Mittwoch, 16. November 2011
Schon vor einem Jahr hab ich mir Karten für das Musical Dirty Dancing gekauft.
Aber - das ist das erste Musical, von dem ich enttäuscht bin. Lieber 10mal den Film ansehen als das Musical. Es geht eben nichts über Patrick Swayze. Und es ist doch einfach toll, jeden Satz dieses Films mitsprechen zu können. Wenn dann der Wortlaut auch nur geringfügig abgewandelt wird im Musical, dann ist es doch nicht mehr Dirty Dancing. Das einzige, was ganz gut war, war das Bühnenbild und die Gestaltung.
Ich denke, dass es generell schwierig ist, ein Musical über einen Film zu spielen, der so dermaßen erfolgreich ist, dass ihn viele sogar mehrfach geschaut haben und daher schon fast auswendig kennen.
Sonntag, 13. März 2011
Gestern war ich auf dem Pur-Konzert in Dortmund. 30 Jahre eine Band: mit Höhen und Tiefen und vielen genialen Liedern.
Auf der Akustik-Tour mit Wohnzimmer-Charakter, so wie Hartmut Engler es formulierte, stellten sie ihre Songs ganz ohne Synthesizer vor. Anfangs wurden ein paar ältere Lieder gespielt, die ich nicht kannte. Na ja - wenn ich genauso "jung" wie die Band bin, dann ist das wohl verständlich. Denn ich habe erst mit ca. 12 Jahren angefangen Pur zu hören. Es ist Wahnsinn, wie man ohne Synthesizer einen solchen Sound und eine solche Stimmung zaubern kann.
Wie ich auf der Pur-Homepage gelesen habe, hat Hartmut Engler eine Biographie geschrieben. Die werde ich mir natürlich kaufen. Der Hintergrund für die Texte lassen sich manchmal erahnen. In dem Buch lässt sich der wahre Hintergrund erkennen. Dann kann ich sehen, ob meine Einschätzung übereinstimmt mit seinen Wahrheiten. Er ist echt ein Mensch, den ich bewundere: so viel durchgemacht, so viele Fans und doch immer auf dem Boden geblieben. Er ist auch gestern wie auf vielen seiner Konzerte durch die Fanreihen gegangen und hat ihnen die Hände geschüttelt.
Hier gibt es ein Videotagebuch von den Konzerten.
Und das neue Lied, das sie auf dem Konzert erstmalig vorgestellt haben, ist "Wir sind sterblich und vergänglich", mit dem der Sinn vermittelt werden soll, dass der Augenblick ausgekostet werden sollte. Man weiß nie, wann es zu Ende ist und deshalb sollten wir das Beste daraus machen. Ich finde es wunderschön und gleichzeitig traurig. Denn hier werden wir nun mal ganz ungeschönt daran erinnert, dass wir nicht ewig leben, zumindest nicht auf der Erde. Ob es einen Zusammenhang gibt, dass es gerade in der Vorbereitungszeit auf Ostern, dem Gedenken an Jesu Christi Auferstehung, erstmalig gesungen wird? Es passt jedenfalls.
PUR - macht weiter so! Ich bin jederzeit wieder dabei.
Montag, 29. November 2010
Zum Geburtstag habe ich dieses Jahr Karten für die Nokia Night of the Proms bekommen. Danke schön dafür noch einmal an dieser Stelle.
Es war grandios! Ein großes Orchester, ein Chor und verschiedene Sänger sind dort aufgetreten Besonders faszinierend fand ich Boy George. Als ich das auf der Karte gelesen habe, dass er da auftritt, dachte ich: Ok, den Namen hab ich schon mal gehört, aber was singt er? Und jetzt weiß ich es. Einfach superschöne Lieder, die ich größtenteils sogar kannte. Weiterhin waren dort Cliff Richard, Kid Creole und die Coconuts, Lichtmond, John Miles und Charlie Siam. Auch besonders gefallen hat mir Charlie Siam, der so locker flockig mit seiner Geige durch die Gegend spaziert, manchmal lächelt, manchmal konzentriert ist und trotzdem scheinbar immer genau weiß, was er spielt. Am Anfang bei seinem ersten Stück konnte ich noch nicht viel damit anfangen, aber je mehr er davon gespielt hat, umso interessanter fand ich es. Auch Cliff Richard hat Lieder gesungen, die ich mit seinem Namen nicht in Verbindung gebracht hatte. Lichtmond ist eine Gruppe, die zum ersten Mal mit der Night of the Proms auf Tour geht. Sie hat mir auch sehr gut gefallen. Sehr ruhige Lieder, die zum Nachdenken und Träumen anregen. Wunderschöne Klänge und wunderschöner Gesang. Und das Highlight des Abends war der vom Orchester gespielte Hochzeitsmarsch, bei dem es sogar einen Live-Heiratsantrag zu sehen gab. Eine Dame aus dem Chor hat einen Ring angesteckt bekommen zusammen mit einer Rose und der natürlich üblichen Frage, wobei er natürlich auf die Knie gegangen ist. Und - wie der Moderator nachher erzählte - hat sie ja gesagt. Wunderschön und romantisch - und vor so vielen Leuten. Wahnsinn.
