Freitag, 3. Mai 2013
Heute schreibe ich mal über verschiedene Kurs-Angebote, die sich vorrangig an Mamas mit ihren Babys, teilweise aber auch an Väter, richten:
- Rückbildungsgymnastik: Diese Kurse sind für die Mamas nach der Entbindung, um den Beckenboden wieder zu stabilisieren und wieder etwas für die Muskeln zu tun unabhängig vom Tragen der Babys. :-) Die Teilnahme an 10 aufeinander folgenden Trainingstagen wird von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Dafür wird eine Teilnahmeliste geführt. Im Flyer vom Klinikum Leverkusen sind genauere Informationen zu finden. Der Kurs findet mittwochs statt, entweder um 17 Uhr oder um 18.15 Uhr und wird von 2 Hebammen im Wechsel geleitet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
- der Stilltreff im Klinikum Leverkusen: Hier wird unterschieden für den Mittwochs-Treff (Babys bis etwa 4 Monate) und den Donnerstags-Treff (5 -- 12 Monate), jeweils von 10 - 12 Uhr. In den Donnerstags-Treff geht man etwa dann, wenn man anfängt, zuzufüttern. Vor Ort sind eine Hebamme und eine Stillberaterin für die Beantwortung von Fragen, die Babys können dort gewogen werden und es gibt Frühstück für die Mamas gegen eine Frühstückspauschale von 3 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es handelt sich auch nicht um einen festen Kurs, zu dem man jede Woche da sein muss, sondern wirklich um einen offenen Treff.
- Babymassage: Ebenfalls im Klinikum Leverkusen wird Babymassage angeboten. Zu diesem Kurs ist eine Anmeldung erforderlich bei Mandy Riemer. Nähere Infos sind hier im Flyer zu finden. Dieser Kurs ist dann sinnvoll, wenn die Babys noch nicht so beweglich sind und eher ruhig liegen, aber schon häufiger aufmerksam und wach sind. Das hat den Vorteil, dass sie die Massage zwar genießen, sich aber noch nicht wegdrehen können, was es für die Mamas leichter macht. Der Kurs dauert 5 Wochen und wird von Stunde zu Stunde aufgebaut, das heißt in der letzten Stunde ist man dann bei der Ganzkörpermassage angekommen. Besonders hilfreich fand ich die Fußreflexzonenmassage, da sie bei uns wirklich jedes Mal wirkt. Gerade bei Bauchschmerzen oder Verstopfung ist es wichtig, die richtigen Punkte unter dem Fuß zu massieren. Aber auch für später, wenn die Zähnchen wachsen oder eine Erkältung anfliegt haben wir gute Tipps bekommen, welche Punkte dann massiert werden sollten. Sehr empfehlenswert.
- Babyschwimmen: Babyschwimmkurse werden in Leverkusen an verschiedenen Wochentagen von Aquavital angeboten. Hier findet Ihr nähere Infos dazu. Unser Kurs fängt in 2 Wochen an, daher kann ich dazu noch nicht viel sagen. Eine frühzeitige Anmeldung lohnt sich aber, da die Kurse sehr schnell ausgebucht sind. Unter diesem Link sind die Kontaktdaten zu finden. Wir haben sehr schnell eine Antwort bekommen und unkompliziert einen passenden Kurs für uns gefunden.
- Pekip: Für diese Kurse gibt es viele Anbieter. Es handelt sich um ein altersgerechtes Programm, bei dem man Spiele und Beschäftigungsmöglichkeiten lernt, um die Kinder spielerisch zu fördern. Meistens sind die Kinder dabei komplett ausgezogen, damit sie totale Bewegungsfreiheit haben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es den Babys sehr gut gefällt, sich so frei zu bewegen. Sie lachen, glucksen, strampeln und schauen aufmerksam zu, was geschieht. Der Vorteil daran ist, dass die Kurse bei vielen Anbietern länger dauern als die anderen o. g. Kurse und sich manchmal sogar bis zu einem Jahr ziehen. Wir haben im April angefangen und der letzte Termin ist im Dezember. Es werden also erste Kontakte zwischen Eltern und Kindern geknüpft, die oft auch später noch weiter ausgebaut werden können, wenn der Kurs vorbei ist. Wir haben uns für den Pekip-Kurs beim Familienseminar der AWO entschieden. Hier wird sehr darauf geachtet, dass die Kinder ein Alter haben, die gemeinsam in einem Kurs sind. Es gibt nahezu für die jeweiligen Geburtsmonate einen eigenen Kurs. Es werden auch weitere Kurse für (werdende) Eltern angeboten. Hier ist der Link zur Übersichtsseite.
Auch die Hebammenpraxis Opladen bietet die Kurse Pekip, Babyschwimmen, Babymassage, usw. an. Hier stelle ich den Link zur Verfügung. Inhaltlich und terminlich habe ich mich damit nicht beschäftigt, weil ich bereits die Anmeldung bei anderen Anbietern abgeschickt hatte, als ich diese gefunden habe.
Im Flyer des Klinikums sind auch Pekip-Kurse zu finden, die aber über einen kürzeren Zeitraum gehen.
Grundsätzlich werden in den meisten Kursen oft die Mamas angesprochen, was ich nicht gut finde. Außer Rückbildungsgymnastik und Stillcafé sollte meiner Meinung nach alle Kurse neutral formuliert werden und auch Väter willkommen geheißen werden. Denn es ist nicht mehr üblich aus meiner Sicht, dass immer die Mamas mit den Kindern zu Hause sind. Die Väter haben genauso die Möglichkeit der Elternzeit und können mit den Babys zu den Kursen gehen. Diese Möglichkeit sollte ihnen nicht schon bei der Kursbeschreibung genommen werden.
Ich hoffe, dass ich damit einen kleinen Überblick geben konnte. Wenn Ihr spezielle Fragen habt, oder etwas fehlt, dann hinterlasst gerne einen Kommentar, den ich dann schnellstmöglich beantworte.
Samstag, 2. Februar 2013
Im Dezember hat in Leverkusen-Schlebusch ein neues italienisches Restaurant mit dem Namen "Tempi Moderni" neu eröffnet. Zu finden ist es in der Bergischen Landstraße 44 in Schlebusch´s Fußgängerzone.
