Artikel mit Tag kommunikation
Dienstag, 8. Mai 2012
Vor Kurzem wurde mir durch einen netten Kontakt wieder das Schnelllesetraining in Erinnerung gerufen, das ich damals belegt habe und das mich wirklich weiter gebracht hat.
Aus aktuellem Anlass findet Ihr hier noch einmal die Links, unter denen es mehr Informationen und das Bestellformular gibt:
- Selbstlernkurs (Lesetemposteigerung und Lerntechniken, z. B. wie finde ich die für mich wichtigen Infos in einem Fachbuch?)
- SpeedReadingTrainer (Augenübungen am Bildschirm zur Lesetemposteigerung)
- SpeedLearningService (zum Erlernen von Fakten): Kostenlose Test-Möglichkeit.
- SpeedLearningMachine (speziell für Vokabel-Training, um diese schneller zu lernen und zu behalten)
- NeuroCd (mit Hilfe von Tiefenentspannung schneller neues Wissen aneignen)
- Lesemanifest (kostenloser Bericht zu Schnelllesetechniken zum sofortigen Download)
Ich habe alle Angebote ausprobiert und kann sagen, dass es wirklich hilft. Sowohl meine Lesegeschwindigkeit als auch das Erlernen von Fakten ist deutlich schneller geworden.
Wenn Ihr Fragen habt, dann schreibt gerne einen Kommentar, den ich dann umgehend beantworte.
Montag, 23. April 2012
Vielleicht sagt Euch der Titel etwas, weil vor Kurzem ein Kinofilm mit dem Namen "Der Gott des Gemetzels" lief. Ich berichte hier von einer Theateraufführung mit dem gleichen Namen. Am Samstag hatte ich die Gelegenheit, dieses Theaterstück im TAB Theater in Essen erleben zu dürfen.
Von Erlebnis kann man wirklich sprechen, denn es war so kurzweilig und lustig, dass die Zeit wie im Flug verging. Wenn zwei Ehepaare versuchen wollen, vernünftig den Streit ihrer beiden elfjährigen Söhne zu klären, bei dem das Opfer zwei Schneidezähne verloren hat, ahnt man erstmal nichts Böses. Schnell legt sich die Vernunft bei allen Beteiligten und sie zeigen ihr wahres "Ich". Wo ist denn nur die anfängliche Disziplin geblieben? Herrliche Klischees, viel zu lachen und so unglaublich gutes Schauspiel - wirklich rundum gelungen und sehr empfehlenswert.
Jeder der Zuschauer kennt mindestens einen mit ähnlichen Verhaltensweisen oder Wesenszügen. Das macht es natürlich umso lustiger, realitätsnah und führt zum Schmunzeln oder auch herzhaftem Lachen.
Es gibt noch eine letzte Chance, dieses sehr gut gelungene Theaterstück anzuschauen: am 4. Mai um 20 Uhr im Girardet Haus in Essen. Karten gibt es für 14 Euro (ermäßigt 12 Euro) im Katakomben Theater und im TAB Theater jeweils online oder an der Abendkasse.
Montag, 11. April 2011
All das habe ich an nur einem Tag gelernt!
Wofür so ein Ehevorbereitungskurs der besonderen Art alles gut ist. :-) Schon vor einiger Zeit haben wir einen Prospekt entdeckt, in dem Ehevorbereitungskurse angeboten werden. Einer davon hieß "Aktiv-Klettertag" für Paare vor der Hochzeit. Da haben wir uns angemeldet - es hörte sich interessant an und klingt nach etwas anderem. Einerseits habe ich mich darauf gefreut, andererseits war ich auch skeptisch.
Da ich auf hohe, um sich selbst drehende und über Kopf drehende Karussels stehe, hab ich gedacht, dass das auch nicht viel schlimmer sein kann in so einem Hochseilgarten. Da ich eher zu der Art Mensch zähle, die nicht gerne die Kontrolle aus der Hand geben, war mir jedoch klar, dass mir gerade das "sich fallen lassen" nicht besonders leicht fallen wird.
Aber ich fange mal vorne an: Begrüßt wurden wir sehr freundlich mit Kaffee und Keksen und einer kurzen Vorstellungsrunde der besonderen Art: ein gedachter Zeitstrahl von einem Jahr, auf dem wir uns nach Hochzeitsdatum, Dauer der Beziehung und nach prozentualem bereits erledigtem Anteil der Hochzeitsvorbereitung aufstellten. Interessant war, dass nicht alle Paare sich einige waren - wir im Übrigen auch nicht. Daran sieht man, dass ich eher die perfektionistische sowie auch die vorsichtigere von uns beiden bin. Meine Einschätzung lag zwischen 55 und 60 % - Patrick´s deutlich höher. Anschließend stellten wir uns noch von Norden nach Süden auf, welche Paare woher kommen. Dann wurden verschiedene Postkarten auf dem Boden ausgelegt, von denen jeder eine Karte gezogen hat und kurz beschrieben hat, was das Bild mit der Beziehung zu tun hat. Meine Karte zeigte zwei Sonnenstühle, die in eine Richtung stehen, also nicht gegenüber. Das passt deshalb zu uns, weil wir gemeinsam in die gleiche Richtung schauen. Patrick´s Karte zeigte zwei gleiche Tassen mit unterschiedlichen Löffeln. Die Tassen zeigten die Gemeinsamkeiten und die Löffel unsere Unterschiede.