Wir hatten Sitzplätze im bestuhlten Innenraum. Zuerst habe ich gedacht, dass man nicht viel sehen kann, weil wir entweder zu weit weg sitzen oder dass vor uns so große Menschen sitzen, dass wir nichts sehen können. Dadurch dass die Bühne stufenförmig angeordnet war und ein Großteil auch auf Leinwände projeziert wurde, konnten wir alles sehr gut sehen.
Ich werde mir schon bald für nächstes Jahr wieder Tickets sichern. Das möchte ich auf jeden Fall noch einmal erleben. Die Stimmung war klasse und die Musik war genial. Kann ich sehr empfehlen!
Das war ein schönes Geschenk. Vielen Dank.
Freitag, 26. November 2010
Ein ganz normaler Abend in einer ganz normalen Wohnung, in der 2 (fast) ganz normale Personen mit 2 (noch weniger) normalen Katern wohnen. Auf einmal folgende Unterhaltung:
Sie: Wir müssen unbedingt mal auf ein Toten-Hosen-Konzert gehen. In 2 Jahren gibt es bestimmt Jubiläumskonzerte.
Er: Hallo.... Wir sind dann verheiratet.
Kann mir den Zusammenhang jemand erklären?
Dienstag, 7. September 2010
Samstagabend auf Schalke: PUR live - das Abschlusskonzert von einer langen Open-Air-Tour durch verschiedene Städte Deutschlands.
Ich habe mich sehr lange darauf gefreut und hatte die Karten schon seit Anfang 2010. Es gab auf dem Hinweg kaum Stau, nur kurz vor der Autobahnabfahrt ein bisschen. Mit Liedern von Pur haben wir uns eingestimmt. Vorher ist Luxuslärm aufgetreten. Als wir auf unseren Plätzen angekommen waren, stellten wir fest, dass die Arena noch irgendwie leer aussieht. Die oberen Blöcke waren gar nicht besetzt. Unten waren auch noch viele leere Plätze. Der Innenraum war nicht richtig gefüllt. Als das Licht ausging um kurz vor 20 Uhr sah das dann aber schon ganz anders aus. Hände, Lichter, jede Menge Leute und gute Stimmung.
Zuerst ein paar neue Lieder, aber dann wurden auch einige alte Lieder gesungen, die meine Schwester gar nicht kannte, wie z. B. Seiltänzertraum. Ein schönes Lied, das ich sehr lange nicht gehört habe. Gäste waren Opus mit "Live is Life", Aaron McDonald, Rock statt Rente und zum guten Schluss DJ Ötzi. Faszinierend, wie auf einmal tausende Pur-Fans Live is life aus vollem Halse mitsingen oder die ganze Arena "Einen Stern, der Deinen Namen trägt" singt. Es gibt Leute, die das sicherlich nicht so toll fanden, aber mir hat es gefallen. Schön fand ich auch die sprachlich gemischte Version von Prinzessin zusammen mit Aaron McDonald. Und er hat sogar ein paar Zeilen auf Deutsch gesungen. Aber auch das Englische hörte sich schön an und passte super dazu.
Kennt Ihr eigentlich die Geschichte, wie Pur richtig berühmt wurde? Früher hieß die Band Pur Opus 1, was bei einigen zu Verwechslung führte. Als ein Konzert von Opus 1 ausgeschiildert war, glaubten die Fans, dass Opus mit "Live is life" dort auftritt. Dadurch kamen statt den erwarteten 50 Besuchern unglaubliche 800 Besucher. Als die Band-Mitglieder davon erfuhren, dichteten sie kurzum in der Umkleidekabine einen deutschen Text für Live is life. Und so sprach sich herum, dass die Band gut ist. Sie haben sich dann allerdings umbenannt und hießen seitdem "Pur". Der Name passt sehr gut, wie ich finde, denn sie sind einfach echt und wahrheitsgetreu - kein bisschen abgehoben, immer noch menschlich. Das hat Hartmut Engler gezeigt, indem er rund um die Bühne herum vielen Fans die Hände geschüttelt hat, sie persönlich begrüßt hat, usw. Einfach PUR!
