Artikel mit Tag sonstiges
Freitag, 9. November 2012
Neben uns ist nun schon seit mehreren Monaten Baustelle. Und vor unserem Haus ist eine Sperrfläche, die besagt, dass man dort nicht parken darf. Immer wieder parken dort Autos, teilweise nur ganz kurz, um in Schlebusch etwas zu kaufen - was ja noch irgendwie zu tolerieren ist.
Die Firma Ludwig Krämer aus Bergisch Gladbach ist eine der Firmen, die täglich vor Ort sind. Am Bauzaun hatte ich mit Zustimmung des Bauträgers Höller Wohnungsbau ein Schild angebracht, das auf Büroservice Terlisten hinweist. Darauf habe ich auch dei Mitarbeiter von der Firma Ludwig Krämer hingewiesen, als sie die Baustelle eröffnet haben. Vor einigen Wochen, als es so windig war, war mein Plakat auf einmal verschwunden. Ich dachte zuerst, dass es gestohlen wurde, aber wer will das schon haben. Bei näherem Hinsehen lagen unten die zerschnittenen Kabelbinder - also habe ich versucht, telefonisch etwas zu klären. Am nächsten Tag bin ich dann persönlich zu den Bauarbeitern gegangen und habe gefragt. Patzige Antwort war, dass der Zaun fast umgefallen wäre, wegen den Plakaten. Nach weiterem Nachfragen, wo mein Plakat denn sei, stellte sich heraus, dass sie es in ihren Bulli geworfen haben. Es wurde zugesagt, es am nächsten Tag wieder aufzuhängen. Das geschah auch - jedenfalls so verschmutzt, dass es nichts mehr mit ordentlich zu tun hat. Scheinbar wurde es erst in den Dreck geworfen und dann aufgehängt. Es wurde auch nicht wieder mit Kabelbinder, sondern mit einfachem Draht befestigt, dazu noch nicht einmal gerade. Ich habe es dann mühevoll gesäubert, befestigt und Firma Krämer angeschrieben und gebeten, mich beim nächsten Mal zu informieren, wenn sie es abhängen. Daraufhin erhielt ich eine Antwort vom Chef der Firma Krämer, dass er nichts davon wusste, dass es genehmigt war und er seine Leute angewiesen hat, es abzuhängen. Weiterhin empfiehlt er mir, das Plakat abzunehmen, da bald ein neuer Bauzaun aufgestellt wird durch die Firma Peters Bau. Was ich nicht verstehe ist erstens, warum jede Firma ihren eigenen Bauzaun aufstellen muss und nicht der eine solange stehen bleibt bis die Baustelle fertig ist und Firma Nr. 1 dann zurückkommt und ihn abbaut. Was mich allerdings noch mehr ärgert, ist, dass ich den Herrn Krämer dann gefragt habe, ob er mir freundlicherweise Bescheid geben kann, wenn der neue Bauzaun steht. Hierauf erhielt ich keine Antwort.
Wenige Tage später stand ein Anhänger sowie immer wieder der Bulli von Firma Krämer auf der Sperrfläche vor unserem Haus - auch über mehrere Tage hintereinander. Ich habe also noch einmal Herrn Krämer angeschrieben, mit der Bitte, den Bulli und den Anhänger auf die Baustellenfläche zu ziehen, da uns durch die Fahrzeuge die Sicht auf Straße und Gegenverkehr versperrt wird, wenn wir aus unserer Ausfahrt herausfahren möchten. Deshalb ist die Sperrfläche dort wohl eingerichtet worden. Weiterhin habe ich ihn freundlich gefragt, ob er mich bitte informiert, wenn der Zaun getauscht ist, damit ich mein Plakat wieder aufhängen darf. Auch nach zwei weiteren E-Mails, später auch mit Lesebestätigung, erhielt ich keine Antwort.