Leider lassen sich im Internet die Kontaktdaten nicht finden, daher schreibe ich die Telefonnummer hier mal auf für Tischreservierungen: Tel. 0214/73 48 72 11.
Der Inhaber Luigi Falzone hat vorher viele Jahre im Restaurant "La Veccia Osteria" gearbeitet und nun sein eigenes Restaurant eröffnet.Vorher war in der Bergischen Landstraße 44 auch ein italienisches Restaurant, das jedoch nun vor der Neueröffnung und Umbenennung in "Tempi Moderni" renoviert wurde. So sind mehr Gemütlichkeit und Atmosphäre entstanden. Die Speisekarte ist zwar nicht riesengroß, aber es ist für jeden Geschmack etwas zu finden und die Menüs sind hochwertig und sehr lecker! Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist angemessen.
Öffnungszeitten sind mittags von 12 - 14.30 Uhr und abends von 18 - 22.30 Uhr. Dienstags ist Ruhetag.
Wir können es guten Gewissens weiterempfehlen und gehen immer wieder gerne dorthin.
Mittwoch, 13. Juni 2012
Patrick hat am Wochenende gebaggert, was das Zeug hält - und das sogar mit meiner "Genehmigung". :-)
Wir waren in Straelen auf dem Gelände der BSK Rheinland.
Hier wird angeboten, mit einem Bagger zu fahren oder Sand hin- und herzuschaufeln. Patrick hatte einen Heidenspaß dabei; das Gen fehlt mir wohl, was an purem Sand von rechts nach links und zurück schaufeln Freude bereitet, aber Hauptsache er hatte Spaß.
Seine Sicht der Dinge könnt Ihr hier nachlesen.
Baggerführerscheine kann man dort übrigens auch machen - mal sehen, ob das sein nächster Traum ist.....
Montag, 23. April 2012
Vielleicht sagt Euch der Titel etwas, weil vor Kurzem ein Kinofilm mit dem Namen "Der Gott des Gemetzels" lief. Ich berichte hier von einer Theateraufführung mit dem gleichen Namen. Am Samstag hatte ich die Gelegenheit, dieses Theaterstück im TAB Theater in Essen erleben zu dürfen.
Von Erlebnis kann man wirklich sprechen, denn es war so kurzweilig und lustig, dass die Zeit wie im Flug verging. Wenn zwei Ehepaare versuchen wollen, vernünftig den Streit ihrer beiden elfjährigen Söhne zu klären, bei dem das Opfer zwei Schneidezähne verloren hat, ahnt man erstmal nichts Böses. Schnell legt sich die Vernunft bei allen Beteiligten und sie zeigen ihr wahres "Ich". Wo ist denn nur die anfängliche Disziplin geblieben? Herrliche Klischees, viel zu lachen und so unglaublich gutes Schauspiel - wirklich rundum gelungen und sehr empfehlenswert.
Jeder der Zuschauer kennt mindestens einen mit ähnlichen Verhaltensweisen oder Wesenszügen. Das macht es natürlich umso lustiger, realitätsnah und führt zum Schmunzeln oder auch herzhaftem Lachen.
Es gibt noch eine letzte Chance, dieses sehr gut gelungene Theaterstück anzuschauen: am 4. Mai um 20 Uhr im Girardet Haus in Essen. Karten gibt es für 14 Euro (ermäßigt 12 Euro) im Katakomben Theater und im TAB Theater jeweils online oder an der Abendkasse.
Donnerstag, 2. Februar 2012
dat wird prima. . .
Karneval im Herkenrathhof Leverkusen-Schlebusch - bisher kenn ich es nur von Erzählungen, dass es einmalig sein soll. Dieses Jahr werde ich mir selbst ein Bild machen. Ich freu mich riesig drauf!
Freitag, 11. November 2011
. . . schon etwas länger - doch die Zeit rennt.
Unsere Hochzeitsreise nach Fuerteventura war ein voller Erfolg - dieses Mal passte echt alles. Toller Sandstrand und tolles Pool, angenehmes Klima, schönes Zimmer sogar mit Sekt und Obst auf dem Zimmer als Begrüßung, qualitative Animation, der man sich aber auch gut entziehen konnte und nicht zuletzt ein wirklich großzügiges All-Inklusiv-Angebot. Jederzeit wieder würden wir Urlaub im Magic Life Club machen.
An dieser Stelle danke für die gute Beratung der Mitarbeiterinnen und MItarbeiter des Hapag Lloyd Reisebüros in Essen. Wir buchen dort jederzeit gerne wieder - es war jetzt die vierte Reise, die ich dort gebucht habe.
Sonntag, 3. Juli 2011
Viele Personen haben dazu beigetragen, dass unsere kirchliche Trauung ein gelungener Tag wird.
Es war eine spannende, aber auch stressige Zeit der Vorbereitung. Nachdem der Termin gefunden war stand die Entscheidung an, in welcher Kirche geheiratet wird. Unser Plan war, dass wir zum Zeitpunkt der Trauung bereits umgezogen sind. Also sollte es zunächst die Kirche am neuen Wohnort sein: St. Andreas in Schlebusch. Auf den Hinweis unseres Organisten haben wir uns dann doch für die Kirche St. Franziskus in Steinbüchel entschieden, weil sie architektonisch sehr schön ist und weil sie kleiner ist. Dann fühlen sich 100 Gäste darin nicht ganz so verloren. Dann ging es so weiter: Lieder ausgesucht, Fürbitten geschrieben, Lektoren gesucht, Anzug und Hochzeitskleid ausgesucht, verschiedene Locations besichtigt inkl. Test-Essen, nahe gelegenes Hotel gebucht, DJ und Fotograph sowie Videograph gebucht, an zwei Ehevorbereitungskursen teilgenommen, Gespräche mit dem Pfarrer und dem Küster geführt, Einladungen geschrieben und verschickt, Liederhefte drucken lassen (die Erstellung hat uns unser lieber Organist abgenommen), die Sängerin hat auch der Organist fest gemacht (das hatte den Vorteil, dass die beiden unkompliziert zusammen proben konnten), Blumen bestellt, Hochzeitsauto gebucht, Ringe nochmal aufpolieren und gravieren lassen, usw. Ich könnte die Liste endlos verlängern – mir fällt schon gar nicht mehr alles ein, was wir so „nebenbei“ erledigt haben. Und dann kam die letzte Woche, die Nervosität stieg – zumindest bei mir. Patrick war „völlig tiefenentspannt“.
