beziehungsaspekt gibt. Nur auf sachlicher Ebene kann ein Konflikt nie gelöst werden, denn alle Beteiligten sind meistens schon so tief involviert, dass Wut, Ärger und Subjektivität auftauchen. Die Lösung eines Beziehungskonflikts kann gut mit dem sogenannten "Drama-Dreieck" erfolgen. Es geht davon aus, dass auch unter Erwachsenen bestimmte Spiele gespielt werden. So gibt es beim Drama-Dreieck verschiedene Rollen wie Verfolger/in, Retter/in und Opfer. Der Verfolger verfolgt das Opfer, während das Opfer Hilfe vom Retter erwarten kann. Auch ein Rollen-Wechsel ist nicht selten, oder dass die Beteiligten in verschiedenen Rollen spielen. Wenn das Opfer z. B. die Ideen des Verfolgers mit Bemerkungen wie "hilft doch eh nichts" abweist. Damit wird der Retter zum Opfer, weil er mit seinen Rettungsversuchen nicht ankommt, und das Opfer zum Verfolger. Als Involvierter hat man die Chance, zu entscheiden, ob man mitspielen oder aussteigen möchte. Aussteigen: Die Rolle als Opfer zurückweisen. Die Lösung ist erst möglich, wenn einer der Beteiligten erkennt, welche Rolle er spielt. Der Chef kritisiert eine Mitarbeiterin wegen einer nicht ordnungsgemäß erledigten Aufgabe. Die Mitarbeiterin (das Opfer) glaubt, dass der Chef sie nicht leiden kann. Eine zweite Kollegin übernimmt die Aufgabe und spielt die Retterin. Aussteigen ist in beiden Fällen möglich. Der Chef kann sich Gedanken machen, wie die Mitarbeiter/innen mehr Know-How bekommen können oder die Aufgaben anders verteilen. Die Mitarbeiterin erwirbt weitere Kenntnisse, indem sie ein Seminar belegt. Sollte der Konflikt noch am Anfang stehen, ist es wichtig, früh mit der Lösung zu beginnen. Das ist nicht leicht, weil man sich mit etwas beschäftigen muss, was sowieso nicht gut läuft und mit gewissen Ängsten verbunden ist. Zum Anderen sind die Zeichen nicht leicht erkennbar, weil sie nicht eindeutig sind. Denn wer sagt schon jemandem ins Gesicht, dass er ein Problem mit ihm hat. Jeder muss für sich selbst aktiv werden, z. B. die anderen Beteiligten ansprechen. Das hat den Vorteil, dass das Gespräch entweder dazu führt, dass festgestellt wird: Es gibt keinen Konflikt, oder eine Lösung kann gemeinsam erarbeitet werden. Ein Bild der eigenen Position kann hilfreich sein. Wo stehe ich und in welchen Verbindungen stehe ich zu den Anderen? Stehe ich im Mittelpunkt? Wer steht im Abseits? Habe ich einen festen Standpunkt oder stehe ich in der Luft? Gerade Pfeile bedeuten positive Beziehungen und gezackte Pfeile negative Beziehungen. Wer ist wichtig (groß) oder unwichtig (klein). Auch die Basis der Kolleginnen und Kollegen ist dabei wichtig. Ist sie fest oder unbeständig? Das Bild muss betrachtet und ständig ausgebaut werden. Auf diese bildliche Art und Weise können Konflikte aufgespürt werden. Ich wünsche Euch allen, dass Konflikte schnell erkannt und gelöst werden können. Viel Erfolg dabei.