Von 20:10 Uhr bis 22:15 Uhr ununterbrochen gesungen, bis dass Pur zum ersten Mal von der Bühne verschwand. Die Fans kennen ihre Band. Kaum jemand hat die Arena verlassen - alle wollten Zugaben. Sie kennen eben die Band, bei denen man jedes Mal mit mehreren Zugaben rechnen darf. Dieses Mal gab es 50 Minuten Zugaben. Genial! Auf dem großen Bildschirmen war vor dem Konzert schon die Ankündigung für 2011: PUR - 30 Jahre eine Band! Ich bin gespannt, wie sie das unglaubliche Ereignis aufbereiten. Hoffentlich mit einer Best-Of-Cd und einer schönen Konzertreihe. Ich bin definitiv wieder dabei. Es ist schon fast zu einem Ritual geworden, dass meine Schwester und ich zusammen zu Pur-Konzerten gehen. Auf Schalke fehlte uns nur das leckere Weingummi, das wir von Dortmund kannten. Auf Schalke gab es nur "Schalke-Bälle" aus Weingummi, die aber lange nicht so lecker waren. Vielleicht lag es auch an den königsblauen Farben? :-)
PUR - Weiter so!
Sonntag, 29. August 2010
Ich höre sehr gerne Musik. Deshalb möchte ich mal einen Beitrag darüber schreiben. Musik ist für mich etwas ganz Bedeutungsvolles, nicht nur so eine Hintergrundberieselung. Ich scheine damit nicht viele Gleichgesinnte haben. Das fällt mir immer wieder auf, wenn ich jemanden darauf hinweise "Hör mal auf den Text" und diese Person dann nichts damit anfangen kann. Und es scheint so zu sein, dass viele Menschen die Musik toll finden, wenn die Melodie ihnen gefällt und der Text dabei zweitrangig ist. Bei mir ist das anders, denn ich höre viel mehr auf den Text. Natürlich muss die Melodie dazu passen, aber das ist nicht die Hauptsache. Ich höre in verschiedenen Situationen ganz unterschiedliche Musik: Reinhard Mey, Michael Wendler, Nic P., Olaf Henning, Pur, Ich & Ich, Die Ärzte, Die Toten Hosen und sogar auch einige Lieder von Böhse Onkelz. Wie Ihr seht - ziemlich gemischt.
Ich kann mich ziemlich gut in die Situation reinfühlen, in der dieser Song möglicherweise gerade geschrieben wurde. Bei Pur kann man die Entwicklung z. B. sehr gut erkennen. Lieder wie "Freunde", "Brüder", "Ich lieb Dich" und "Prinzessin" sind schon vor vielen Jahren entstanden. Da spielten scheinbar Freundschaften und Beziehungen eine große Rolle in Hartmut Engler´s Leben. Danach kamen Lieder wie "Ein graues Haar", bei dem es sichtbar wird, dass auch er sich mit dem Alter beschäftigt. Das Album "Mächtig viel Theater" beschäftigt sich dann mit der Familienplanung und besonders auch mit der Sichtweise von Männern bei diesem Thema. Besonders fiel mir das auf bei Liedteilen wie "Du kannst mich nicht sehen, Du kannst mich nur singen hören" oder "Deine Mutter schaukelt Dich schon raus". "Kinder sind tabu" beschreibt dann ein Thema aus dem Leben, das häufig verschwiegen wird. Doch er deckt es auf und singt es heraus. Mit der Cd "20 Jahre eine Band" wurden dann nochmal die schönsten Lieder auf eine Cd gebracht und zeigen den Stolz, dass sie schon 20 Jahre lang auf dem Markt sind und die Fans immer treu dabei sind. Die Cd "Nichts ohne Grund" beschäftigt sich dann mit schwierigen Themen wie z. B. "Mein Freund Rüdi", bei dem es um einen behinderten Freund geht, der Musik liebt. Auch wenn er nicht so ist wie wir, sieht man, dass er Freude hat und sich zur Musik bewegt. Das Lied "Ohne Dich" mit dem Refrain "Ich schaff es ganz und gar nicht ohne Dich" ist ebenfalls etwas mitten aus dem Leben. Hat nicht irgendwie jeder einmal damit zu tun, dass er jemanden an der Seite braucht und etwas zu zweit viel leichter von der Hand geht? Besonders berührt hat mich auch das "Lied für all die Vergessenen". Klar werden am Besten immer diejenigen gesehen, die im Rampenlicht stehen, wie z. B. die