Pfingstmontag hat sich mein Auto verabschiedet, als wir auf dem Weg zum Restaurant waren, um die letzten Details zu besprechen. Öl im Kühlwasser führte dazu, dass es abgeschleppt werden musste. Meine Reaktion: „Na ja – irgendwas muss ja schief gehen. Solange es nichts mit der Hochzeit zu tun hat, geht´s ja noch.“ Ab Dienstag wurde es im Büro nochmal richtig stressig, sodass für die letzten Vorbereitungen nur der späte Abend in Betracht kam. Doch das Adrenalin aufgrund des bevorstehenden positiven Ereignisses machte Schlafen irgendwie überflüssig. Dienstag letztes Treffen mit dem Organisten und der Sängerin (so war es geplant). Wir trafen den Organisten allein in der Kirche an: oh nein – die Sängerin hat Fieber und ist erkältet. Das hat uns gerade noch gefehlt. Wie gut, dass es bis Samstag noch ein paar Tage sind, in denen sie wieder gesund werden kann. Mittwoch war dann letzter Anprobetermin des Kleides: „Wie schön – alles perfekt! Ich fühl mich soooo gut. Warum dauert es noch so lange bis Samstag?“. Meine Schwester und Trauzeugin hatte sich ab Mittwoch bei uns eingenistet. Donnerstag: Endlich Urlaub! Neben den letzten Vorbereitungen stand der Küchenaufbau in der neuen Wohnung an. Eine Sache allein vorzubereiten ist doch viel zu langweilig. ? Der Tag verging wie im Flug: letzte Sachen einkaufen, alles nochmal durchsprechen, Absagen entgegen nehmen (es haben tatsächlich noch einige Leute 2 Tage vorher abgesagt – unglaublich, aber wahr). Abends dann noch ein letztes Treffen im Restaurant mit dem DJ, um den optimalen Ort festzulegen. Die Wetteraussichten waren alles andere als gut. Also musste der DJ drin stehen und nicht wie ursprünglich geplant auf der Terrasse. Aber auch dafür haben wir eine perfekte Lösung gefunden nach einer Stunde Diskussion. Jeder hat seine Erfahrungen, Wünsche und Erwartungen – da ist es nicht so leicht, einen Kompromiss zu finden. Aber auch das hat dann irgendwann geklappt. Uiuiui – dann der letzte Tag vor der Hochzeit: wieder die Wohnung aufschließen für die Küchenbauer und den Hausmeister, der die Lampen in der neuen Wohnung anbringt. Anschließend Termin zur Fingernagelmodellage und Schminkberatung bei der Kosmetikerin, Brautkleid abholen und ins Hotelzimmer bringen (nein, der Bräutigam darf es doch vorher auf keinen Fall sehen!), Sitzplatzordnung festlegen, nochmal ins Restaurant, um die allerletzten Details abzusprechen, Telefonat mit dem Fotographen, vom Blumenhändler nochmal alles bestätigen lassen, damit alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankommt. Und dann war endlich Ruhe eingekehrt, zumindest bei uns. Wir haben uns am Abend mit meiner Schwester und ihrer Freundin im Havana getroffen, um den Abend bei einem leckeren Cocktail ausklingen zu lassen. Meine Schwester hatte noch keine Ruhe: sie führte Telefonate über Dinge, von denen wir nichts wissen durften. ;-) Abends fielen wir total übermüdet ins Bett und die Nacht war viel zu kurz. Um 6:30 Uhr ging der Wecker.
Und dann war er da – DER GROSSE TAG. 7:45 Uhr: Termin in der Kirche, um die Ringe, die Kerze und die Liederhefte abzugeben. Der Blumenhändler hat den Blumenschmuck angebracht. Es sah toll aus! Im Übrigen: es regnete in Strömen. Was für ein Wetter – so hab ich mir das aber nicht vorgestellt. ? Ach, egal – wird schon klappen. Mein Gedanke: „wenn es morgens regnet, ist es nachmittags trocken.“ Es sah aber gar nicht danach aus, dass es auch nur irgendwann aufhörte. Auf zum Friseur! In der Zwischenzeit rief meine Schwester schon an, weil ich mich um 10 Minuten verspätet hatte. „Mensch, mach doch nicht so’n Stress – die Hochzeit ist doch erst um 14 Uhr.“ Als wir beim Friseur waren, fing es noch extremer an zu regnen. Die Tür flog auf vom Sturm. „Oh je – wie sollen wir hier mit der Frisur nur heile rauskommen und wie soll die Frisur den ganzen Tag halten?“. Aber – als wir den Friseursalon verließen, hatte es aufgehört zu regnen und es schien sogar ein bisschen die Sonne. Welch ein Glück. Wir kamen auch trocken bei der Kosmetikerin an. So viel Glück. . . Geschminkt und gestylt machten wir uns auf ins Hotel. Dort wartete schon meine Cousine, die mir in geballter Zweisamkeit mit meiner Schwester ins Kleid helfen wollte. Aber es war doch noch viel zu früh. Also bezog ich schon mal unser Zimmer. Glücklicherweise war es schon bezugsbereit. Wow – so groß und schön! Kurze Zeit später wurde die Flasche Sekt geliefert zum Anstoßen. Oh – jetzt wird es aber Zeit. Kleid anziehen. Der Anruf von der Rezeption kommt, dass der Fotograph da ist. Jetzt schnell ins Kleid hüpfen. Meine Mutter war auch angekommen in der Zwischenzeit. Sie hatte die ehrenvolle Aufgabe, den Schleier festzustecken. Alles schön fotografieren. Patrick hat ja von dem ganzen Vormittag nichts mitbekommen – dann soll er nachher schön die Bilder sehen können. Dann musste der Fotograph wieder weg, um Patrick die Wartezeit zu verkürzen und ihn in seiner Ungeduld auch noch festzuhalten. Das Auto wartete schon auf uns – schön geschmückt und die Blumensträuße lagen auch schon drin für meine Schwester, meine Cousine und mich! Oh – war das ein Akt, ins Auto zu klettern mit dem Kleid. Der Fahrer kannte die Problematik aber schon und hatte gute Tipps auf Lager. Sobald wir im Auto waren, fing es in Strömen an zu regnen. Aber wirklich sehr extrem! Wie sollte ich nur trocken in die Kirche kommen? Es hörte echt nicht auf. . . bis dass wir vor der Kirche geparkt haben. Dann hörte es wie von Geisterhand auf zu regnen und ich kam trocken in die Kirche. Das war echt schon ein Wunder. Überwältigend – so viele Leute in der Kirche. Auf einen Blick konnte ich gar nicht erkennen, wer alles da war. Es waren sehr viele! Und vorne stand Patrick! Komisch, aber ich kann mich gar nicht mehr richtig erinnern, wie ich da reinging – lief wie im Film an mir vorüber. Angekommen. . . Der Gottesdienst war wunderschön. Der Pfarrer fand genau die richtigen Worte, unsere Familienmitglieder, die die Texte gelesen haben, haben sich wirklich Mühe gegeben und die Sängerin im Zusammenspiel mit dem Organisten war wirklich klasse! Ein sehr gelungener Gottesdienst – so, wie ich ihn mir vorgestellt habe und noch viel schöner.