Mittwoch, 23. Juli 2008
Kennt Ihr das auch? Der Chef ruft im Vorbeigehen ins Büro rein: Können Sie die Tabelle an den Verteiler senden? Sie wissen schon…. Ja klar, wir wissen schon…., dass diese Aussage sehr unvollständig ist und im Zweifel viele Fragen auftauchen werden. Mit Hilfe von klar festgelegten Regeln können wir unseren Chefs helfen, uns die richtigen Informationen zusammen mit der delegierten Aufgabe zu geben. Hier eine Liste von W-Fragen, die beim Delegieren hilfreich sind: - Wer soll die Aufgabe erledigen? - Was genau soll das Ergebnis sein? - Wann soll die Aufgabe erledigt sein? - Welche Zusatzinformationen und Rahmenbedingungen sind nötig/ vorhanden? - Wer kann Unterstützung leisten? - Wozu wird die Aufgabe benötigt? Warum ist sie wichtig? - Welche Medien sollen genutzt werden? In welcher Form soll die Aufgabe aufbereitet werden? Solche klar definierten Rahmenbedingungen, Teilziele sollten auf jeden Fall abgesteckt werden, für die Zusammenarbeit zwischen Chef und Sekretärin, aber auch bei Übergabe einer Aufgabe an einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin. Prioritäten im Gesamtzusammenhang und der Zeitpunkt der Fertigstellung sind unerlässlich. Hinweise wie eilt und dringend müssen auf jeden Fall hinterfragt werden, denn Datum und Uhrzeit sind Eckpunkte. Eilt und dringend sind nicht eindeutig definiert. Aber nicht nur delegierte Aufgaben erledigen ist ein Thema, sondern auch selbst delegieren will gelernt sein. Auch hier helfen die o. g. W-Fragen. Nur so bekomme ich präzise Ergebnisse. Konsequenzen bei Nichteinhalten der Termine sind immer auch für den Empfänger der Aufgabe hilfreich, um den Gesamtprozess zu verstehen. Teilziele müssen kommuniziert werden und ein Ansprechpartner bei Fragen sollte Zeit haben, um diese auch zu beantworten. Ein Vertrauensvorschuss, dass der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin die Aufgabe ordentlich erledigt, gehört trotzdem dazu. Denn tägliches Nachfragen nervt und bringt mich meinem Ziel nicht näher. Eine große Aufgabe kann man Besten schriftlich festgehalten werden. Trotzdem ist es dabei wichtig, ein persönliches Gespräch zur Delegation zu führen, in dem Fragen sofort geklärt werden können. Denn nichts ist demotivierender, als eine Aufgabe zu bekommen und keine Möglichkeit für Fragen zu haben. Kooperativ ist, Tipps zu geben und alle Zusatzinformationen freiwillig zu liefern. Eine schriftlich delegierte Aufgabe wirkt diktierend und von oben herab. Für Teilziele sollten Termine mit genügend Puffer geplant werden, um nachher nicht in Druck zu geraten. Es sollten auf jeden Fall nicht nur "uninteressante" Aufgaben delegiert werden. Die gesunde Mischung macht´s. Eine Mitarbeiterin, die oft verantwortungsvolle Aufgaben bekommt, ist sich auch nicht zu schade, mal die Kopien für mich anzufertigen, wenn ich es gerade nicht schaffe. Anders herum sollte ich dann diese uninteressanten Aufgaben ebenfalls von ihr mal übernehmen, wenn sie im Stress ist. Alles beruht auf Gegenseitigkeit.
Ich habe mich schon oft gefragt, was und vor Allem wie ausführlich ich auf "How are you" antworten soll. Nicht mehr als "Fine, thanks, how about you?" oder "Excellent. And yourself?". Keinesfalls zu vergleichen mit "Wie geht’s Dir"?. Mehr wollen zumindest die Amerikaner darauf nicht hören. Auf keinen Fall eine ganze Story über die Befindlichkeit. Die Frage wird nur dazu genutzt, um ins Gespräch zu kommen. Amerikaner plaudern gerne, was die Kommunikation sehr vereinfacht. Deutsche im Vergleich zu Amerikanern wirken reservierter. Sie denken sofort, dass sich durch die amerikanische Freundlichkeit gleich eine Freundschaft entwickeln muss. Dabei ist es nur die typische amerikanische Freundlichkeit, um uns entgegenzukommen und es dem Gegenüber leicht zu machen. Auch Titel spielen in den USA keine große Rolle, das wirkt sehr unkompliziert. Ein Dr. ist ein Mediziner. Die formale Ausbildung ist weniger wert als die gute Arbeitsleistung. Hierarchien sind vorhanden, aber werden nicht in der Kommunikation ausgespielt. Auch Mitarbeiter unterer Ebenen können mit Vorgesetzten aus höheren Hierarchien Worte wechseln. Vorgesetzte sind