Politiker, die Firmenchefs, die Prominenten - aber gibt es nicht auch ganz viele Unbekannte, die eine Riesenleistung bringen und von niemandem gesehen werden? Hartmut Engler vergisst auch sie nicht. Die Cd "Unendlich mehr" zeigt auch Probleme dieser Welt mit "Anonyme Opfer" oder seine Kinderliebe durch "Herz für Kinder". Auf der Cd wie im Film kenne ich nicht viele Lieder. Sie ist irgendwie an mir vorbeigegangen. "Wenn sie diesen Tango hört" beinhaltet die schwierige Zeit, in der viel Aufbauarbeit in der Nachkriegszeit geleistet wurde. Das Wort später hat eine große Rolle gespielt. Dieses später ist jedoch nicht eingetreten, weil der Mann verstorben ist. Und "wenn sie diesen Tango hört" vergisst sie die Zeit, weil sie sich zurück erinnert. Sie hat so gern getanzt mit ihm. . . Das Lied "Fallen" von der Cd "Vorsicht zerbrechlich" handelt von Vertrauen zu jemandem, bei dem man sich einfach fallen lassen kann. Gibt es so etwas überhaupt? Über Gott und den Tod seines Vaters singt er im Album "Was ist passiert?" mit den Liedern "Walzer für Dich" und "Bitte lieber Gott". Ich habe das Lied "Walzer für Dich" live erlebt und es ist wirklich traurig. Weil es alles Situationen aus seinem Leben sind, kann er diese wirklich sehr real und gefühlstreu singen. Das erzeugt Mitgefühl. "Es ist wie es ist" beschäftigt sich mit "Streiten", "Streng Dich an" und beinhaltet, dass sich vieles nur mit Anstrengung ändern lässt und dass Streit dazu gehört. Das Album gibt Motivation und gleichzeitig auch den Hinweis, dass man Dinge so hinnehmen sollte, wie sie sind. So lebt es sich oft viel leichter. Zum guten Schluss kam das Album "Wünsche" aus dem September 2009 nach 3 Jahren. In dieser Zeit war viel passiert. Hartmut Engler singt über schwierige Zeiten mit Krankheiten (Gesund), seine Vergangenheit (Winter 59), Engagement (Frau Schneider), Selbstbewusstsein und Motivation (Stell Dich) und wichtige Dinge, die oft nicht mehr berücksichtigt werden in unserer heutigen Zeit (Menschlichkeit). Diese Lieder sind wirklich genial. Denn auch hier kann ich mich wunderbar in die Hintergründe hineinversetzen. In der heutigen schnelllebigen Zeit sind psychische Krankheiten (Abhängigkeiten, Burnout, Depression) auf dem Vormarsch. So kennt bestimmt jeder jemanden, der eine dieser Krankheiten hat. Das Lied "Winter 59" gibt zu erkennen, dass die Vergangenheit und die Kindheit einen sehr großen Einfluss auf die heutige Zeit und das eigene Verhalten hat. Wussten wir das nicht alle schon - aber wollen wir es wirklich immer wahrhaben? "Stell Dich" heißt die Devise, denn was bringt es, davor wegzulaufen? Auch in dieser schnelllebigen Zeit spielt "Menschlichkeit" immer weniger eine Rolle. Es beruht alles auf Fakten, muss schnell gehen, da bleibt keine Zeit für Nettigkeiten. Hartmut Engler singt es heraus und wir alle sollten uns fragen, ob das die Zukunft sein soll. Möchten wir wirklich eine Welt aus Fakten und einem nüchternen Umgang miteinander? Sind Grußformeln und Freundlichkeiten egal, wie z. B. ein kurzes "Wie geht´s Dir" bei einem persönlichen Zusammentreffen oder ein netter Gruß am Anfang und am Beginn einer E-Mail. So viel Zeit muss sein, denke ich mir. Häufig wird das in der Geschäftswelt anders gesehen und gelebt. Natürlich ist das auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Jeder sollte sich so verhalten, wie es zu ihm passt - ob rational ohne viele Nettigkeiten oder emotional mit Grußformeln. Mehr und mehr habe ich das Gefühl, dass die Rationalität die Überhand gewinnt, was ich nicht unbedingt gut finde. Deshalb werde ich auch weiterhin meine Menschlichkeit bewahren und E-Mails mit Nettigkeiten beginnen und abschließen.