Anschließend nach ein paar Sicherheitshinweisen und ein paar Trockenübungen, die auf einem Balken am Boden stattfanden ging es an´s Eingemachte. Wir mussten uns - ohne den Balken zu verlassen - in der Reihenfolge unserer Schuhgrößen und anschließend nach dem Anfangsbuchstaben des Vornamens unserer Schwiegermutter aufstellen. Und dann ging´s los: in 12 Meter Höhe über ein Drahtseil balancieren - gesichert vom eigenen Partner und 2 Backup-Personen. Zur Hilfe hatte man nur einige herunterhängende Seile, die man ein paar Schritte mitziehen konnte, bevor es dann zum nächsten Seil ging. Das letzte Seil war jedoch weiter entfernt - man musste das eine Seil loslassen, bevor man das nächste greifen konnte. Loslassen - ein schönes Stichwort! Es fällt nicht leicht, aber es geht. Beim ersten Versuch habe ich gerade mal zwei Schritte gemacht, bevor ich wieder herunterwollte. Doch die Gruppe hat mich motiviert - mitgezogen. Alle sind weiter gegangen! Also habe ich es noch einmal probiert und ich habe es geschafft, loszulassen und freihändig zu gehen. Ein wirklich geniales Erlebnis! Ich hätte heulen können, wenn es nicht so aufregend gewesen wäre. Ich war stolz!
Nach dem Mittagessen ging es dann zum Team-Beam, einer Station für 2 Personen, die sich nur gegenseitig halten konnten, um weiterzuschauen. Es war deshalb so schwierig, weil man den Blick nach unten richtete und unter einem nur Luft war. Man ging dann in einer halbwegs waagerechten Haltung als Paar Schritt für Schritt über den Balken. Ich habe es zwar geschafft, das Seil ganz loszulassen und mich nur an Patrick festzuhalten, aber einen Schritt in Richtung weg von dem sicheren Halteseil zu gehen, war zu viel für mich. Obwohl ich wusste, dass garantiert nichts passieren kann, habe ich es mir nicht zugetraut, weiterzugehen - die Angst zu fallen ist zu groß.
Dann wartete noch das Highlight auf uns - der Pamper Pole! Steil einen Baumstamm hochklettern, oben freihändig ohne Halteseil auf die pizzatellergroße Fläche klettern, sich langsam herumdrehen und wie beim Free Fall herunterspringen. Natürlich wurde man auch hier von einem Sicherungsteam gehalten, jedoch durfte man vorher ein paar Meter freien Fall erleben. Ich bin immerhin bis ganz oben geklettert, habe mich dann nur nicht darauf gestellt. Ich muss mir ja auch noch etwas offen lassen für nächstes Mal! :-)
Zwischendurch haben wir von dem Leiterteam immer Feedback bekommen mit Anregungen zum Nachdenken, was das Vertrauen, das Selbstvertrauen und auch das Verlassen der eigenen Komfortzone betrifft. Ein Anstoß für mich war, dass ich erleben durfte, dass mich niemand kritisiert, nur weil ich den Weg nicht bis zum Ende gehe, sondern sage, wo meine persönliche Grenze ist. Daran konnte ich erkennen, dass die Selbstwahrnehmung völlig von der Fremdwahrnehmung abweicht. Manche sagten sogar, dass es mutig ist, zuzugeben, dass das jetzt zu viel ist. Von der Perspektive habe ich das noch nie betrachtet.
Und zum Schluss bevor wir wieder unsere eigenen Wege gingen, bekamen wir noch ein paar Bohnen mit auf den Weg, nachdem uns diese Geschichte vorgelesen wurde von den Bohnen des Glücks.
Also - es war ein toller Tag im Hochseilgarten Iserlohn bei strahlendem Sonnenschein, viel Spaß, mit netten Leuten und neuen Erkenntnissen. Organisisert wurde das Ganze vom Referat für Ehe und Familie des Erzbistums Köln. Danke besonders an Astrid, Alex und Martin.
Freitag, 26. November 2010
Ein ganz normaler Abend in einer ganz normalen Wohnung, in der 2 (fast) ganz normale Personen mit 2 (noch weniger) normalen Katern wohnen. Auf einmal folgende Unterhaltung:
Sie: Wir müssen unbedingt mal auf ein Toten-Hosen-Konzert gehen. In 2 Jahren gibt es bestimmt Jubiläumskonzerte.
Er: Hallo.... Wir sind dann verheiratet.
Kann mir den Zusammenhang jemand erklären?
Donnerstag, 22. April 2010
Ich frage mich in der letzten Zeit öfter mal, ob wir dank der neuesten Technik-Standards zu oft auf unpersönliche Art und Weise kommunizieren.
Wie oft schreibt Ihr eine E-Mail, obwohl es schneller gehen würde, mal eben anzurufen oder sogar persönlich vorbeizugehen? Ich meine jetzt nicht nur im beruflichen Umfeld, sondern auch privat. Ist es nicht viel schöner, wenn man sich unkompliziert unterhalten kann - persönlich oder am Telefon? Nicht nur, dass man sich oft viel schneller das Neueste erzählen kann sondern es gibt auch bei telefonischen Gesprächen nicht so viele Missverständnisse. Außerdem kann man am Telefon gemeinsam lachen oder auch Mitgefühl äußern, wo hingegen man sich in der E-Mail-Kommunikation nur mit Smilies weiterhelfen kann, die auch nicht besonders aussagekräftig sind.
Und ist nicht jemand von Euch schon mal auf die Idee gekommen, der Kollegin im Nachbar-Büro oder sogar im gleichen Büro kurz eine E-Mail zu schicken? Klar sind wir von Natur aus bequem, aber macht das wirklich einen Sinn? Ich schließe mich davon nicht aus, denn es passiert mir auch schon mal. Ich möchte es mir jedoch bewusster machen und wann immer es möglich ist, darauf verzichten.