diejenigen, die Entscheidungen treffen. Ausdruck darüber erfolgt in Statussymbolen wie dem Chefzimmer mit Fensterfront . Das Thema Business-Kleidung wird in Amerika im Vergleich zum lockeren Umgangston konservativer gehandhabt. Egal wie heiß es ist, gilt für Frauen: immer Feinstrumpfhose. Ein supersauberer Auftritt ist sehr wichtig. Kritik üben ist auch in Amerika unterschiedlich von der deutschen Kritik. Der Umgang miteinander ist dort sensibel und vorsichtig. Wenn Kritik geäußert werden soll, muss das rundherum in Lob verpackt werden. Vor einer kritischen Äußerung könnte z. B. ein Lob zu Kleidung, gutes Essen oder schöne Umgebung stehen. Amerikaner geizen nicht mit Anerkennung, erwarten das Gleiche dann aber auch. Interessant oder auch schwierig ist Teamwork als Mischung aus deutschen und amerikanischen Teammitgliedern. Deutsche weisen als erstes auf Gefahren und mögliche Probleme hin, bevor es los geht. Und Amerikaner fangen erstmal an und der Rest entwickelt sich dann schon. Jeder Amerikaner fragt sich: Was hab ich davon? So arbeitet jeder an seinem Ziel und somit auch am Gesamtziel. Das ist für die Deutschen unvorstellbar, denn sie arbeiten zusammen an dem großen Ganzen. Wenn allerdings jeder die Vorgehensweise kennt und die Argumente versteht, dann funktioniert auch die Zusammenarbeit in der Konstellation. Kompromisse müssen in jedem Termin geschlossen werden. Im Präsentieren sind Amerikaner ganz groß. Schnell ist etwas great oder outstanding, was nach deutschem Maßstab gerade mal die Hälfte bedeutet. Man muss sich auf den Kommunikationsstil einstellen und ein Projekt zielgerichtet präsentieren. Die Aussage "keine erwähnenswerten Entwicklungen" kommt bei Amerikanern nicht gut an, denn sie wollen immer wissen, dass etwas geschieht und daran gearbeitet wird. Um als Deutscher da nicht unterschätzt zu werden, muss man an seiner Ausdrucksweise arbeiten. Überzeugen ist hier extrem wichtig. Vermieden wird - nicht nur im Small-Talk - sondern auch in der Kommunikation alles, was diskriminierend wirken könnte: Hautfarbe, Nationalität, Rasse, Geschlecht, Alter, Herkunft, usw. Falsch ausgelegt wird z. B. die Einladung eines Business-Partners des anderen Geschlechts alleine. Hier wird immer eine Begleitung mit eingeladen. Alkohol wird tagsüber nicht angeboten, weil der Gruppenzwang jemanden zum Mittrinken verführen könnte. Die rechte Hand hält in Amerika die Gabel, während die linke auf dem Schoß ruht. Finger-Food wird nie in die Sauce getaucht, wenn man schon einmal abgebissen hat (das gehört sich meiner Meinung nach auch in Deutschland nicht). Wenn von 6 p.m. bis 7:30 p.m. eingeladen ist, dauert es auch definitiv nicht länger. Dann ist man selbst an der Reihe, sich nach dem Dessert oder Kaffee zu verabschieden. Amerikaner sind in dieser Art zielorientierter als Deutsche. Deshalb sollte man schnell zum Punkt kommen. Die berufliche Rolle zu spielen ist in Amerika jedem klar. Zum Job der Kellnerin gehört Freundlichkeit. Das hat nichts mit Sympathie zu tun. Die von Europäern erwartete Ehrlichkeit ist für Amerikaner einfach anstrengend. Ich wünsche Euch allen interessante internationale Kontakte und hoffe, dass die Tipps hilfreich sind.
Donnerstag, 17. Juli 2008
Ist das Telefon auch in Ihrem Büroalltag der größte Störfaktor? Werden Sie bei konzentrierten Arbeiten auch ständig vom Telefon unterbrochen? Das Telefon ist im Sekretariat doch unser wichtiges Handwerkszeug, deshalb können wir es nicht abschaffen. Durch diese hilfreichen Tipps können wir damit besser umgehen: - Bei konzentrierten Arbeiten das Telefon in Abstimmung auf eine Kollegin umstellen; im Gegenzug jedoch anbieten, das Telefon von ihr auch bei der nächsten Gelegenheit zu übernehmen. - Falls vorhanden, Anrufbeantworter einschalten - die Ansage sollte auf jeden Fall enthalten, dass Sie innerhalb der nächsten ein bis zwei Stunden zurückrufen, und das dann auch tun. - Gegebenenfalls den Chef bitten, sein Telefon für eine gewisse Zeit selbst zu beantworten. Wenn es eine wichtige Aufgabe für ihn ist, wird er bestimmt einverstanden sein. Einen Versuch ist es wert. Falls keine der Möglichkeiten in Frage kommt, können