Hier findet Ihr das Liederheft, so wie es der Organist für uns vorbereitet hatte. Herzlichen Dank an dieser Stelle! Als wir dann aus der Kirche herausgingen, war es sonnig, warm und sogar der Boden war trocken. Die erste Aufgabe als kirchlich getrautes Ehepaar mussten wir bewältigen. Ein Herz aus einem Stück Stoff ausschneiden. Hehe – ich war schneller! Es waren sogar einige Überraschungsgäste in der Kirche, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Meine Freundin aus Köln war in der Kirche – sie war gerade in der Nähe. Hab mich sehr gefreut! Mein Großonkel aus Münster, den ich zwar nicht kannte, aber er mich, hat uns Glück gewünscht und war dabei, weil er ab und zu bei seiner Partnerin in Leverkusen ist. Dann die lange Schlange der Gratulanten, bevor wir dann in Kolonne und mit Hupkonzert zum Restaurant fuhren. Begrüßt mit Sektempfang gab es anschließend Hochzeitstorte! Hmmm – sehr lecker. Es zog sich sehr lange hin, bis alle ein Stück hatten. Glücklicherweise hatten wir professionelle Unterstützung beim Anschneiden – sonst wären wir bis zum Abendessen noch nicht fertig gewesen. Der Nachmittag lief sehr locker ab – alle unterhielten sich nett bei Kaffee und Kuchen. Es regnete draußen. Wann sollten wir nur die Bilder machen? Wir unterhielten uns auch sehr gut und hatten gar keine Lust auf Fotos machen. ? Die ersten Gäste, die sich nur zum Kaffeetrinken angekündigt hatten, gingen schon wieder. Nun wurde es aber Zeit, dass wir Fotos machten. Es war sonnig und trocken – also nix wie los. Schließlich war es schon 18:30 Uhr. Wie die Zeit vergeht. . . Als wir wiederkamen, kleiner Schock: ich hatte meiner Freundin, die unsere Katzen füttern wollte, den falschen Schlüssel gegeben. Schlecht, wenn man Schlüssel von zwei Wohnungen in der Tasche hat. Meine Schwester und meine Cousine mit ihrem Mann haben das Problem gelöst und haben das Füttern übernommen. Danke schön dafür! Der DJ hat in der Zwischenzeit ein Spiel moderiert (Liederraten Frauen gegen Männer), um die Gäste bei Laune zu halten. Als wir zurückkamen, wurden wir dann auf die Probe gestellt. Beim Übereinstimmungsspiel wurde getestet, wie gut wir uns kennen. 7 von 10 Übereinstimmungen sind schon ok, aber ausbaufähig. Bevor wir nun das Buffet eröffneten, hab ich Patrick noch an die Hochzeitsvorbereitungen erinnert. Wir waren einkaufen und ihm fiel eine Karte ins Auge, auf der ein Brautpaar abgebildet war: die Frau mit lachendem Gesicht und der Mann mit traurigem Gesicht. Darüber stand: „Game over“. Ich habe die Karte gekauft und ihm dazu einen Kindheitstraum erfüllt, dass er mal ganz offiziell und mit Erlaubnis „Baggern“ darf. Das Essen war klasse und zog sich ziemlich lange hin, bevor wir dann den Tanz eröffneten zu „You light up my life“. Also ich muss ehrlich sagen, dass es bei den vorherigen Tanzstunden besser lief. Ist was Anderes mit so einem umfangreichen Kleid und vor so vielen Zuschauern. Aber wir haben es überlebt und es war toll. Nach weiteren Unterhaltungen, vielen Tänzen und einer Menge Spaß wurde dann um 24 Uhr der Brautstrauß geworfen. Ich habe den echten Brautstrauß geworfen, nicht einen zweiten, wie es manche machen. Wir wollten sowieso zwei Tage später umziehen. Da kann man Blumensträuße nicht so gut gebrauchen. Und wer hat ihn gefangen? Meine Schwester! Hab mich für sie gefreut. Und falls Ihr jetzt fragt: Nein, ich wusste nicht in welcher Richtung sie steht, denn einen Brautstrauß wirft man bekanntlich rückwärts. Ich bin gespannt, ob sie wirklich die nächste ist, die heiratet? Anschließend musste Patrick das Strumpfband mit den Zähnen von meinem Bein abziehen. Den Brauch kannte ich auch noch nicht. Er hat das Strumpfband dann an alle unverheirateten Männer geworfen. Gefangen hat es unser Freund Olli. Der nächste Tanz stand also fest – meine Schwester mit Olli. Interessant! Dass Olli demnächst heiratet wissen wir ja schon. Aber ist er wirklich der Nächste oder drängt sich noch jemand vor? Die Stimmung war klasse – der Service super – es ließ nichts zu wünschen übrig. Es gab sogar eine Polonäse durch das gesamte Restaurant. Patrick vorne, dazwischen alle Gäste und ich hinten. Er musste mich dann fangen. Sehr lustig. Bis 3 Uhr getanzt – das waren mehr als 12 Stunden reine Feier – dann sind wir (der harte Kern: meine Schwester, ihre Freundin, meine Kollegin, ihr Mann, Patrick und ich) ins Hotel gegangen. Es war wunderschön. Das letzte Lied war „Ne Mann, ich will noch nicht, ich will noch nen bisschen tanzen“. Das traf auch voll und ganz auf die beiden Andrea´s zu. Aber wir waren müde und glücklich über den sehr gelungenen Tag.