Was oft ein Argument für die E-Mail-Kommunikation ist, ist die Dokumentation. Aber ganz ehrlich: wieviele unserer täglich verfassten E-Mails müssen wirklich dokumentiert werden? Ich denke, dass es ein minimaler Anteil ist. Eine weitere beliebte Angewohnheit ist, die Information der E-Mail im CC-Feld an viele andere zu senden. Es ist unglaublich, wieviele E-Mail-Empfänger in dem CC-Feld stehen? Ob sie das wirklich alle wissen müssen und wollen? Und vor allem, ob sie alle wirklich Zeit haben, das zu lesen? Ich finde, es ist eine Überlegung wert, weil immer mehr E-Mails in den Postfächern ankommen. Wir sollten darüber nachdenken, ob wirklich so viele Kopieempfänger nötig sind und ob "an alle antworten" einen Mehrwert liefert.
Ich habe mir angewöhnt, die E-Mails teilweise nur noch zu überfliegen und abzulegen, wenn sie mich nicht direkt betreffen. Und da sind wir auch schon beim nächsten Punkt. Müssen alle E-Mails abgelegt werden und nach welchem Muster? In den letzten Monaten habe ich selten eine E-Mail noch einmal gebraucht. Wenn ich Dokumente verschicken musste, habe ich diese sowieso an einem Speicherort abgelegt. Wofür also die E-Mails auch noch alle ablegen? Man könnte sie ja noch einmal brauchen. Ja, kann sein - aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit?
Unter meinem E-Mail-Postfach befinden sich einige Unterordner, die nach Schlagworten sortiert sind. Da werden einige E-Mails abgelegt, aber Vorgänge, die für mich abgeschlossen sind, werden dann auch wieder gelöscht. Sicher könnte ich noch viel mehr löschen, aber irgendwie sind die Gedanken "brauch ich es vielleicht doch nochmal" manchmal zu stark.
Für meinen Privatbereich möchte ich gerne viel lieber mal telefonieren, statt Abende damit zu verbringen, E-Mails zu versenden oder beantworten. Das kann natürlich dazu führen, dass wir nicht mehrmals pro Woche in Kontakt stehen, was manchmal per E-Mail so ist. Jedoch finde ich es am Telefon oder persönlich viel effektiver, dass wir uns austauschen können. Auf Fragen kann sofort geantwortet werden, Termine können leichter abgestimmt werden und auch der Austausch ist angenehmer und persönlicher. Ich denke, dass ein Anruf in 2 Wochen oder einem Monat mehr bringt als 10 E-Mails. Lasst es uns ausprobieren.
Ich freue mich auf Eure Kommentare, welche Erfahrungen Ihr mit der E-Mail-Kommunikation habt und wie Ihr damit umgeht. Und ich freue mich auf Eure Anrufe, die Ihr sonst auf die Idee kommen würdet, mir kurz eine E-Mail zu schicken. :-)
Freitag, 4. September 2009
Ich habe ein Probeabo des Leverkusener Stadtanzeigers abgeschlossen. In der Bahn lese ich die Zeitung dann morgens auf der Hinfahrt.
Vor einigen Tagen muss ein Artikel in der Zeitung abgedruckt gewesen sein, der "Das Patriarchat lebt" hieß. Er handelte von Berichten aus dem Buch "Herrscharftszeiten", das im DuMont Buchverlag erschienen ist. Den Artikel habe ich leider nicht gelesen, weil ich zu der Zeit die Zeitung noch nicht abonniert hatte. Ein paar Tage später durfte ich aber die Leserbriefe dazu lesen.
Es wurden verschiedene Meinungen dazu geschrieben. Die erste Leserin schrieb, dass "wir Frauen immer noch darauf warten, dass die Männer uns auf den Thron zu ihrer Rechten hieven.....". Was aus ihrer Sicht dann passieren wird, ist, dass wir uns damit zufrieden geben müssten, nur schmückendes Beiwerk zu sein, wenn wir nicht unsere als "mutige Frauen die agressive Seite unserer Persönlichkeit bestens integriert haben". Grund dafür ist auch die klare Rollenverteilung, die bereits in frühen Kinderzeiten durch die Eltern geprägt wird. Mädchen werden erzogen "schöner als die anderen zu sein", so schreibt es die Leserin. So klappt das jedoch nicht mit der feministischen Vorstellung, denn "Prinzessinnen werden keine Chefs".
Die nächste Leserin schreibt, dass die Jungs in ihrer Familie nicht zur Hilfe im Haushalt gezogen wurden. Dafür gab es doch Frauen im Haushalt. Und die Mädchen mussten doch nicht unbedingt eine Ausbildung machen; sie konnten ja im elterlichen Betrieb aushelfen, während der Sohn eine vernünftige Ausbildung machen sollte und sich ansonsten nicht anstrengen sollte. Interessanter wird aber dann noch, dass sich die Leserin für ihre eigene Kindererziehung fest vorgenommen hat, diese Muster nicht fortzuführen. Und dann kommt es doch anders. Wenn der Sohn sich anbietet, Dinge im Haushalt zu erledigen, war sie entsetzt. Sie schreibt als letzten Satz die Feststellung "Mir ist bewusst geworden, was aus meinem Vorsatz mit der Erziehung geworden ist".