Telefonate wie folgt effizienter gestaltet werden: - Klar und deutlich melden, denn jedes Nachfragen kostet Zeit - Nur auf den Anrufer konzentrieren; nebenbei Arbeiten erledigen ist halbherzig und merkt auch der Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung - Vorsicht: Nicht plaudern, sondern auf das Wesentliche konzentrieren Für eigene zu führende Telefonate gibt es auch Tipps, die ich gerne hier aufliste: - zu führende Telefonate bündeln und zu einer bestimmten Zeit führen. Falls der Gesprächspartner nicht erreicht wird, Uhrzeit abstimmen. Termin für die gesammelten Telefonate so legen, dass die Wahrscheinlichkeit, den Anderen zu erreichen, am Größten ist. Gute Uhrzeiten dafür sind 8:30 Uhr (also vor den ersten Terminen), 11:45 Uhr (kurz vor der Mittagspause), 13:30 Uhr (vor den Nachmittagsterminen) oder nach 16:30 Uhr (kurz vor Feierabend). - Fragen und Ziel des Telefonats notieren - Muss es dringend ein Telefonat sein oder kann ich die Informationen per E-Mail übermitteln? Das ist empfehlenswert, wenn es sich um eine Information für den Gesprächspartner ohne mögliche Rückfragen handelt oder die Aussage klar ist und er zunächst Informationen sammeln muss, um die Antwort zu geben. - kurze und deutliche Sätze formulieren. Lange Sätze führen zu langen Telefonaten. - Lächeln wirkt Wunder - man hört es, auch am Telefon. - keine Arbeiten nebenbei erledigen, das hört der Gesprächspartner und es wirkt unprofessionell - das Wichtigste notieren, um nichts zu vergessen - kurze Zusammenfassung am Ende des Telefonats vermeidet Missverständnisse - Informationen an Kolleginnen und Kollegen oder Chef sofort weitergeben Trotz all diesen guten Tipps gibt es immer wieder Anrufer und auch Angerufene, die gerne plaudern. Daher hier noch ein paar Tipps, um ein Telefonat professionell zu beenden: - freundlich, aber bestimmt darauf hinweisen, dass ich das Telefonat aufgrund eines in Kürze beginnenden Termins beenden muss - Vergangenheitsform anwenden: Ich habe mich über Ihren Anruf gefreut. - Zukunftsform ist ebenfalls hilfreich: Lassen Sie uns bald wieder telefonieren. - Auf Aktivitäten hinweisen: "Ich werde mich gleich darum kümmern" oder "Ich sende Ihnen eine E-Mail zur Bestätigung". Das sind nur einige Ideen, wie ein Telefonat freundlich, aber bestimmt beendet werden kann. Bestimmt hat jede/r so ihre/ seine Sätze, mit denen das Telefonat kurz und knapp beendet werden kann. Wenn Sie Verbesserungsvorschläge oder weitere Tipps haben, freue ich mich auf eine Information, die ich dann gerne auch hier veröffentlichen werde. Ich wünsche Ihnen erfolgreiche und effiziente Telefonate.
Ich habe einen Artikel in der Zeitschrift "working@office" gelesen. Es gibt jetzt eine Mausheizung. Genau richtig für diejenigen, die beim Arbeiten kalte Hände haben. Was jetzt noch fehlt ist eine Tastaturheizung, oder? Denn sonst ist ja immer nur eine Hand warm, nämlich die, mit der man die Maus bedient. Mit Kosten um die 40 € ist die Mausheizung zwar erschwinglich, aber braucht man sowas wirklich? Mehr dazu findet Ihr hier.
Weiterbildung und Schulungen sind unerlässlich, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Das haben viele Arbeitgeber erkannt und fördern ihre Mitarbeiter/innen bei Schulungen, die zu deren Aufgabengebiet passen. Diese Förderung ist jedoch an Bedingungen geknüpft, die man gut im Auge behalten sollte. Denn sonst ist man schnell dazu verpflichtet, die Kosten, die übernommen wurden, ganz oder teilweise zurückzuzahlen. Möchte man z. B. nach der abgeschlossenen Weiterbildung einen neuen Job annehmen, der außerhalb des eigenen Unternehmens ist, kann er das Geld zurückfordern. Der Anspruch ergibt sich jedoch aus der einzelvertraglichen Regelung (der sogenannten Rückzahlungsklausel). Wenn diese nicht vorhanden ist, kann es eine Regelung im Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung geben, in der dieser Punkt ausdrücklich geregelt ist. Vor Beginn der Maßnahme sollten die Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber am Besten schriftlich festgehalten werden, zur Sicherheit von beiden Seiten. Die Höhe der Rückzahlung bei vorzeitigem Verlassen des Unternehmens und