Danke an alle, die dazu beigetragen haben:
- Pfarrer Kern aus St. Franziskus Steinbüchel
- Der Küster aus St. Franziskus Steinbüchel
- Die Messdiener
- Unser Organist
- Die Sängerin
- Trauringladen Hubert Kierdorf
- Brautatelier Lilienthal
- Maßschneiderei Kuhn in Düsseldorf
- Mercy vom Friseursalon Brenscheid in Leverkusen
- Blumenvitrine Gierling in Leverkusen
- Tanja Wieczorek von Ringkissen Grazil
- DJ Diddi
- Fotograph Matthias Dollt
- Videograph Daniel Schneider
- Bäckerei Willecke
- Die Inhaber und das Servicepersonal vom „Haus am Park“
- Das Personal vom Lindner Hotel
- Unsere Eltern und Trauzeugen und alle Verwandten
- Alle, die uns mit Glückwünschen , Geschenken und ihrer Anwesenheit viel Freude bereitet haben
Wir können gar nicht oft genug danke sagen. Dieser Tag bleibt uns auf jeden Fall in Erinnerung - dank Euch!
Montag, 11. April 2011
All das habe ich an nur einem Tag gelernt!
Wofür so ein Ehevorbereitungskurs der besonderen Art alles gut ist. :-) Schon vor einiger Zeit haben wir einen Prospekt entdeckt, in dem Ehevorbereitungskurse angeboten werden. Einer davon hieß "Aktiv-Klettertag" für Paare vor der Hochzeit. Da haben wir uns angemeldet - es hörte sich interessant an und klingt nach etwas anderem. Einerseits habe ich mich darauf gefreut, andererseits war ich auch skeptisch.
Da ich auf hohe, um sich selbst drehende und über Kopf drehende Karussels stehe, hab ich gedacht, dass das auch nicht viel schlimmer sein kann in so einem Hochseilgarten. Da ich eher zu der Art Mensch zähle, die nicht gerne die Kontrolle aus der Hand geben, war mir jedoch klar, dass mir gerade das "sich fallen lassen" nicht besonders leicht fallen wird.
Aber ich fange mal vorne an: Begrüßt wurden wir sehr freundlich mit Kaffee und Keksen und einer kurzen Vorstellungsrunde der besonderen Art: ein gedachter Zeitstrahl von einem Jahr, auf dem wir uns nach Hochzeitsdatum, Dauer der Beziehung und nach prozentualem bereits erledigtem Anteil der Hochzeitsvorbereitung aufstellten. Interessant war, dass nicht alle Paare sich einige waren - wir im Übrigen auch nicht. Daran sieht man, dass ich eher die perfektionistische sowie auch die vorsichtigere von uns beiden bin. Meine Einschätzung lag zwischen 55 und 60 % - Patrick´s deutlich höher. Anschließend stellten wir uns noch von Norden nach Süden auf, welche Paare woher kommen. Dann wurden verschiedene Postkarten auf dem Boden ausgelegt, von denen jeder eine Karte gezogen hat und kurz beschrieben hat, was das Bild mit der Beziehung zu tun hat. Meine Karte zeigte zwei Sonnenstühle, die in eine Richtung stehen, also nicht gegenüber. Das passt deshalb zu uns, weil wir gemeinsam in die gleiche Richtung schauen. Patrick´s Karte zeigte zwei gleiche Tassen mit unterschiedlichen Löffeln. Die Tassen zeigten die Gemeinsamkeiten und die Löffel unsere Unterschiede.
Anschließend nach ein paar Sicherheitshinweisen und ein paar Trockenübungen, die auf einem Balken am Boden stattfanden ging es an´s Eingemachte. Wir mussten uns - ohne den Balken zu verlassen - in der Reihenfolge unserer Schuhgrößen und anschließend nach dem Anfangsbuchstaben des Vornamens unserer Schwiegermutter aufstellen. Und dann ging´s los: in 12 Meter Höhe über ein Drahtseil balancieren - gesichert vom eigenen Partner und 2 Backup-Personen. Zur Hilfe hatte man nur einige herunterhängende Seile, die man ein paar Schritte mitziehen konnte, bevor es dann zum nächsten Seil ging. Das letzte Seil war jedoch weiter entfernt - man musste das eine Seil loslassen, bevor man das nächste greifen konnte. Loslassen - ein schönes Stichwort! Es fällt nicht leicht, aber es geht. Beim ersten Versuch habe ich gerade mal zwei Schritte gemacht, bevor ich wieder herunterwollte. Doch die Gruppe hat mich motiviert - mitgezogen. Alle sind weiter gegangen! Also habe ich es noch einmal probiert und ich habe es geschafft, loszulassen und freihändig zu gehen. Ein wirklich geniales Erlebnis! Ich hätte heulen können, wenn es nicht so aufregend gewesen wäre. Ich war stolz!
Nach dem Mittagessen ging es dann zum Team-Beam, einer Station für 2 Personen, die sich nur gegenseitig halten konnten, um weiterzuschauen. Es war deshalb so schwierig, weil man den Blick nach unten richtete und unter einem nur Luft war. Man ging dann in einer halbwegs waagerechten Haltung als Paar Schritt für Schritt über den Balken. Ich habe es zwar geschafft, das Seil ganz loszulassen und mich nur an Patrick festzuhalten, aber einen Schritt in Richtung weg von dem sicheren Halteseil zu gehen, war zu viel für mich. Obwohl ich wusste, dass garantiert nichts passieren kann, habe ich es mir nicht zugetraut, weiterzugehen - die Angst zu fallen ist zu groß.