Die dritte Leserin schreibt über ihre Erfahrung als Angestellte in einem Ganztagsjob, Mutter und Ehefrau und widerlegt somit die scheinbare Vorstellung der Männer, dass Frauen dabei noch schön sein sollen. Weiterhin spricht sie an, dass Frauen weniger als Männer verdienen. Außerdem beschreibt sie die Sparmaßnahmen, die der traditionellen Familie entgegenwirken. Sie sagt, dass es wichtig ist, "dagegen anzukämpfen, Neues auszuprobieren", was das Zusammenleben betrifft. Denn "wenn nan sich auf den Staat verlässt, ist man verlassen", schreibt sie in ihrem Leserbrief als letzten Satz.
Ich finde, dass alle 3 Leserinnen irgendwie Recht haben. Wir Frauen müssen uns besser verkaufen, an uns glauben, weniger harmonieorientiert sein und etwas "mehr Ellebogen und Egoismus" anwenden. Wir meinen immer, dass ein solches Verhalten zu egoistisch ist; dabei kommt es uns oft nur so vor. Ein gesundes Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen würde uns nicht schaden. Nur so können wir unsere Ziele erreichen und weiterhin die feministische Vorstellung leben, irgendwann genauso viel zu verdienen und genauso erfolgreich zu sein wie unsere männlichen Kollegen. Aus meiner Sicht hat es viel mit unserer Einstellung zu tun. Durchsetzungsvermögen und Werbung in eigener Sache kommt uns Frauen oft schon egoistisch und eigennützig vor, was oft gar nicht so ist. Auch müssen wir an unseren Formulierungen arbeiten. "Würde, hätte gerne, möchte, könnten" kommt bei Männern nicht an. Männer wollen einfach hören, was Sache ist und kommen mit Weichmachern nicht so gut klar. Was für uns höflich klingt, hört sich für Männer eher wie ein Wunsch an oder ein Bitten, das sie aber auch ablehnen können. Direkte Aussagen ohne viele Weichmacher mit klaren Inhalten bringen uns sicherlich schon ein paar Schritte weiter.
Also, liebe Kolleginnen, arbeiten wir gemeinsam daran, "ein bisschen weniger Prinzessin und weniger gutmütig (harmoniebedürftig) zu sein und ein bisschen mehr für uns selbst einzustehen und uns in eigener Sache einzusetzen". Es geht auch freundlich, aber bestimmt, statt es lieb, nett und bittend zu formulieren. Und was soll passieren, wenn wir uns mal durchsetzen und kräftige Argumente bringen? Ja, genau; es kann nichts passieren, was uns nicht gefällt. Es wird vermutlich eher dazu führen, dass wir respektiert werden und unsere Ziele erreichen können. Was wollen wir mehr? ;-)
Sonntag, 29. März 2009
Dieses Zitat kam für mich wie gerufen, weil ich mich selbst schon viel damit beschäftigt habe. Ich habe es in einem Newsletter von Nuno Assis bekommen, dessen Motto es ist "Die Qualität unserer Fragen bestimmt die Qualität unseres Lebens". Es wird jede Woche eine Frage per E-Mail geschickt, die dann mit speziellen Erläuterungen und Tipps ausgeschmückt wird. Dieses Zitat kommt aus der E-Mail mit der Frage "Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Welt neu erschaffen?".
Ein Profi ist ein Mensch, der selbst dann in der Lage ist seine beste Leistung zu erbringen, wenn er sich nicht danach fühlt oder es ihm nicht gut geht. (Quelle)
Ich habe schon immer Kolleginnen und Kollegen bewundert, denen man nicht anmerkt, wie sie sich fühlen und trotzdem täglich mit gleichem Ehrgeiz und gleicher Kompetenz die Arbeit erledigen. Mir sagt man so etwas auch nach, dass ich meine Arbeit gut erledige und man mir nicht anmerkt, ob ich heute "einen schlechten Tag" habe. Trotzdem bin ich der Meinung, dass das direkte Umfeld (die direkten Kolleginnen bzw. Kollegen, der Chef, falls man nah mit ihm zusammen arbeitet, aber natürlich auch die Familie) wissen sollte, wenn es einem nicht so gut geht. Den Grund muss man ja nicht immer nennen, wenn es zu persönlich ist. Sie sollten es aus dem einfachen Grund wissen, dass nicht alle Worte auf die Goldwaage gelegt werden, sondern ein nicht ganz angebrachter Tonfall nicht böse aufgefasst wird. Jeder darf sich meiner Meinung nach einen schlechten Tag erlauben, was aber im Umkehrschluss auch bedeutet, dass man Verständnis für die schlechten Tage Anderer hat. Es darf nur nicht zur Ungewohnheit werden: Ein schlechter Tag pro Woche ist definitiv zu viel. ;-) Ich wünsche Euch allen wenig schlechte und viele gute Tage und gleichzeitig das Verständnis für schlechte Tage der Mitmenschen.