Nun zurück zur Musik: Ich denke, dass bei den Texten von Pur jeder einmal in eine besungene Situation kommt und sich dort wiedererkennt. Ich verbinde mit vielen Liedern auch Erinnerungen und weiß oft sehr genau, was ich dabei erlebt habe. Z. B. die erste Fahrt mit dem eigenen Auto bei "Im Wagen vor mir" oder tanzen gehen mit Freunden bei "I wanna dance with somebody", Fahrt im Auto mit Freunden bei "Kedengedeng", quatschen mit meiner Schwester bei "Freunde" und "Brüder", "Girls wanna have fun" ebenfalls beim Tanzen, "Auch wenn es nicht vernünftig ist" bei tiefgreifenden Gesprächen mit Freunden, "With or without you" beim Kennenlernen meines Freundes, "Leaving on a Jetplane" in Erinnerung an meine DRK-Gemeinschaft in Dortmund, bei der ich ehrenamtlich mitgearbeitet habe und in Erinnerung an das Abheben des Flugzeuges in den Urlaub, "Einen Stern, der deinen Namen trägt" als Erinnerung an ein Festival im Westfalenpark mit einem Kollegen aus England, "Wonderful tonight" an einen Karaoke-Abend in Dortmund mit Freunden, usw.
Diese Liste könnte ich endlos fortführen. Ihr seht, "meine" Musik ist nicht nur auf deutsche Musik von Pur beschränkt, sondern beinhaltet alles quer Beet. Es kommt wirklich auf meine Stimmung an. Meistens höre ich die Lokalradios, aber je nach Laune ziehe ich eine Cd heraus und höre sie, denke an alte Zeiten oder freue mich auf etwas, was noch vor mir liegt. Das ist das Pur-Konzert am kommenden Sonntag auf Schalke. Ich freu mich riesig darauf und bin gespannt, welche Lieder Pur dort präsentieren wird. Ich werde nachher berichten.
Und nun möchte ich von Euch erfahren, was Musik für Euch bedeutet und was Ihr bevorzugt - gute Texte oder eine ansprechende Melodie oder ene Kombination daraus. Hört Ihr Musik als Hintergrundberieselung oder bewusst und intensiv? Auf Eure Meinungen und Kommentare freue ich mich.
Montag, 15. Februar 2010
Wie Ihr schon gelesen habt, war ich Samstag beim Karnevalszug in Leverkusen-Schlebusch. Ich mag es nicht so groß und unpersönlich. Lieber familiär und klein. Daher war Schlebusch genau richtig.
Worüber ich mit Patrick oft gesprochen habe und auch mit anderen, die Karneval überhaupt nicht mögen, ob Karneval feiern peinlich ist. Ich finde nicht, aber das mögen Andere anders sehen.
Ich finde, dass man ohne Kostüm viel mehr auffällt, als wenn man sich verkleidet - egal wie das Kostüm aussieht. Kostüme gibt es viele und da ist für jeden was Passendes dabei. Unverkleidet fällt man sofort auf, weil man sofort zu erkennen ist und so normal aussieht. Na gut, nächste Frage: was ist schon normal? Ist normal das, was die Allgemeinheit tut? Wenn ja, dann ist es auch normal, wenn man durch die Straßen läuft mit einem Bier in der Hand. Manche mögen das peinlich finden. Ich finde, es muss einem nicht peinlich sein, denn das gehört zu Karneval dazu. Solange man sich noch benehmen kann, die leeren Flaschen in den Mülleimern entsorgt und nicht auf der Straße zertrümmert und noch einen geraden Satz herausbekommt, ist doch alles in Ordnung. Meine Devise dabei ist "Erlaubt ist, was gefällt, solange es den anderen nicht beeinträchtigt". Und wer zum Lachen gerne in den Keller gehen möchte, weil ihm das zu doof ist, kann das gerne tun, aber soll dann den Karnevalisten auch ihren Spaß lassen.
Eine weitere Überlegung ist, ob die Karnevalsmusik peinlich ist. Nein - auf gar keinen Fall. Ich habe seit Karnevalsdonnerstag bei jeder Gelegenheit das Radio an und höre liebend gerne die Karnevalsmusik. "Das rote Pferd", "Da simmer dabei", "Ich hab ne Zwiebel auf´m Kopf, ich bin ein Döner", usw.: Was ist daran peinlich? Das ist total lustig - der Text ist einfach und kann áuch nach ein paar Bierchen noch mitgesungen werden. Das ist einfach Gute-Laune-Musik, die zum Feiern dazu gehört. Ich höre die Musik gerne auch so mal, ohne dass eine Party stattfindet. Meine Lieblingsmusik besteht aus Schlagern, wie z. B. Matthias Carras, Michael Wendler, Matthias Reim, Olaf Henning, und viele mehr. Aber auch diese richtige Party-Musik gehört dazu und ich kann sie jederzeit hören, nicht nur auf Partys. Viele aus meinem Bekanntenkreis finden das unnormal und sagen, dass ich für die Art von Musik doch viel zu jung bin (äh...war, denn als sie das sagten, war ich 10 Jahre jünger). Das sind aber dann die Gleichen, die auf Partys mitgrölen "Komm hol das Lasso raus, wir spielen Cowboy und Indianer". Ach - da ist das dann auf einmal in Ordnung? Die Texte kann doch jeder auswendig, egal, wie sie sonst darüber schimpfen, weil es einfach zu jeder Party dazugehört. Oder was meint Ihr?