Wie ich finde, ein sehr unprofessionelles Verhalten von einem Firmenchef. Ich könnte ja auch mal sein Kunde werden, aber vielleicht hat er es nicht nötig und kann sich die Kunden aussuchen, was ich mir in der heutigen Zeit nicht vorstellen kann. Eine einfache Antwort wie "Es war an dem Tag nicht möglich, den Bulli auf der Baustelle zu parken und wir werden in Zukunft schauen, eine Lösung für alle Beteiligten zu finden", hätte ja schon gereicht. Aber gar nicht mehr zu reagieren, ist einfach nur daneben.
Tolle Werbung für Firma Krämer. Wenn so mit Anfragen auch umgegangen wird, dann lohnt es sich vielleicht auch erst gar nicht, die Internetseite fertig zu stellen.
Mittwoch, 13. Juni 2012
Patrick hat am Wochenende gebaggert, was das Zeug hält - und das sogar mit meiner "Genehmigung". :-)
Wir waren in Straelen auf dem Gelände der BSK Rheinland.
Hier wird angeboten, mit einem Bagger zu fahren oder Sand hin- und herzuschaufeln. Patrick hatte einen Heidenspaß dabei; das Gen fehlt mir wohl, was an purem Sand von rechts nach links und zurück schaufeln Freude bereitet, aber Hauptsache er hatte Spaß.
Seine Sicht der Dinge könnt Ihr hier nachlesen.
Baggerführerscheine kann man dort übrigens auch machen - mal sehen, ob das sein nächster Traum ist.....
Sonntag, 20. Februar 2011
Anfang Februar hatte mein Zug mal Verspätung. Die Verspätungen sind nämlich viel weniger geworden. Teilweise sind die Züge so pünktlch, dass wenn man 30 Sekunden zu spät kommt, der Zug weg ist. Bei Abfahrt in Leverkusen waren es 15 Minuten Verspätung, die dann aber während der Fahrt aufgrund von Überholungen von Zügen des Fernverkehrs zu 30 Minuten wurden. Als ich dann in Essen aus dem Zug ausgestiegen bin, stand an der Anzeigetafel: 2146832740 Minuten Verspätungen. Das sind 35780545 Stunden bzw. 1490856 Tage bzw. 212979 Wochen bzw. 4095 Jahre. Reise aus der Vergangenheit sozusagen.
Viele aussteigende Fahrgäste haben geschmunzelt. Kleiner Scherz am Morgen.
Samstag, 10. April 2010
Beim Bahnfahren erlebt man so einiges. Sowas wie am Donnerstag hatte ich allerdings noch nicht erlebt.
Der Regionalexpress von Hamm Richtung Aachen war ziemlich voll, als ich in Essen einstieg. Ich habe noch einen Platz bekommen; es standen aber auch einige im Gang. Dann kam ein völlig gestresster, etwas korpulenterer, Zugbegleiter (ihm stand der Schweiß sichtbar auf der Stirn und lief sogar an den Wangen herunter) durch die Gänge und kontrollierte Fahrkarten. Es fiel ihm auf, dass auf einem Sitz eine Tasche lag und sagte ungefähr in diesem Wortlaut: "Das ist doch nicht normal. Sie legen Ihre Tasche hier hin, während Andere stehen müssen." Dann ging er weiter, ohne die restlichen Fahrgäste auch nach ihren Fahrkarten zu fragen und sagte, bevor er die Treppen zum nächsten Waggon hochging "Typisch deutsch". Um mich herum saßen und standen einige ausländische Mitbürger, die alle ziemlich erschrocken guckten und sich auch entsprechend äußerten. Keiner wusste so genau, was er dazu sagen sollte.
Wenige Minuten später kam eine Durchsage: "Hier spricht Ihr Zugbegleiter. Bitte belegen Sie freie Sitzplätze nicht mit Taschen und Gepäck, sondern bieten diese Ihren Mitreisenden an. Vielen Dank."