Sonntag, 18. Januar 2009
Der erste Eindruck spielt eine ganz entscheidende Rolle bei der Begegnung mit Menschen. In den ersten ein bis acht Sekunden verschafft man sich einen ersten Eindruck von einer Person. Dieser Eindruck kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Ob es um die Begegnung in einem Vorstellungsgespräch, einem neuen Kunden oder den neuen Kollegen geht, überall ist der erste Eindruck entscheidend über den weiteren Verlauf. Dabei kommt es auf verschiedene Faktoren an: - Das Erscheinungsbild: Kleidung, Frisur, Farben, Make-Up, Accessoires - all diese Dinge sollten nicht übertrieben sein und man sollte sich damit wohlfühlen. - Das Auftreten: Mimik, Gestik, Haltung, Blicke - Mimik freundlich, Haltung aufrecht und selbstbewusst und am Besten Blickkontakt halten - Die ersten Sätze: Begrüßung, Stimme, Lautstärke und Verständlichkeit - und natürlich nicht zuletzt, was gesagt wird - freundliche Begrüßung, kräftige, aber nicht überlaute Stimme, deutlich und eine ansprechende Formulierung - Der Duft: Parfüm, Seifen, Cremes... in dezentem Maße wirken sie angenehm. Zu viel davon schreckt jedoch ab. - Der Hautkontakt: ist der Händedruck fest oder leicht, ist die Haut trocken oder feucht, kalt oder warm? Ein wichtiger Tipp ist: Immer freundlich sein und zunächst etwas zurückhalten. Beobachten und zuhören wirkt besser als gleich "mit der Tür ins Haus zu fallen". Man sollte Interesse an den Aussagen des Gegenübers zeigen. Über sich selbst kann man später immer noch reden. Wichtig ist auch, dass man sich nicht verstellt, sondern sich so verhält, wie man wirklich ist. Wenn der erste Eindruck einmal daneben gegangen ist, ist es sehr schwer, diesen wieder zu korrigieren. Quelle: Sekretaria-Newsletter
Freitag, 16. Januar 2009
Jetzt erscheinen sie wieder in vielen Terminkalendern: Jahresgespräche, Feedbackgespräche, Mitarbeitergespräche oder Zielvereinbarungsgespräche - verschiedene Bezeichnungen und doch inhaltlich ziemlich ähnlich. Es geht um den Rückblick auf das vergangene Jahr und natürlich besonders um die Planung für das neue Jahr. Es wird die Teilnahme an Seminaren vereinbart, die Ziele gesteckt und nicht zuletzt ein Feedback gegeben - am Besten gegenseitig. Das sollte natürlich ehrlich und konstruktiv ablaufen. Eine gute Vorbereitung zu diesem Gespräch ist sehr wichtig. Man sollte das vergangene Jahr Revue passieren lassen und sich Fragen stellen wie: - Was habe ich besonders gut erledigt? Wo war ich erfolgreich? - Was hätte besser laufen können? Wo habe ich Verbesserungspotenzial? - Welche Seminare möchte ich gerne besuchen (bestenfalls sollte es auch mit dem Punkt Verbesserungspotenzial in Verbindung gebracht werden)? - Welchen Nutzen haben die Seminare für die Firma/ den Chef/ für mich und meinen Job? - Welche Ziele könnte ich mir vorstellen? Einige Vorschläge dafür kommen sicherlich gut an. Die Ziele sollten aber nicht zu einfach sein, sondern schon eine gewisse Herausforderung darstellen. Wichtig ist dabei die Messbarkeit und die konkrete Definition. Es ist hilfreich, über die Seminare, die man besuchen möchte, Unterlagen mitzubringen, in denen das Datum, der Titel, die Inhalte, die Ziele und der Preis zu erkennen sind. Die Argumente sollten sachlich sein. Überlegungen zu möglichen Gegenargumenten und ein Kompromissvorschlag sollten ebenfalls vorhanden sein. In diesen Gespräche kann sehr gut ein Fremd- und Selbstabgleich erfolgen. Der Chef kann eine Einschätzung geben, wie die Mitarbeiterin/ der Mitarbeiter wirkt und wie die Aufgaben erledigt werden. Dabei sollte man für jede Aussage des Chefs dankbar sein, auch wenn er manche Dinge hervorhebt, die wir besser machen können. Gerade daraus können wir lernen. Klar hört man Lob lieber als Kritik; die gute Mischung macht´s. Mithilfe von konstruktiver Kritik können wir viel lernen und mit verschiedenen Situationen besser umgehen. Lob motiviert und bestärkt den Mitarbeiter. Wenn es speziell um Zielvereinbarungen geht, habe ich vor einiger Zeit mal einen Artikel über "Zielvereinbarungen für Sekretärinnen" geschrieben. Hier ist er zum Nachlesen. Viel Erfolg bei den Gesprächen, wie auch immer sie genannt werden! Nicht die Bezeichnung, sondern der Inhalt zählt.
Montag, 1. Dezember 2008
Jeden Tag lese ich viele E-Mails und auch einige Briefe mit mehr oder weniger passenden Grußformeln. Da kommt dieser Artikel in der Karrierebibel wie gerufen. Mails mit MFG oder LG nerven mich in der letzten Zeit schon extrem, weil es auch immer mehr wird. Jeder meint, Zeit sparen zu können, durch solche Abkürzungen. Dabei wirkt es aus meiner Sicht eher eilig und wenig wertgeschätzt. Ich bin der Meinung: "So viel Zeit muss sein", sonst sollte ich lieber schnell anrufen oder gar nicht erst schreiben. Die freundliche Begrüßung/Anrede mit Benennung des Namens gehört für mich genauso dazu wie eine kurze Einleitung wie "Hoffentlich hatten Sie ein schönes Wochenende" oder "Ich hoffe, es geht Ihnen gut". Diese beiden Sätze sind allerdings nur angebracht, wenn man sich kennt oder schon mal persönlich begegnet ist. Vorausgesetzt, dass man es ernst meint - sonst sollte man es sich sparen. Was bei mir auch nicht so gut ankommt ist die Anrede "Liebe(r) Frau oder Herr xxx". Das hat aus meiner Sicht im geschäftlichen Schriftverkehr nichts zu suchen. Es hat aus meiner Sicht immer einen leicht unterschwelligen Ton - vor Allem wenn in der E-Mail eine nicht eingehaltene Frist kritisiert wird, die dann mit einer Anrede "Lieber ...." beginnt - passt irgendwie nicht zusammen. Ich denke oft darüber nach, wie die Formulierung auf den Empfänger wirkt - auch wenn es etwas länger dauert. Im Gegenzug dazu bin ich wirklich verwundert, wie schnell und unbedacht manche Leute ihre E-Mails verfassen und ohne sie durchzulesen, den Senden-Knopf betätigen. Wie soll das nur weiter gehen? Zukünftig lassen wir wahrscheinlich auch noch die Satzzeichen weg, nutzen keine Großbuchstaben mehr und kürzen noch mehr Worte ab - in der Hoffnung, dass unser Gegenüber uns versteht.