Samstag, 12. Dezember 2009
Anfang diesen Jahres habe ich mir Karten für das Pur-Konzert live in Dortmund am 11. Dezember gekauft. Es schien noch sehr lang zu sein, aber die Zeit verging dann doch sehr schnell, bis es gestern soweit war. Zusammen mit meiner Schwester habe ich mich auf den Weg zur Westfalenhalle nach Dortmund gemacht. Parken - absolut kein Problem. Wir waren eine Stunde vor Konzertbeginn da, sodass eine stressfreie Parkplatzsuche möglich war - 4 Euro Parkgebühr sind auch noch in dem Rahmen, den ich mir vorgestellt hatte.
Blick auf die Karten - Block 300, Reihe 2, Plätze 12 und 13. Wir sind dann direkt zu unseren Plätzen gegangen, die echt optimal waren. Nur eine Reihe vor uns und freie Sicht. Die Plätze waren am Gang, was wir auch gut fanden. Nervig daran ist natürlich, alle anderen Leute raus zu lassen, die später kommen, sich zwischendurch was zu trinken holen oder auf Toilette gehen - oder auch früher wieder gehen, bevor das Konzert zu Ende ist. Vor uns die Plätze (also in Reihe 1 unseres Blocks) waren die erste halbe Stunde noch frei. Schade - wären sie noch länger frei gewesen, hätten wir uns nach vorne gesetzt. Es ist mir nicht ganz klar, wie man zu einem Konzert, das ca. 2 Stunden dauert, eine halbe Stunde zu spät kommen kann. 25 % schon verpasst, sehr ärgerlich!
Nach 3 Jahren Pause hat sich PUR wieder auf die Bühne begeben. Sie haben viel durchgemacht (besonders Hartmut Engler) und es hat sich viel getan, leider nicht nur Positives. Trennung, Depression, Alkoholabhängigkeit..... aber das Gute daran: er hat es überstanden und ist wieder aus diesem "Loch" herausgeklettert. Er hat es geschafft, was sich auch in dem neuen Album widerspiegelt. Der Titel "Gesund" fällt mir da als Erstes ein, den er sehr gefühlvoll gesungen hat. Man merkt, dass es nicht nur so daher gesungen ist, sondern wirklich etwas selbst Erlebtes ist. Das ist in allen Songs zu spüren. Winter 59 - ein weiterer Song, der schwierige Zeiten beschreibt. Eingeleitet wurde der Titel, indem er sagte, dass wenn man etwas an sich selbst verändern möchte, auch mal genauer in die eigene Vergangenheit schauen sollte, was einen da so geprägt hat. Wie Recht er doch hat - die Kindheit und die Vergangenheit prägt uns mehr, als viele wirklich wahrhaben wollen. Es wurden aber nicht nur traurige Lieder gespielt, sondern auch fetzige Lieder und Gute-Laune-Lieder wie "Frau Schneider" und "Wiedersehen". Die alten Lieder spielten aber auch eine nicht unbeträchtliche Rolle: "Lena", "Prinzessin" und "Seiltänzertraum" sowie natürlich nicht zu vergessen "Freunde" - einfach genial! Alle haben jedes Wort mitgesungen! Stimmung PUR - unglaublich, einfach Wahnsinn! Das kann man einfach nicht beschreiben, sondern man muss es erleben. Auch die Licht-Effekte waren toll: Beim Lied "Herbst" wurden fallende Blätter auf die Bühne projeziert und bei "Frau Schneider" ein Halmabrett. Farbspiele verursachten, dass die Fans im Innenraum aussahen, als ständen sie auf 2 Ebenen. Sowas konnte man von oben natürlich am Besten sehen. Klasse war auch das Lied "Die Beste", ein Liebeslied an die Musik, das Hartmut Engler als Duett mit Jini von Luxuslärm gesungen hat- traumhaft. Und die Band-Mitglieder waren selbst auch noch zu erkennen, wurden aber auch zumindest zeitweise auf große Bildschirmen vergrößert gezeigt.