Dienstag, 22. September 2009
... ich habe Spezi bestellt.
So die Worte vom Nachbartisch im Havana heute Abend. Patrick und ich haben uns fragend angesehen; genauso fragend wie die Kellnerin. Sie sagte: Mezzo-Mix ist doch Spezi, nämlich Cola und Fanta. Der Gast fragte: Sicher? Ich mag nämlich kein Mezzo-Mix.
Ich hab' direkt zu Hause mal nachgesehen. Hier das Ergebnis: Mezzo Mix ist eine Mischung aus Cola und Orangenlimonade. Aha... was ist da dann der Unterschied zu Spezi? Manche Leute muss man nicht verstehen.
Er hat jedenfalls dann ein neues Glas bekommen, mit Cola und Fanta gemischt... seine Reaktion, als die Kellnerin weg war und er probiert hatte: Ne, das verträgt mein Magen nicht.
Da fällt mir wirklich nichts mehr zu ein. Was hatte er nochmal bestellt? Spezi, also Cola mit Fanta... manche Leute gehen glaub' ich einfach mal raus, um sich pauschal zu beschweren.
Und die armen Kellner und Kellnerinnen müssen immer freundlich bleiben. Ich finde, solchen Gästen darf man ruhig mal was sagen und nicht anstandslos was Neues bringen.
Na ja, als ich gerade so den Link zu dem Wikipedia-Eintrag Spezi herausgesucht habe, habe ich noch etwas gefunden. Vielleicht wollte er das Original-Spezi. :-) Ich muss zugeben, dass ich noch nie vorher etwas davon gehört habe. Manche Leute kennen eben alles und sind dazu noch verwöhnt.
Sonntag, 5. Juli 2009
Ne, nicht was Ihr jetzt denkt. :-)
Das ist ein Spruch auf einer Postkarte, die vom Verein "Deutsches Atomforum e. V." herausgegeben wurden.
Danke, ...für die letzte Nacht
... und danke für die knusprige Steinofenpizza, für den kühlen Weißwein und den packenden Film. Vielen Dank Backofen, vielen Dank Kühlschrank, vielen Dank Fernseher!
Vielen Dank, Kernenergie!
Weiter beschrieben wird auf der Karte, wieviele Backöfen, Kühlschränke und Fernseher am Laufen gehalten werden (nämlich insgesamt 28 Mio. Backöfen und 50 Mio. Kühlschränke oder Fernseher) und dass 150 Millionen CO2 dadurch eingespart werden. Und nun soll damit Schluss sein?
Es gibt dazu noch weitere Karten:
Willst Du wirklich mit mir Schluss machen?
Wir hatten doch so eine schöne Zeit...
HIer ist dann beschrieben, dass durch ein deutsches Kernkraftwerk jährlich genug Strom erzeugt, um 2,5 Mio. Haushalte oder 4500 Krankenhäuser oder 22000 Hallenbäder mit Strom zu versorgen. Und nun soll damit Schluss sein?
Die dritte Variante sieht so aus:
32 ist doch kein Alter!
Mit 32 geht man doch nicht in die Rente!
Dort wird darüber geschrieben, dass die Kernkraftwerke gerade erst Anfang 30 sind und schon in den Ruhestand geschickt werden sollen. Obwohl sie doch die gleiche Menge CO2 einsparen, die der gesamte deutsche Straßenverkehr verursacht, nämlich 150 Mio. Tonnen CO2. Überall auf der Welt laufen Kernkraftwerke länger, teilweise bis zu 60 Jahre.
Wie ich finde, eine sehr ansprechendes Marketinginstrument, diese Karten. Sie sind in den Farben rot und pink auch sehr ansprechend gestaltet. Die Sprüche auf der Vorderseite fallen auch direkt ins Auge und man wundert sich, was da wohl auf der Rückseite steht. Sie machen also neugierig und wenn man dann die Rückseite gelesen hat, regen sie zum Nachdenken an.