Sonntag, 19. Oktober 2008
Der Winter naht - die Temperaturen gehen Richtung Null - und es werden wieder Handschuhe getragen. Aber was machen wir mit den Handschuhen bei der Begrüßung? Sollten wir sie lieber ausziehen oder dürfen wir sie anbehalten? Carolin Lüdemann, Expertin für moderne Umgangsformen bei verschiedenen Medien (z.B. N24, SAT1, SWR) und Mitglied im Deutschen Knigge-Rat hat hier den Knigge-Tipp der Coach-Academy für uns, mit dem wir garantiert nichts falsch machen. In dem Sinne - kommt gut durch den Winter und begrüßt Euch herzlich, ob mit oder ohne Handschuhe. ;-)
Sonntag, 7. September 2008
Gerade ich als Fernstudentin bin auf eine sehr gute Planung und Organisation angewiesen. Aber auch ohne Studium neben dem Job ist es hilfreich, eine gute Planung zu haben, um die Work-Life-Balance hinzubekommen. Genau das habe ich in zahlreichen Seminaren in diesem Semester gelernt. Ob es nun ein Seminar zum Wissenschaftlichen Arbeite, zu "Leichter lernen lernen" oder zum Selbst- und Zeitmanagement war, überall ist das Thema Planung angesprochen worden. Deshalb habe ich mir ein Muster für einen Wochenplan erstellt, mit dem die Organisation leichter fällt. Hier findet Ihr das Muster zum Download. Es handelt sich dabei nicht um einen Plan, der nur für den Job anzuwenden ist, sondern wirklich für den ganzen Tag. Wichtig dabei ist, dass man sich nicht nur Aufgaben in den Wochenplan schreibt, die unangenehm sind und schwer von der Hand gehen, sondern auch Aktivitäten, auf die man sich freut und die einen Ausgleich zu Lernen und Job schaffen. Genauso wichtig sind Pufferzeiten, falls etwas länger dauert als geplant. Ich habe mir auch vorgenommen, am Ende jeden Tages ein Review über den Tag und am Ende der Woche ein Review über die Woche durchzuführen, um mir Gedanken zu machen, was gut und auch nicht so gut geklappt hat. Das hat den Vorteil, dass ich diese Erkenntnisse in die Planung für die Folgewochen mit einbeziehen kann. Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der Anwendung und freue mich auf Anmerkungen, wenn Ihr Verbesserungsvorschläge habt.
Dienstag, 2. September 2008
"In gewissen Momenten, bedeuten Worte nichts; es ist der Ton in dem sie geäußert werden." Paul Charles Joseph Bourget War ein französischer Schriftsteller. geboren 02.09.1852 in Amiens (Somme), Frankreich gestorben 25.12.1935 in Paris (Île-de-France), Frankreich Quelle
Sonntag, 31. August 2008
Was ist eigentlich berufliches Coaching und für wen ist es empfehlenswert, geeignet oder sogar wichtig? Darüber habe ich in der Zeitschrift working@office einen Artikel gelesen. Kurz gesagt geht es um Verhaltensweisen, Problemlösungen oder neue Sichtweisen auf Dinge und Situationen, die durch Erziehung oder persönliche Entwicklung verdrängt wurden. Geeignet ist Coaching für verschiedene Berufsgruppen: Ob Führungskräfte, Assistent(inn)en oder Sachbearbeiter - alle können vom individuellen Coaching profitieren. Beispiele für Fälle, bei denen ein Coaching Wunder wirken kann, sind z. B. Mitarbeiter, denen nach langer Zeit am gleichen Arbeitsplatz energielos geworden sind oder sich nicht ausgelastet fühlen. Burn-Out und Bore-Out sind zwei Fälle, die Coaches in den letzten Jahren immer mehr beschäftigen. Auch Mitarbeiter, die Selbstzweifel aufbauen, weil das Feedback fehlt oder sie nicht genügend Anerkennung bekommen, können durch ein Coaching neue Perspektiven entwickeln. Darüber hinaus kann ein Coach auch in Anspruch genommen werden, wenn es um einen neuen, ganz anderen, Job geht, in dem mehr Verantwortung auf den Mitarbeiter zukommt. Hier können neue Verhaltensweisen antrainiert werden, um die neue Herausforderung professionell zu meistern. Bei jeder Art von Coaching geht es um die Bestärkung und den Ausbau der eigenen Fähigkeiten. Als Erstes sei gesagt, dass jemand, der ein Coaching in Anspruch nimmt, dadurch nicht automatisch zugibt, die Situation nicht meistern zu können. Es in Anspruch zu nehmen, ist keinesfalls negativ, sondern kann sich nur positiv bemerkbar machen. Viel mehr geht es um die Selbstbeleuchtung, die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit und der Auflösung von festgefahrenen Verhaltensweisen. Die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg eines Coachings ist der Wunsch, etwas zu verändern. Denn ohne dass man selbst etwas erreichen möchte, kann der Coach auch nichts erreichen. Doch wie findet man nun den richtigen Coach? In vielen Firmen hat die Personalabteilung einen Überblick über Coaches, die in der Nähe sind, oder mit dem das Unternehmen bereits zusammen arbeitet. Doch auch im Internet präsentieren sich immer mehr Coaching-Unternehmen mit einem Überblick über Leistungen und auch Referenzen. Am hilfreichsten ist jedoch die Empfehlung einer guten Freundin oder eines guten Freundes, von Kollegen oder vom Chef. Nicht jeder möchte allerdings sofort zum Personalchef gehen, um sich einen Coach vermitteln zu lassen, daher ist das Internet oder das private Umfeld eine alternative Möglichkeit, um fündig zu werden. Zunchst wird zwischen Coach und Kunden vereinbart, was verändert werden soll. Dabei stellt der Coach z. B. Fragen wie: "Was soll nach dem Coaching besser laufen?", "Was darf auf gar keinen Fall passieren?", "Was ist Ihnen