der Zeitraum sollten auf jeden Fall enthalten werden. Wenn es keine Vereinbarung gibt, muss der Arbeitnehmer das Geld nicht zurückzahlen. Zu beachten bei den Rückzahlungsklauseln ist, dass der Arbeitnehmer dadurch nicht in seiner freien Berufswahl oder Berufsausübung beschränkt werden darf (Artikel 12 Grundgesetz). Es muss sich also um eine zumutbare Vereinbarung handeln. Ein Zeitraum von 3 Jahren, die er an das Unternehmen gebunden wird, ist dabei üblich. Bei Verlassen des Unternehmens vor dem Zeitraum von z. B. 3 Jahren, muss pro Monat 1/36 der Summe zurückgezahlt werden. Es gibt eine Staffelung im Hinblick auf die Dauer der Fortbildungsmaßnahme und die zugehörige Bindungsdauer: - Fortbildung bis 1 Monat bei Lohnfortzahlung: Bindung an den Arbeitsvertrag bis 6 Monate - Fortbildung bis 2 Monate (ohne Arbeitsleistung in diesem Zeitraum): Bindung an den Arbeitsvertrag bis 1 Jahr - Fortbildung bis 6 Monate (Fortbildung Vollzeit): Bindung an den Arbeitsvertrag bis zu 3 Jahren - Fortbildung mehr als 2 Jahre (Lohnfortzahlung ohne Arbeitsleistung des Arbeitnehmers): Bindung an den Arbeitsvertrag bis 5 Jahre Diese Grundsätze sind von Gerichten entwickelt worden. Jedoch handelt es sich hierbei um Grenzwerte, die im Einzelfall trotz kürzerer Weiterbildungsdauer auch eine längere Bindung rechtfertigen. Eine lange Bindungsfrist ist jedoch nicht allein dadurch gerechtfertigt, dass der Arbeitgeber hohe Aufwendungen hatte. Wenn eine Bindungsfrist aus der Sicht eines Arbeitsgerichts zu lang ist, wird jedoch nicht die gesamte Vereinbarung hinfällig, sondern es ändert sich nur der Bindungszeitraum. Die Rückzahlungsverpflichtung ist üblicherweise an die Kündigung des Arbeitnehmers gekoppelt. Wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer kündigt, z. B. aus betriebsbedingten Gründen oder Insolvenz, ist eine Rückzahlung nicht erforderlich. Wenn die Kündigung allerdings auf dem Verhalten des Arbeitnehmers beruht, hat der Arbeitgeber einen Anspruch. Hier trägt dann der Arbeitgeber die Beweislast. Sollte ein Aufhebungsvertrag geschlossen werden, ist es wichtig, dass auch zur Rückzahlungsregelung etwas in dem Vertrag steht. Hierbei ist es üblich, dass eine Klausel enthalten ist, dass alle gegenseitigen Ansprüche als erledigt gelten. Wenn man schon vor Beginn der Maßnahme weiß, dass man danach außerhalb des Unternehmens eine neue Stelle suchen möchte, ist es somit sinnvoll, den Arbeitgeber erst gar nicht um Unterstützung zu bitten. Denn das gibt nur schwierige Diskussionen und evtl. auch ein schlechtes Klima, wenn man sich nachher mit Formalien und Gesetzen beschäftigen muss. Es gibt auch Regelungen, bei denen der Arbeitnehmer zunächst in Vorleistung der Fortbildungskosten tritt und nach Abschluss der Maßnahme das Zertifikat zusammen mit den Rechnungen einreicht und je nach Note die Erstattung des Arbeitgebers erfolgt. Diese Regelung ist aus meiner Sicht sehr gut, da sie motiviert, eine gute Note zu haben, um möglichst viel der Kosten zurückzubekommen. Jedoch ist der Nachteil, dass man die kompletten Kosten vorstrecken muss, was je nach Kostenumfang nicht gerade leicht zu bewerkstelligen ist. Je nachdem welche Weiterbildung es ist, hat man allerdings die Möglichkeit, den Zeitraum mit Meister-Bafög zu überbrücken. Meister-Bafög erhalten Angestellte, die die erste Weiterbildung absolvieren und bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Es muss z. B. eine Weiterbildung sein, die auf den Beruf aufbaut. Das Weiterbildungs-Institut muss im Antrag auch die Kosten sowie den Umfang der Maßnahme bescheinigen. Mehr Informationen sind hier zu finden. Vorteil der Finanzierung über Meister-Bafög ist, dass die Gesamtkosten vor Beginn der Maßnahme ausgezahlt werden (auch, wenn mit dem Weiterbildungsträger Ratenzahlung vereinbart wird) und 35 % als Zuschuss genehmigt werden. Die Rückzahlung in Höhe von 65 % der Gesamtkosten beginnt erst 2 Jahre nach Bestehen der Prüfung und kann entweder in einer Summe oder in monatlichen Raten zu einem günstigen Zinssatz zurückgezahlt werden. Und immer schön daran denken: "Stillstand ist Rückschritt".
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