Auf allen 3 Postkarten ist die Internetadresse von einem Forum angegeben, wo man mitreden und mitdiskutieren kann. Hier ist der Link dazu.
Donnerstag, 5. März 2009
Dieses Video hab ich per Link zugeschickt bekommen. Seht selbst. Wenn so der Domino-Day stattfinden würde, dann würden sich bestimmt viele für die Vorbereitungen bereit erklären und erstmal die Flaschen entleeren. ;-) In dem Sinne Prost.
Dienstag, 21. Oktober 2008
Wie gut, dass man einen IT-Fachmann als Partner hat. Er ist immer bestens informiert und hat deshalb bei Kommentaren die "Subscribe to comments"-Funktion deaktiviert, da es gesetzlich nicht erlaubt ist. "Subscribe to comments" bedeutet in Laien-Sprache, dass man sich über Aktualisierungen der Kommentare oder neue Kommentare per E-Mail informieren lassen kann. Das hat Patrick bei mir und auch au seinem Blog deaktiviert. Genauere Erklärungen dazu findet Ihr hier.
Sonntag, 27. Juli 2008
Heute im Gottesdienst hat kurz vor Beginn ein Herr aus dem Kirchenvorstand das Thema Parkplatzsituation auf der Steinbücheler Straße angesprochen. Wer es nicht kennt: Es ist hier ein sehr breiter Bürgersteig, der geteilt ist in Radweg und Fußgängerweg, und das auf beiden Straßenseiten. Die Kirchenbesucher haben also in der Vergangenheit halb auf dem Radweg und halb auf der Straße geparkt, um den Verkehr nicht zu stören. Nun hat sich jemand anonym beim Ordnungsamt beschwert, der sich belästigt fühlt durch diese parkenden Autos, vermutlich ein Radfahrer. Das Ordnungsamt hat reagiert und hat in den vergangenen Wochen Info-Zettel an die parkenden Autos geklemmt, um die Autofahrer auf die falsche Parkweise hinzuweisen. Zudem wurde auch ein Gespräch mit dem Kirchenvorstand geführt und eine Besichtigung vor Ort wurde durchgeführt. Lösung des Problems soll sein, dass die Gottesdienstbesucher nun auf der Straße parken - mit dem ganzen Fahrzeug, allerdings dann nur auf einer Straßenseite, denn sonst kommt kein Bus mehr vorbei. Aussage vom Ordnungsamt war: Es ist dort kein Halte- und Parkverbot. Wenn allerdings auf beiden Straßenseiten geparkt wird, kommt der Abschleppwagen. Und dann wird´s richtig teuer. Und wenn weiter so geparkt wird, werden Strafzettel verteilt. Was ich noch kurz erwähnen möchte: Es handelt sich hier um maximal 3 Stunden pro Woche, in denen hier geparkt wird. Samstags zum Gottesdienst, Sonntags mittags zum Gottesdienst und einmal in der Woche zum Gottesdienst. Ist es nicht ein bisschen kleinkariert, deshalb eine anonyme (mit Betonung auf anonym: also noch nicht mal dazu stehen) Beschwerde an das Ordnungsamt zu senden? Hat da jemand Langeweile? Kann man dann nicht als Radfahrer, wenn man zufällig zur Gottesdienstzeit da vorbeifährt, kurz ausweichen auf den direkt daneben liegenden Bürgersteig? Kann man nicht nachgeben? Das sind wahrscheinlich noch dazu Neider, die mit der Kirche nichts am Hut haben und den Leuten erstmal zeigen wollen, wer hier der mächtigere ist?? Und damit werden dann Behörden beschäftigt, die von unseren Steuergeldern Überstunden bezahlt bekommen, um sich dieser Situation am Wochenende in ihrer Freizeit anzuschauen und Abhilfe zu schaffen.... Ob das die Absicht des anonymen Beschwerdeverfassers war?
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