Dann wartete noch das Highlight auf uns - der Pamper Pole! Steil einen Baumstamm hochklettern, oben freihändig ohne Halteseil auf die pizzatellergroße Fläche klettern, sich langsam herumdrehen und wie beim Free Fall herunterspringen. Natürlich wurde man auch hier von einem Sicherungsteam gehalten, jedoch durfte man vorher ein paar Meter freien Fall erleben. Ich bin immerhin bis ganz oben geklettert, habe mich dann nur nicht darauf gestellt. Ich muss mir ja auch noch etwas offen lassen für nächstes Mal! :-)
Zwischendurch haben wir von dem Leiterteam immer Feedback bekommen mit Anregungen zum Nachdenken, was das Vertrauen, das Selbstvertrauen und auch das Verlassen der eigenen Komfortzone betrifft. Ein Anstoß für mich war, dass ich erleben durfte, dass mich niemand kritisiert, nur weil ich den Weg nicht bis zum Ende gehe, sondern sage, wo meine persönliche Grenze ist. Daran konnte ich erkennen, dass die Selbstwahrnehmung völlig von der Fremdwahrnehmung abweicht. Manche sagten sogar, dass es mutig ist, zuzugeben, dass das jetzt zu viel ist. Von der Perspektive habe ich das noch nie betrachtet.
Und zum Schluss bevor wir wieder unsere eigenen Wege gingen, bekamen wir noch ein paar Bohnen mit auf den Weg, nachdem uns diese Geschichte vorgelesen wurde von den Bohnen des Glücks.
Also - es war ein toller Tag im Hochseilgarten Iserlohn bei strahlendem Sonnenschein, viel Spaß, mit netten Leuten und neuen Erkenntnissen. Organisisert wurde das Ganze vom Referat für Ehe und Familie des Erzbistums Köln. Danke besonders an Astrid, Alex und Martin.
Sonntag, 13. März 2011
Gestern war ich auf dem Pur-Konzert in Dortmund. 30 Jahre eine Band: mit Höhen und Tiefen und vielen genialen Liedern.
Auf der Akustik-Tour mit Wohnzimmer-Charakter, so wie Hartmut Engler es formulierte, stellten sie ihre Songs ganz ohne Synthesizer vor. Anfangs wurden ein paar ältere Lieder gespielt, die ich nicht kannte. Na ja - wenn ich genauso "jung" wie die Band bin, dann ist das wohl verständlich. Denn ich habe erst mit ca. 12 Jahren angefangen Pur zu hören. Es ist Wahnsinn, wie man ohne Synthesizer einen solchen Sound und eine solche Stimmung zaubern kann.
Wie ich auf der Pur-Homepage gelesen habe, hat Hartmut Engler eine Biographie geschrieben. Die werde ich mir natürlich kaufen. Der Hintergrund für die Texte lassen sich manchmal erahnen. In dem Buch lässt sich der wahre Hintergrund erkennen. Dann kann ich sehen, ob meine Einschätzung übereinstimmt mit seinen Wahrheiten. Er ist echt ein Mensch, den ich bewundere: so viel durchgemacht, so viele Fans und doch immer auf dem Boden geblieben. Er ist auch gestern wie auf vielen seiner Konzerte durch die Fanreihen gegangen und hat ihnen die Hände geschüttelt.
Hier gibt es ein Videotagebuch von den Konzerten.
Und das neue Lied, das sie auf dem Konzert erstmalig vorgestellt haben, ist "Wir sind sterblich und vergänglich", mit dem der Sinn vermittelt werden soll, dass der Augenblick ausgekostet werden sollte. Man weiß nie, wann es zu Ende ist und deshalb sollten wir das Beste daraus machen. Ich finde es wunderschön und gleichzeitig traurig. Denn hier werden wir nun mal ganz ungeschönt daran erinnert, dass wir nicht ewig leben, zumindest nicht auf der Erde. Ob es einen Zusammenhang gibt, dass es gerade in der Vorbereitungszeit auf Ostern, dem Gedenken an Jesu Christi Auferstehung, erstmalig gesungen wird? Es passt jedenfalls.
PUR - macht weiter so! Ich bin jederzeit wieder dabei.
Montag, 29. November 2010
Zum Geburtstag habe ich dieses Jahr Karten für die Nokia Night of the Proms bekommen. Danke schön dafür noch einmal an dieser Stelle.
Es war grandios! Ein großes Orchester, ein Chor und verschiedene Sänger sind dort aufgetreten Besonders faszinierend fand ich Boy George. Als ich das auf der Karte gelesen habe, dass er da auftritt, dachte ich: Ok, den Namen hab ich schon mal gehört, aber was singt er? Und jetzt weiß ich es. Einfach superschöne Lieder, die ich größtenteils sogar kannte. Weiterhin waren dort Cliff Richard, Kid Creole und die Coconuts, Lichtmond, John Miles und Charlie Siam. Auch besonders gefallen hat mir Charlie Siam, der so locker flockig mit seiner Geige durch die Gegend spaziert, manchmal lächelt, manchmal konzentriert ist und trotzdem scheinbar immer genau weiß, was er spielt. Am Anfang bei seinem ersten Stück konnte ich noch nicht viel damit anfangen, aber je mehr er davon gespielt hat, umso interessanter fand ich es. Auch Cliff Richard hat Lieder gesungen, die ich mit seinem Namen nicht in Verbindung gebracht hatte. Lichtmond ist eine Gruppe, die zum ersten Mal mit der Night of the Proms auf Tour geht. Sie hat mir auch sehr gut gefallen. Sehr ruhige Lieder, die zum Nachdenken und Träumen anregen. Wunderschöne Klänge und wunderschöner Gesang. Und das Highlight des Abends war der vom Orchester gespielte Hochzeitsmarsch, bei dem es sogar einen Live-Heiratsantrag zu sehen gab. Eine Dame aus dem Chor hat einen Ring angesteckt bekommen zusammen mit einer Rose und der natürlich üblichen Frage, wobei er natürlich auf die Knie gegangen ist. Und - wie der Moderator nachher erzählte - hat sie ja gesagt. Wunderschön und romantisch - und vor so vielen Leuten. Wahnsinn.
Wir hatten Sitzplätze im bestuhlten Innenraum. Zuerst habe ich gedacht, dass man nicht viel sehen kann, weil wir entweder zu weit weg sitzen oder dass vor uns so große Menschen sitzen, dass wir nichts sehen können. Dadurch dass die Bühne stufenförmig angeordnet war und ein Großteil auch auf Leinwände projeziert wurde, konnten wir alles sehr gut sehen.