innerhalb des Prozesses besonders wichtig?", usw. Anschließend erfolgt die gemeinsame Lösungserarbeitung, das Herausfinden von Blockaden und Gründen für unerwünschte Verhaltensweisen. Dabei bringt der Coach seinem Kunden die Sicht auf eigene Wünsche, Ziele und evtl. auch Probleme wieder näher, die durch Stress, eingefahrene Verhaltensmuster oder auch Erziehung versperrt ist. Eingesetzt werden dabei unterschiedliche Techniken, die von Ausbildung und Methoden sowie vom Thema abhängen. Der Erfolg hängt jedoch nicht von der eingesetzten Technik, sondern viel mehr von der Persönlichkeit und dem Einfühlungsvermögen des Coaches ab. Die Dauer des Coachings ist sehr unterschiedlich. Es kann ein Tag im Unternehmen sein, der durch den Coach begleitet wird. Nach Vereinbarung von verschiedenen Verhaltensänderungen kann nach einer gewissen Zeit dann noch ein Review stattfinden, in dem Schwierigkeiten und Erfolgserlebnisse besprochen werden. Es können aber auch mehrere halbe Tage angesetzt werden, die auf einen bestimmten Zeitraum verteilt werden. Eine andere Möglichkeit ist, wöchentlich Sitzungen von 1 - 2 Stunden durchzuführen. Nach 5 - 10 Wochen sollte sich jedoch auch hier der gewünschte Erfolg einstellen. In dem Artikel wird davon abgeraten, Coaching zu einem Dauerthema werden zu lassen. Es kommt jedoch meiner Meinung nach immer darauf an, welches Ziel man hat - so kann das eine Ziel länger dauern und das andere Ziel schneller erreicht werden. Meistens stellt sich jedoch sehr schnell ein Veränderungsprozess ein. Oft kann es auch passieren, dass man schnell wieder in alte Veraltensmuster zurück fällt, wenn man die neuen noch nicht verinnerlicht hat. So kann der Prozess dann doch etwas länger dauern. Der Erfolg eines Coaches ist schwer messbar. Entweder die Veränderung stellt sich sehr schnell ein oder man braucht erst eine Zeit, bis sich das gewünschte Ziel einstellt. Am Besten sollte man immer auf sein eigenes Gefühl achten: "Wie geht es mir nach dem Coaching?", "Habe ich neuen Mut bekommen, Dinge anzugehen?", "Habe ich spezielle Ideen bekommen, wie ich meine Situation erfolgreich meistern kann?". Oft wirkt das Coaching noch lange nach und einem fallen im Nachhinein noch viele Gedanken dazu ein, die man dann am Besten sofort aufschreibt, um diese wertvollen Ideen nicht sofort wieder zu vergessen. Und nun zu den Kosten: Ein Coaching im Firmenbereich kostet zwischen 100 und 150 Euro pro Stunde. Im privaten Bereich kann die Stunde auch zwischen 60 und 80 Euro liegen. Eine effiziente Arbeitsweise ist jedoch von jedem guten Coach zu erwarten, um nicht die Kosten durch eine lange Dauer in die Höhe zu treiben. Ein Coaching ist sehr individuell und die Themen werden von Fall zu Fall unterschiedlich vereinbart. Ergebnisse bei einem Kunden mit Selbstzweifeln kann neue Motivation und Spaß an der Arbeit sein. Wenn sich bei einem Kunden Energielosigkeit und Langeweile einstellt, kann ein Coaching bewirken, dass man durch eine Weiterbildung wieder neue Kraft schöpft und der Wunsch, in ein anderes Aufgabengebiet zu wechseln, bestärkt wird. Zufriedene und engagierte Mitarbeiter sind erfolgreicher und strahlen mehr Selbstbewusstsein aus. Das ist nicht nur für den Mitarbeiter selbst, sondern auch für das Unternehmen, gut. Denn zufriedene Mitarbeiter sind leistungsfähiger. Was sich jeder, der ein Coaching in Anspruch nimmt, bewusst machen muss, ist, dass die Veränderung von Verhaltensweisen nicht mal eben so möglich ist, sondern viel Eigeninitiative erfordert. Oft werden durch das Coaching auch Probleme entdeckt, die in der Kindheit oder der Jugendzeit entstanden sind, durch Erziehung oder familiäre Glaubenssätze. Jeder, der sich coachen lässt, muss bereit sein, sich selbst zu begegnen. Der große Vorteil des Coaches ist, dass er eine objektive Sichtweise auf die Dinge und Verhaltensweisen hat und so unvoreingenommen urteilen kann. Trotzdem ist es besonders wichtig, sich selbst immer dabei zu beobachten und auf das Bauch-Gefühl zu achten. "Ist mir der Coach sympathisch, hat er eine freundliche und herzliche Art und ist darauf bedacht, mich in meinem Ziel zu unterstützen?" Denn der Kunde möchte ja nicht nach dem Coaching um 180 Grad umgedreht werden, sondern immer noch er oder sie selbst sein und so auch auf andere wirken. Obwohl ich oben geschrieben habe, dass es sich nur positiv bemerkbar machen kann, wenn man es in Anspruch nimmt, habe ich auch schon negative Erfahrungen damit gemacht. Es handelte sich dabei um das Coaching eines Menschen in meinem Umfeld. Ich habe dieses Umfeld dann verlassen, weil es für mich unerträglich war, diese starke "Verbiegung" eines Menschen mitzuerleben. Negative Auswirkungen stellen sich immer dann ein, wenn ein Coach nicht die Fähigkeiten und Eigenschaften seines Kunden stärkt, sondern ihm Verhaltensweisen anerzieht, die überhaupt nicht zu der Persönlichkeit passen. So wirkt nach dem Coaching der Kunde nämlich nicht mehr authentisch, sondern aufgesetzt und gespielt. Der Coachee selbst merkt es dann selbst aber nicht, sondern nur seine Mitmenschen, die direkt mit ihm zusammen sind und die ihn auch vor dem Coaching schon kannten. Ob ein Mensch ehrlich ist und sich seinem Denken und Fühlen entsprechend verhält, fällt ganz schnell auf.