Natürlich ließ sich Hartmut Engler auf seine eigene Art und Weise ausgiebig feiern, beklatschen und ließ die Fans Teile der Lieder allein singen, während er staunte und sich sichtlich freute. Es war wie immer eine klasse Stimmung, was uns PUR auch mit 3 Zugaben, die jeweils mehrere Lieder beinhalteten, dankte.
Die letzten 3 Wochen habe ich nichts Anderes außer die neue Pur-CD "Wünsche" gehört, um die neuen Lieder auswendig zu lernen. Jetzt, wo ich mit den Liedern auch noch persönliche Eindrücke vom Konzert verbinden kann, höre ich sie noch lieber.
Nächstes Jahr gibt es das MEGA-Event auf Schalke, als Abschlusskonzert einer großen Open-Air-Tour. Ich bin auf jeden Fall dabei!
Freitag, 19. September 2008
Ursprungs-Artikel vom 14. September 2008: ...und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt. Dieses allseits bekannte Lied von Markus Becker hat am Freitagabend auf der Schlagernacht in Leverkusen sehr große Begeisterung ausgelöst. Ob jung, ob alt: alle haben mitgetanzt. Aber ich fange mal vorne an. Organisiert wurde die Schlagernacht als Benefiz-Veranstaltung des Vereins "Hilfe tut Not e. V.". Dieser Verein unterstützt Leverkusener Kindern und sichert zu, dass das Geld hier in der Region bleibt. Das finde ich sehr gut. Wir haben uns Karten im Innenraum bestellt und saßen an Tisch 2, ziemlich nah an der Bühne. Vorteil an Innenraumkarten war, dass die Kellner regelmäßig durch die Reihen gingen, um die Aschenbecher zu entleeren und auch Getränke und Essen zu bringen. Es gab alle Sorten von Getränken - sogar Cocktails, die vom Doudou´s Dancing Club bereitet wurden. Dort wurde anschließend auch eine After-Show-Party organisiert. Moderiert wurde die ganze Veranstaltung von Karl-Heinz Hansen. Die Schlebuscher Pänz haben die Zuschauer ziemlich fasziniert. Ist schon schön, wie sogar die 4-Jährigen schon so talentiert sind. Als erste Sängerin wurde dann Edwina De Poter angekündigt, die ein eigenes Lied gesungen und zahlreiche Songs gecovert hat. Ich kannte sie vorher gar nicht, fand ihren Auftritt jedoch ok. Sie hat verschiedene Outfits mitgebracht und sich immer dem Lied entsprechend gekleidet. Sie hat es geschafft, das Publikum schon etwas einzuheizen. Ihr Auftritt war dann gefolgt von der Gruppe "Monsta Clusta". Gekleidet wie eine Boygroup und mit viel Nebel haben sie ihr Lied vorgetragen, was jedoch sie selbst scheinbar am Besten fanden. Die Reihen lichteten sich und viele Zuschauer gingen raus - wahrscheinlich mussten sie zur Toilette. Als der Sänger dann fragte, ob wir eine Zugabe möchten, sagten hinter mir am Tisch einige "Nein, bitte nicht". Was sie auf einer Schlagernacht zu suchen haben, hab ich mich sowieso gefragt. Sie haben `I like to move it` gecovert, was dem größtenteils älteren Publikum aus meiner Sicht überhaupt nicht gefiel. Und mir auch nicht, aber es konnte ja nur besser werden. Auch sind die Swinging Fanfares Düsseldorf aufgetreten, die wirklich ordentlich Stimmung verbreitet haben. Unglaublich - total klasse - einfach sehenswert. Nicht nur die Stimmen und die Musik waren Wahnsinn, sondern auch die Show. Sie haben gutgelaunt gesungen und mit viel Gefühl. Sie haben auch den einen oder anderen Witz untereinander gemacht, was auch das Publikum zum mitlachen brachte. Karnevalssongs, aber auch andere Lieder trieben die Stimmung ordentlich in die Höhe. Das war wirklich toll und ich würde sie mir jederzeit wieder ansehen und anhören. Man sieht, dass ihnen die Musik wirklich Spaß macht. Die Schlebuscher haben mich auch fasziniert. Wie sie die Tanzmariechen durch die Luft wirbeln und auf Händen tragen - Respekt! Sie haben ihre Training für die Karnevalseröffnung am 11. November unterbrochen, um auf dieser Veranstaltung zu tanzen - natürlich für einen guten Zweck. Das Publikum war begeistert. Ich war dann auch richtig in Karnevalsstimmung versetzt und möchte dann auch gerne zur Karnevalsveranstaltung. Patrick fand meine Idee nicht so gut - er ist überhaupt