Ich werde mir schon bald für nächstes Jahr wieder Tickets sichern. Das möchte ich auf jeden Fall noch einmal erleben. Die Stimmung war klasse und die Musik war genial. Kann ich sehr empfehlen!
Das war ein schönes Geschenk. Vielen Dank.
Sonntag, 7. November 2010
Was kann man sich Schöneres vorstellen als samstags vormittags auf der A3 zu verbringen?
So habe ich jedenfalls den gestrigen Vormittag von 9 Uhr bis 12:15 Uhr verbracht. Mein Navi und auch die Stauinformationen im Radio kündigten nichts an außer einen Unfall auf der Gegenspur. Auf meiner Seite sah ich Bremslichter, Warnblinklicht und kurze Zeit später ging es langsam als Stop-and-Go weiter. Ich dachte, es wäre nur ein kurzer Stau, weil alle nach links schauten wegen dem Unfall. Das war meine einzige Erklärung, die ich mir vorstellen konnte, gerade weil auch im Radio nichts gesagt wurde. Nach einer halben Stunde stellte ich fest, das ich es auf keinen Fall pünktlich bis 10 Uhr nach Essen schaffe. "Na ja, nicht schlimm, wenn ich ein paar Minuten später komme", dachte ich. Ein paar Minuten? Weit gefehlt. Um 10:30 Uhr (ich war immer noch nicht viel weiter gefahren) sagten sie dann in WDR2, dass auf der A3 Richtung Oberhausen zwischen Dreieck Langenfeld und Kreuz Hilden 9 km Stau sind. Na super! Immerhin war das Kreuz Hilden nicht mehr weit - nur noch 2 Kilometer. Für diese zwei Kilometer habe ich dann aber nochmal eine Stunde gebraucht - mein Navi zeigte dann kurze Zeit später auch den Stau an. Das hilft aber auch nichts, wenn man keine Alternative hat. Andere Autofahrer beobachten war die einzige Beschäftigung, die mir einfiel. Und es ist interessant, wie unterschiedlich die Autoinsassen miteinander umgehen: manche lachen, manche sind nett zueinander, halten Händchen, umarmen sich, andere schreien sich an, haben schlechte Laune, rauchen, rauchen, rauchen. Ich glaube, im Stau lernt man sich am Besten kennen. Sollte es vielleicht vor der ersten gemeinsamen Wohnung mit einem neuen Partner eine Bewährungsprobe geben - 2 Stunden Stau ohne Ausweg? Oder in einer Bahn festsitzen, die aus irgendwelchen Gründen nicht mehr weiterfahren kann? Danach kennt man sich auf jeden Fall besser: das Verhalten in Stresssituationen, die Gelassenheit und das Verständnis füreinander. Vor mir hat jemand am mittleren Grünstreifen seinen Hund Gassi gelassen. Na, wenn wir Menschen das doch auch so einfach könnten? Seit 1,5 Stunden hätte ich auch gern mal eine Toilette benutzt. Um 11:45 Uhr war ich dann durch den Stau durch und durfte wieder fahren. Die Veranstaltung, zu der ich wollte, war fast zu Ende. Also habe ich die Raststätte Hösel angefahren, habe 0,70 € für die Benutzung der Toilette bezahlt und bin am Breitscheider Kreuz wieder in die andere Richtung der A3 gefahren - nach Hause.
Was gehen einem sonst für Gedanken durch den Kopf im Stau? Wie schön es wäre, einen Automatik-Wagen zu haben.... Auf Dauer nervt es nämlich, den Fuß die ganze Zeit auf der Kupplung und dann abwechselnd auf der Bremse oder auf dem Gaspedal zu haben. Wie fühlen sich jetzt wohl diejenigen, deren Tanknadel schon auf Reserve steht? Bin ich die einzige, die sich jetzt eine Toilette wünscht?
Wer weiß, wofür es gut war? Es gibt für alles einen Grund. Vielleicht war die Veranstaltung nicht lohnenswert. Ich habe jedenfalls gute Musik gehört (danke an Radio Leverkusen und Radio Neanderthal, WDR2 und 1live). Da ich niemanden kenne, der bei der Veranstaltung war, weiß ich auch nicht, was ich verpasst habe. Den nächsten Samstag möchte ich trotzdem gerne anders verbringen.
Montag, 18. Oktober 2010
Radio Leverkusen bietet in Zusammenarbeit mit dem Calevornia das 24-Stunden-Schwimmen am 19. und 20. November unter dem Motto "Powern für Pänz" an. Viele Kinder können am Ende der 4. Klasse immernoch nicht schwimmen - das hat zu diesem guten Werk geführt. Diese Aktion soll Abhilfe schaffen, indem Leverkusener Bürger schwimmen, solange sie können. Pro Bahn werden 0,50 € gespendet, mit der dann Schwimmkurse für Nichtschwimmer gezahlt werden. Eine tolle Aktion, wie ich finde. Ich bin dabei!
Hier findet Ihr alles dazu, was Ihr wissen müsst. Tut etwas Gutes und schwimmt, was das Zeug hält.
Dienstag, 7. September 2010
Samstagabend auf Schalke: PUR live - das Abschlusskonzert von einer langen Open-Air-Tour durch verschiedene Städte Deutschlands.
Ich habe mich sehr lange darauf gefreut und hatte die Karten schon seit Anfang 2010. Es gab auf dem Hinweg kaum Stau, nur kurz vor der Autobahnabfahrt ein bisschen. Mit Liedern von Pur haben wir uns eingestimmt. Vorher ist Luxuslärm aufgetreten. Als wir auf unseren Plätzen angekommen waren, stellten wir fest, dass die Arena noch irgendwie leer aussieht. Die oberen Blöcke waren gar nicht besetzt. Unten waren auch noch viele leere Plätze. Der Innenraum war nicht richtig gefüllt. Als das Licht ausging um kurz vor 20 Uhr sah das dann aber schon ganz anders aus. Hände, Lichter, jede Menge Leute und gute Stimmung.