Donnerstag, 21. August 2008
"Mit Adleraugen sehen wir die Fehler anderer, mit Maulwurfsaugen unsere eigenen." Franz von Sales War Bischof von Genf/Annecy, Ordensgründer, Mystiker und Kirchenlehrer. geboren 21.08.1567 in Schloss Sales (Annecy), Frankreich gestorben 28.12.1622 in Lyon (Rhône-Alpes), Frankreich Quelle Dazu möchte ich auch selbst noch etwas schreiben, weil ich über diese Tatsache sehr oft nachgedacht habe. Wie Ihr vielleicht wisst, oder jetzt erfahren habt, lese ich gerne Bücher, die Verhaltensweisen und Psychologie betreffen. Und dieses Zitat passt wieder genau in meinen Interessensbereich. Fragen, die dabei zu stellen sind, können folgende sein: Woher will ich wissen, dass das, was ich da an anderen kritisiere (ob ich das ausspreche oder auch nur denke ist dabei egal), für sie auch ein Fehler ist. Für mich sieht es vielleicht falsch aus, aber für sie ist es genau der richtige Weg. Das hängt immer davon ab, welche Ziele ich habe, welche Ansprüche ich mir selber stecke, welche Erwartungen ich an mich habe und ob die Erwartungen der anderen an mich damit übereinstimmen. Genauso ist es ein Unterschied, welche Ansprüche und Ziele meine Mitmenschen an sich selbst haben. Deshalb muss ich mir auch immer die Frage stellen: Gibt es überhaupt falsch oder richtig, oder heißt es vielleicht einfach nur anders? Und wenn es anders ist, habe ich dann überhaupt das Recht, zu urteilen, ob es falsch oder richtig ist? Anders kann für den, der es tut, das Ideale sein, während es für mich völlig schwachsinnig aussieht. So hängt Fehler erkennen auch mit Toleranz zusammen. Dabei stelle ich mir die Frage: ist es denn ok, dass ich mir darüber ein Urteil bilde und jemanden kritisiere für das, was er tut? Oder sollte ich es einfach hinnehmen und akzeptieren, dass mein Gegenüber etwas auf genau diese Weise tut, die ich für falsch empfinde? Darüber muss sich jeder sein eigenes Urteil bilden und diese Frage für sich klären. Es ist immer eine Frage der Wirkung, wie man auf Sicht- und Handlungsweisen anderer reagiert. Und wie man auf andere wirken möchte, muss man sich auch klar vor Augen führen, bevor man etwas sagt oder tut. Da gibt es die verschiedenen Möglichkeiten. Kritisiere ich ständig überall und jeden, gelte ich schnell als Nörgler und wenn ich dazu noch schlaue Ratschläge gebe, dann bin ich auch schnell der Besserwisser. Wenn mich jemand nach meiner Meinung fragt, kann ich diese gerne äußern. Wenn ich mir allerdings das Recht herausnehme, zu jeder Situation einen Kommentar aus meinem Erfahrungsschatz dazu zu tun, kann das auch schnell negativ wirken. Um das herauszufinden hilft oft ein Gespräch mit einem nahe stehenden Menschen, z. B. einem Familienangehörigen oder einem guten Freund oder einer guten Freundin. Denn mit ihnen sind solche Gespräche insofern hilfreich, dass man nicht sofort beleidigt ist, wenn sie einem etwas Negatives sagen. Das sind dann die hilfreichen Gespräche, nach denen man sich vielleicht erst schlecht fühlt, danach aber genau was, woran man arbeiten kann, um eine bessere Außenwirkung zu haben. Selbst- und Fremdbild müssen ja nicht immer übereinstimmen. Ich werde demnächst ein Rhetorik-Seminar an der Uni belegen. Danach kann ich wahrscheinlich darüber noch mehr schreiben. Bis dahin wünsche ich Euch viel Erfolg bei der Umkehrung dieses Zitats. Ist es nicht manchmal hilfreich, die Adleraugen auf sich selbst zu richten und mit Maulwurfsaugen oder besser gar nicht die anderen zu beobachten? Das ist natürlich schwieriger, dafür aber eine größere Selbsterkenntnis und ein größerer Lerneffekt.
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