kein Karnevalsfan. Na ja - ich kann mich davon abbringen lassen, wenn es eine gute Alternative gibt. :-) Rosanna Rocci hat auch tolle Lieder gesungen und die Tanzbegeisterten kamen auch auf ihre Kosten. Vereinzelt sah man die Leute Disco-Fox tanzen. Wie gerne hätte ich auch getanzt - aber da sind Patrick und ich sehr verschieden, leider. Markus Becker war aus meiner Sicht einsame Spitze, Partystimmung pur! Ob es sein Lied "Das rote Pferd" oder "Hörst Du die Regenwürmer husten" ist, das alle noch aus dem Kindergarten kennen, alles kam einfach total gut an! Ich habe fast keinen gesehen, der auf seinem Stuhl sitzen blieb. Alle haben mitgegröhlt, mitgewippt und getanzt. Er hat es einfach drauf, Stimmung zu verbreiten. La Ola-Wellen hat er auch angestoßen und die Leute haben mitgemacht. Etwas nervig war der ganze Nebel, der sich zusätzlich zum Zigarettenrauch durch die Halle zog - kurzzeitig konnte man echt nur noch alles vernebelt sehen. Gehört aber natürlich auch dazu bei solchen Veranstaltungen. Ich überlege schon, ob ich meiner Freundin mit ihrem 6-jährigen Sohn die Cd schenke mit dem Lied "Hörst du die Regenwürmer husten". Dem Sohn wird es bestimmt gefallen, aber sie wird mich bestimmt dafür nicht mehr mögen. Das Lied wandelt sich ruckzuck in einen Ohrwurm um - Patrick und ich haben seit 2 Tagen nichts anderes im Kopf. Markus Becker hat 3 Kinder auf die Bühne geholt, die die Bewegungen zum Lied auch sehr gut mitmachen konnten - bestimmt auch aus dem Kindergarten. Sie konnten auch den Text auswendig mitsingen - na gut, das ist ja auch nicht schwer und bei diesen Partyliedern ja immer gleich. Denn wenn man schon ein paar Bierchen getrunken hat, ist es wichtig, einen einfachen Text zu haben, damit man ihn auch dann noch mitgröhlen kann. Aus diesem Grund kommt dann in den meisten Mallorca-Songs auch eine Strophe mit "la la la" vor. Die ist dann für alle am Einfachsten. Zwischen den einzelnen Auftritten wurden immer verschiedene Spenden, die während der Veranstaltung zusammen kamen, vorgelesen. Es kam bestimmt einiges zusammen. Außerdem hatte man die Gelegenheit, dem Verein Hilfe tut Not beizutreten für 30 Euro im Jahr. Ich habe die Beitrittserklärung auch ausgefüllt - ich finde den Zweck des Vereins wirklicht gut, denn das Geld bleibt in der Region. Das finde ich wichtig. Weitere Sänger waren Peter Sebastian mit der Gruppe Die Joker, Nic, Michael Morgan, De Wanderer, Rheinfeuer Koblenz, usw. Peter Sebastian hat viele alte Lieder gesungen, die ich nicht kannte. Dafür die ältere Generation - sie konnten den Text komplett mitsingen. Michael Morgan hat auch Disco-Fox-Musik gespielt, sodass die Tänzer auf ihre Kosten kamen. Nic, De Wanderer und Rheinfeuer haben wir leider nicht mehr gesehen, weil sich die Veranstaltung doch schon ziemlich in die Länge zog. Wir sind um 24 Uhr nach Hause gefahren. Im Großen und Ganzen hat sich die Veranstaltung wirklich gelohnt - ich bin nächstes Jahr wieder dabei. Alles für einen guten Zweck - dafür bin ich doch gerne zu haben. Es war eine tolle Organisation und war wirklich ein abwechslungsreicher Abend. Nachtrag vom 19. September 2008: Da schreib ich sachlich und ehrlich meine Meinung über die Schlagernacht und über die Gruppe Monsta Clusta und bekomme unsachliche Kommentare und E-Mails. Weiterhin lässt er sich über meinen Blog aus, bezeichnet mich als zurückgebliebenen intellektuell. Na, ich finde, wenn man sich Künstler nennen will, muss man dadurch und auch Kritik vertragen können. Denn man kann ja nicht jedem gefallen und muss auch Kritik vertragen können. Ich frage mich nur, warum sie auf eine Schlagernacht kommen, wenn sie die Musik, die da gespielt wird, als Altmodische Musik bezeichnen. Das sind alles wortwörtliche Wiedergaben aus dem Text, den ich von Rob alias Monsta Clusta anhören musste. In dem Sinne: viel Erfolg und eine bessere Kritikfähigkeit wünsche ich der Gruppe.
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