Zuerst ein paar neue Lieder, aber dann wurden auch einige alte Lieder gesungen, die meine Schwester gar nicht kannte, wie z. B. Seiltänzertraum. Ein schönes Lied, das ich sehr lange nicht gehört habe. Gäste waren Opus mit "Live is Life", Aaron McDonald, Rock statt Rente und zum guten Schluss DJ Ötzi. Faszinierend, wie auf einmal tausende Pur-Fans Live is life aus vollem Halse mitsingen oder die ganze Arena "Einen Stern, der Deinen Namen trägt" singt. Es gibt Leute, die das sicherlich nicht so toll fanden, aber mir hat es gefallen. Schön fand ich auch die sprachlich gemischte Version von Prinzessin zusammen mit Aaron McDonald. Und er hat sogar ein paar Zeilen auf Deutsch gesungen. Aber auch das Englische hörte sich schön an und passte super dazu.
Kennt Ihr eigentlich die Geschichte, wie Pur richtig berühmt wurde? Früher hieß die Band Pur Opus 1, was bei einigen zu Verwechslung führte. Als ein Konzert von Opus 1 ausgeschiildert war, glaubten die Fans, dass Opus mit "Live is life" dort auftritt. Dadurch kamen statt den erwarteten 50 Besuchern unglaubliche 800 Besucher. Als die Band-Mitglieder davon erfuhren, dichteten sie kurzum in der Umkleidekabine einen deutschen Text für Live is life. Und so sprach sich herum, dass die Band gut ist. Sie haben sich dann allerdings umbenannt und hießen seitdem "Pur". Der Name passt sehr gut, wie ich finde, denn sie sind einfach echt und wahrheitsgetreu - kein bisschen abgehoben, immer noch menschlich. Das hat Hartmut Engler gezeigt, indem er rund um die Bühne herum vielen Fans die Hände geschüttelt hat, sie persönlich begrüßt hat, usw. Einfach PUR!
Von 20:10 Uhr bis 22:15 Uhr ununterbrochen gesungen, bis dass Pur zum ersten Mal von der Bühne verschwand. Die Fans kennen ihre Band. Kaum jemand hat die Arena verlassen - alle wollten Zugaben. Sie kennen eben die Band, bei denen man jedes Mal mit mehreren Zugaben rechnen darf. Dieses Mal gab es 50 Minuten Zugaben. Genial! Auf dem großen Bildschirmen war vor dem Konzert schon die Ankündigung für 2011: PUR - 30 Jahre eine Band! Ich bin gespannt, wie sie das unglaubliche Ereignis aufbereiten. Hoffentlich mit einer Best-Of-Cd und einer schönen Konzertreihe. Ich bin definitiv wieder dabei. Es ist schon fast zu einem Ritual geworden, dass meine Schwester und ich zusammen zu Pur-Konzerten gehen. Auf Schalke fehlte uns nur das leckere Weingummi, das wir von Dortmund kannten. Auf Schalke gab es nur "Schalke-Bälle" aus Weingummi, die aber lange nicht so lecker waren. Vielleicht lag es auch an den königsblauen Farben? :-)
PUR - Weiter so!
Montag, 9. August 2010
Nein, nicht von Reno - sondern von Nike.
Ich habe mir heute die "Nike Free 3.0" bei Bunert in Essen gekauft, die eine Sohle haben, die ähnlich dem Barfußlaufen ist. Sie ist sehr flexibel und die Fußmuskulatur, die sonst sehr verkümmert, muss arbeiten.

Heute bin ich damit eine Stunde gelaufen und bin mal gespannt, wie es morgen aussieht. Ich kann mir vorstellen, dass ich dann Muskelkater habe. Bequem sind die Schuhe jedenfalls und ich hätte auch noch eine Stunde weiterlaufen können. Genutzt werden kann der Schuh wie ein normaler Freizeit-Turnschuh, also nicht zum Sport. Es gibt auch noch zwei weitere Stufen, die Nike Free 5.0 und 7.0, die dem Barfußlaufen noch ähnlicher sind. Jedoch sollte man mit 3.0 anfangen und sich dann langsam steigern.
Also nach heutigem Stand kann ich die Schuhe empfehlen. Ich werde weiter berichten.
Sonntag, 4. Juli 2010
Anlässlich meiner Party am 26. Juni im K1 habe ich den Gästen, die eine Übernachtungsmöglichkeit haben wollten, ein Hotel benannt. In der Nähe des K1 ist das Hotel Arkade. Zunächst bin ich dort persönlich hingegangen, als ich die Party geplant habe, und habe Bescheid gesagt, dass ich ein paar Zimmer brauche für den 26. Juni. Anschließend habe ich die Zimmer als Kontingent gebucht bis zu einem bestimmten Termin. Die Gäste konnten sich dann entweder bei mir oder auch direkt im Hotel melden. Die Abwicklung mit den Mitarbeitern des Hotels lief sehr unkompliziert. Auch als der Termin schon verstrichen war, konnte ich noch Zimmer nachbuchen bzw. kostenlos stornieren. Sogar einen Tag vorher hat noch jemand abgesagt und dieses konnte noch kostenlos storniert werden.
Am Morgen nach der Party haben Patrick und ich mit den Übernachtungsgästen im Hotel gefrühstückt. Das Angebot war gut und es war alles da, was das Herz begehrte. Brötchen, Brot, Butter, Margarine, Kaffee, Tee, kalte Getränke, Brotbelag wie Wurst, Käse, Nutella, Marmelade, usw. Die Gäste sagen, die Zimmer waren in Ordnung und sie haben sich dort wohlgefühlt. Da ich selbst dort nicht übernachtet habe, kann ich nicht sagen, wie die Zimmer waren, aber es hat sich niemand beschwert. Also denke ich, es war alles in Ordnung.
Aufgrund des gebuchten Kontingentes haben wir noch einen Nachlass bekommen, weil wir mehr als 5 Zimmer gebucht haben. Das Hotel Arkade ist optimal für Leute, die im K1 oder in anderen Lokalen in der City in Leverkusen feiern wollen. Es ist sehr zentral gelegen und das Personl ist wirklich zuvorkommend und hilfsbereit.
Das Hotel kann ich ungesehen weiter empfehlen. Direkt neben dem Hotel gibt es auch noch ein Restaurant Arkade, in dem griechische Spezialitäten angeboten werden. Da werden wir sicherlich auch einmal hingehen und das Essen probieren.
|
 |
 |
 |
|